Das Politische Buch
Archiv | Das Politische Buch | Freitag • 17:45
15.11.2002
Anthony Beevor
Berlin 1945
Michael Groth
O-Ton Adolf Hitler: "Das Ergebnis ist ein Trümmerfeld"
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8.11.2002
Hans-Peter Raddatz
Von Allah zum Terror?
Josef Schmid
Seit einem Jahr schiebt sich im Islam-Diskurs der Name Hans-Peter Raddatz in den Vordergrund. Der vorliegende zweite Band der auf eine Trilogie hin ausgelegten Untersuchung "Von Allah zum Terror - Fragezeichen - Der Djihad und die Deformierung des Westens" wird den Autor noch bekannter machen. Während der erste Band das geistesgeschichtliche Auseinanderdriften von Orient und Okzident zum Thema hat, wird nun hier die enge Verzahnung von Religionsgeschichte und politischer Entwicklung nacherzählt. Dem Autor gelingt dies mit einer Eindringlichkeit, aus der hervorgeht, wie für eine Trennung von Religion und Staat im Islam nie Zeit und Raum war. Hans Peter Raddatz hat jahrelang in islamischen Ländern gelebt und gearbeitet und ist Mitautor der Enzyklopädie des Islam. Er spricht nicht als Lehnstuhlgelehrter von fernliegenden Dingen, sondern zeigt schon bei der Beurteilung westlich-islamischer Konfliktlinien hohe Kompetenz. Er versteht es, die Religionsgeschichte des Islam mit seiner politischen Geschichte, seiner räumlichen Ausdehnung und seiner Herrscherdynastien zu verbinden und macht klar, dass die Art der Festigung orientalischer Reiche, die im Namen des Islam errichtet wurden, zu keiner Zeit eine Entwicklung auf ein modernes Staatsrecht hin erkennen ließ.
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1.11.2002
Blick in Politische Zeitschriften
Anrulf Baring
Zitate aus: ·Internationale Politik und Gesellschaft ·SWP- Studie ·Praxis Geschichte ·Osteuropa ·Lettre
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25.10.2002
Daniel Jonah Goldhagen
Die katholische Kirche und der Holocaust
Richard Chaim Schneider
Sollten Hitlers willige Vollstrecker dazu beitragen, die Umrisse und Ursache des Holocaust zu erklären und vor allem die Menschen wieder als Akteure dabei zu begreifen, so soll dieses Buch helfen, die moralische Schuld zu klären, die Akteure zu beurteilen und darüber nachzudenken, wie sie das von ihnen begangene Unrecht am besten sühnen können."
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18.10.2002
Vittorio Magnago Lampugnani
Verhaltene Geschwindigkeit
Rainer Haubrich
Als vor einem Jahr arabische Terroristen das World Trade Center zum Einsturz brachten, hat das deutsche Feuilleton sofort reagiert: Es verkündete das Ende der Stadt. Viel zu gefährlich sei diese Siedlungsform, lautete das Urteil. Wo so viele Menschen in solcher Dichte zusammenleben, seien sie einfach viel zu leicht angreifbar. Die Stadt habe keine Zukunft. Und diese Analyse schien sich wunderbar zu treffen mit den Vorhersagen, die Stadtforscher schon lange vor dem 11. September gemacht hatten. Nicht der Terror war damals das Hauptargument, sondern die jüngsten technologischen Innovationen, der Siegeszug des Computers und des Internets. Diese "telematische Revolution" werde unseren Lebensstil so grundlegend verändern, dass sich die traditionelle Form von Stadt auflösen werde.
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11.10.2002
Alexander Gauland
Anleitung zum Konservativsein
Rolf Schneider
Wir leben, wir Deutsche, in Zeiten, da sich alle Politik auf die Mitte beruft und fast jede der im Bundestag vertretenen Parteien sich zur Partei der Mitte erklärt. Dies schafft eine programmatische Ununterscheidbarkeit, die alle Differenzen aufs Personelle reduziert. Zu Recht hat man von den beiden großen Volksparteien als zwei Sozialdemokratien gesprochen, man könnte ebenso von zwei bzw. drei Christenunionen sprechen. In den großen parlamentarischen Auseinandersetzungen wirft man einander nicht mehr falsche Visionen oder verfehlte Zukunftsentwürfe vor, sondern allenfalls Versagen; es geht nicht mehr um links und rechts, welche Begriffe verächtlich einer obsolet gewordenen Gesäßgeografie überantwortet werden, sondern nur mehr um gut oder schlecht.
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6.10.2002
Blick in politische Zeitschriften
Arnulf Baring
Zitate aus: · Merian · Internationalen Politik · Mut · DeutschlandArchiv
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27.9.2002
Hernando de Soto
Freiheit für das Kapital
Reinhard Kreissl
Wieder einmal macht sich ein Autor auf die Spurensuche nach den Geheimnissen erfolgreichen Wirtschaftens und wieder einmal geht es um die Frage: warum schaffen es die Länder der sogenannten Dritten Welt nicht, so wie wir, also die westlich kapitalistischen Marktwirtschaften zu sein? Ist der Schwarze faul, der Russe träge, sind's die imperialistischen Ausbeuter, die den ökonomischen Take Off verhindern - de Soto bietet eine Antwort, die zwar nicht originell, aber dennoch richtig ist. Ohne eine staatlich und rechtlich abgesicherte institutionalisierte Eigentumsordnung lässt sich kein funktionierender Kapitalismus entwickeln. Diese Einsicht reißt nun keinen vom Hocker, und sie erklärt auch nicht alles, aber allzu oft wird sie vergessen. Eine institutionalisierte, staatlich garantierte und allen Menschen zugängliche Eigentumsordnung ist ein wichtiges Element des versunkenen Fundaments, auf dem westlich kapitalistische Gesellschaften aufsitzen. Dies will de Soto mit seiner Studie wieder in Erinnerung rufen.
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20.9.2002
Ferdinand Seibt
Die Begründung Europas
Christoph Peerenboom
Auf Europa lässt sich trefflich schimpfen: auf Brüsseler Regulierungswahn, auf Subventions-Betrug oder auf das vermeintliche Verschwenden deutscher Steuergelder. Wem zum Thema "Europa" allerdings nur Stichwörter wie die eben genannten einfallen, der sollte zum Buch des Historikers Ferdinand Seibt greifen. Dort nämlich wird präzise beschrieben, dass Europa nicht nur ein Konstrukt von Bürokraten ist, sondern auf einem viel mächtigeren Fundament steht - ein Fundament, das weit in die Geschichte zurückreicht.
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13.9.2002
Herfried Münkler
Die neuen Kriege
Wilhelm von Sternburg
Geschichte lebt von Symbolen. Als am 14. Juli 1789 der Pariser Mob die Bastille stürmte, war das ein Randgeschehen. In dem alten Gefängnis saßen gerade einmal sieben Gefangene, und die Besatzung bestand aus einer kleinen, zum Teil aus Invaliden zusammengesetzten Truppe. Die Eroberung und Schleifung dieser verhassten Bastion des Absolutismus wurde zum Symbol der bedeutendsten Revolution der europäischen Neuzeit. Noch heute tanzt Frankreich an jedem 14. Juli auf den Straßen und Plätzen. In diesem Sinn wird zweifellos in den künftigen Geschichtsbüchern der 11. September 2001, der Tag, an dem islamische Selbstmord-Terroristen amerikanische Passagierflugzeuge auf die Türme des New Yorker World Trade Centers und das Pentagon in Washington lenkten, als flammendes Symbol für einen tiefen Bruch in der Geschichte der Nachmoderne stehen. Das Unvorstellbare, das sich in dieser Stunde in den Vereinigten Staaten abspielte, war als Phänomen jedoch nicht neu, und viele Zeichen und Ereignisse in den Jahrzehnten zuvor wiesen bereits auf die einschneidenden Umwälzungen im Zusammenleben der Staaten hin. Der Terror wütete in zahllosen Ländern der Erde. Flugzeugentführungen, Selbstmordattentate, blutige Bürgerkriege, in denen die Mehrzahl der Opfer Zivilisten waren, beherrschten bereits in den siebziger und achtziger Jahren die Schlagzeilen. Der Berliner Politologe Herfried Münkler aber hat das jetzt in seinem Buch "Die neuen Kriege" auf den Nenner gebracht:
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