Das Politische Buch
Archiv | Das Politische Buch | Freitag • 17:45
11.4.2003
Thilo Bode
Die Demokratie verrät ihre Kinder
Reinhard Kreissl
Die Kritik der Welt auf 255 Seiten inklusive Literaturangaben - diesem Unterfangen stellt sich Thilo Bode, ehemaliger Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland und später weltweit oberster Chef der Organisation mit seinem langen Essay Die Demokratie verrät ihre Kinder. Bode der heute eine neue, von ihm gegründete Organisation mit dem Namen foodwatch leitet, geht es global und radikal an. In dieser Kürze kann es nur der Ton sein, der die Musik macht. Schon das zu Beginn formulierte Programm des Buches lässt die Fanfaren erschallen:
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4.4.2003
Blick in politische Zeitschriften
Arnulf Baring
Zitate aus: ·Die politische Zeitung - Nr. 396 ·Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte - Nr. 5 ·Blätter für deutsche und internationale Politik ·Berliner Republik - Nr. 1 ·Liberal -Nr. 3
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14.3.2003
Jürgen W. Möllemann
Klartext
Jochen Thies
Jürgen Möllemann hat ein instant book geschrieben, wie es neudeutsch heißt. Und ein Augenblickserfolg ist dem gelernten Lehrer in der Mediengesellschaft unserer Tage sicher. Die Lektüre bereitet keinen besonderen Genuss. Der Berufspolitiker schreibt so, wie er spricht. Um auf einen gewissen Umfang zu kommen, zitiert sich der Noch-FDP-Politiker häufig selbst. Anhand des Stoffes, den er behandelt, lässt sich mit ziemlicher Sicherheit feststellen, dass dieses Buch in den letzten Wochen im Zeichen der Irak-Krise hastig herunterdiktiert worden ist.
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7.3.2003
Blick in politische Zeitschriften
Arnulf Baring
Zitate aus: · Politische Studien 01/02/2003 · Berliner Republik 01/2003 · Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte 01/02/2003
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28.2.2003
Wilhelm von Sternburg
Als Metternich die Zeit anhalten wollte.
Rolf Schneider
Wilhelm von Sternburg ist ein rundum angenehmer Mann. 1939 in eine pommersche Junkerfamilie geboren, studierte er Volkswirtschaft nebst Geschichte und emanzipierte sich vom konservativen Milieu seiner Herkunft, indem er sich dem politischen Gegenteil zuwandte, einer linken Sicht und Einflussnahme auf die Gesellschaft. Er verhielt sich darin nicht anders als der Graf Krockow, mit dem er auch sonst dies und das gemeinsam hat, etwa das Bedürfnis, seine Kenntnisse und Überzeugungen in populären Sachbüchern unter die Leute zu bringen. Sternburg hat als Journalist gearbeitet, Fernsehzuschauer kennen ihn als Kommentator der Nachrichtensendung Tagesthemen, zu der er als zeitweiliger Chefredakteur des Hessischen Rundfunks Zugang hatte. Er schrieb ein paar höchst lesbare Biografien, über Lion Feuchtwanger, über Arnold Zweig, über Erich Maria Remarque und er drehte ein paar TV-Filme, so über Anna Seghers. Dies alles miteinander bezeugt sein einverständiges Interesse an Traditionen und Personen aus dem linken Milieu. Texte und Bücher zu generellen Themen hat er gleichfalls publiziert. Wenn er jetzt eine Gesamtdarstellung vorlegt, in der es um 200 Jahre deutscher Geschichte geht, so kommt dies nicht überraschend. Wilhelm von Sternburg möchte gleichsam die Quersumme ziehen aus allen seinen bisherigen Veröffentlichungen. Er möchte Tendenzen und Charakter der sozialen Emanzipation beschreiben aus der Zeit zwischen 1815 und 1848, wobei er reichlich auch ausgreift auf das Davor und Danach, letzteres bis in die unmittelbare Gegenwart.
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21.2.2003
Naomi Klein / Rüdiger Safranski
Globalisierung
Conrad Lay
Naomi Klein: Über Zäune und Mauern, Berichte von der Globalisierungsfront Aus dem Englischen von Hemut Dierlamm & Heike Schlatterer Campus Verlag, Frankfurt am Main 2003
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14.2.2003
Robert Kagan
Macht und Ohnmacht
Herfried Münkler
Braucht Amerika Europa? Und sind die Europäer auf den Schutz durch die Vereinigten Staaten angewiesen? - Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Beginn der 90er Jahre waren beide Fragen nicht nur entschieden bejaht worden, sondern die doppelte Bejahung hatte auch in einer Fülle wechselseitiger Verbindungen institutionellen Niederschlag gefunden. Europa und die USA verstanden sich als die gemeinsame Wertekultur "des Westens", und diese wurde von dem Militärbündnis der NATO überwölbt und geschützt. Wer in Deutschland während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgewachsen ist, hat vermutlich geglaubt, dies werde auf unabsehbare Zeit so bleiben. Doch das 21. Jahrhundert hatte noch nicht begonnen, als sich erste feine Risse in den politisch-kulturellen Gemeinsamkeiten des "Westens" zeigten. Inzwischen lässt sich kaum noch verbergen, dass Europäer und US-Amerikaner unterschiedlichen Vorstellungen über die zukünftige Gestalt der Weltordnung anhängen. Robert Kagan hat sie, sicherlich polemisch zugespitzt, als die europäische Vorstellung eines durch Frieden und Wohlstand gekennzeichneten postheroischen Paradieses bezeichnet, gegen die er das amerikanische Verbleiben in der Welt der Geschichte und der realen Machtkämpfe stellt.
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7.2.2003
Blick in politische Zeitschriften
Arnulf Baring
Zitate aus: ·Geo ·Europäische Revue ·Damals ·Neue Gesellschaft / Frankfurter Hefte ·Leviathan
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31.1.2003
Rolf Stolz
Mariam Lau
Der britische Premierminister Tony Blair trat im vergangenen Jahr mit einem gewagten Vorschlag vor den Europäischen Rat. Man solle doch Ländern, die nichts gegen illegale Emigration in die EU unternehmen, die Entwicklungshilfe streichen. Blair erntete einen solchen Sturm der Entrüstung, nicht zuletzt vonseiten seiner eigenen Entwicklungshilfeministerin, dass der Vorschlag schnell wieder in der Schublade verschwand. Die Zuwanderung nach Europa ist aber ein Problem, auch wenn man sie noch nicht überall so nennen darf.
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24.1.2003
Wolfgang Engler
Die Ostdeutschen als Avantgarde
Ines Geipel
Der Berliner Soziologe Wolfgang Engler beansprucht mit seinem neuesten Buch "Die Ostdeutschen als Avantgarde" einen Text aus Willen und Leidenschaft geschrieben zu haben, einen "Fortsetzungsroman", der "die Wirklichkeit zur Rede stellt, bis sie antwortet, bis es ihr die Zunge löst". Wie der Autor erklärt, muss solcherart Erzählung jede Chronologie verlassen, um die "einzelnen Episoden nach dem Maß ihrer Erlebnis- und Orientierungsqualität zu gewichten". Engler in seinem Vorwort:
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