Das Politische Buch
Archiv | Das Politische Buch | Freitag • 17:45
3.5.2002
Blick in Politische Zeitschriften
Arnulf Baring
Zitate aus: · "Lettre" Heft 56 · "Osteuropa" Nr. 2/2002 · "Geo" Heft 1/2002 · "Europa 2030", Sonderausgabe der Südosteuropa-Gesellschaft
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26.4.2002
Reinhard Urschel
Gerhard Schröder
Günter Müchler
Verriss oder Huldigung: In vielen Fällen lassen sich Bücher, die aktiven politischen Würdenträgern gewidmet sind, in eine der beiden Kategorien eintüten. Je nach Standpunkt des Autors wird der zu Portraitierende entweder furios attackiert - sei es, dass man ihn als Musterbeispiel nicht mehr zu überbietender Erfolgslosigkeit abkanzelt, sei es, daß man ihn zum finsteren Bösewicht stempelt. Oder es werden hemmungslos die Weihrauchfässer geschwenkt.
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19.4.2002
Karl Schlögel
Die Mitte liegt ostwärts
Christoph von Marschall
Das Jahrhundert ging zweimal zu Ende - und die Geschichte hat diese Pointe in einem Zahlendreher versteckt: 9.11. - und 11.9. Am 9. November 1989 fiel in Berlin die Mauer: das Symbol für die jahrzehntelange Teilung des Kontinents und für deren Ende. Am 11. September begann mit dem Terroranschlag auf das World Trade Center in New York eine neue Zeitzählung - heißt es in den vergangenen Monaten zumindest immer wieder. 9.11. und 11.9. Auch Karl Schlögel beginnt sein neues Buch "Die Mitte liegt ostwärts" - eine Sammlung von Essays - mit dem Zahlenspiel. Denn die 14 Essays sind bis auf eines zwischen den beiden Schlüsseldaten erschienen. Altes Material also, neu zusammengestellt? Das ist das Erstaunliche: Ob 1993, 1997 oder 2000 geschrieben: Die wortgewaltigen Texte haben nichts von ihrer Aktualität verloren. Da zeigt sich, wie genau und langfristig der renommierte Osteuropa-Historiker sein Sujet beobachtet. Und das ist nicht der internationale Terrorismus, sondern der Zustand der Mitte unseres Kontinents:
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12.4.2002
Joachim Fest
Der Untergang
Joachim Scholl
"In der Agonie, mit der das Hitlerreich erlosch, schien eine steuernde Kraft am Werk. Sie setzte alles daran, daß seine Herrschaft nicht nur endete, sondern das Land im ganzen buchstäblich unterging. Schon bei seinem Machtantritt und dann immer wieder hatte Hitler erklärt, daß er niemals kapitulieren werde, und zu Beginn des Jahres 1945 seinem Luftwaffenadjutanten Nicolaus von Beelow versichert: 'Wir können untergehen. Aber wir werden eine Welt mitnehmen.'"
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5.4.2002
Blick in politische Zeitschriften
Arnulf Baring
Zitate aus:
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1.4.2002
David Clay Large
Berlin
Wilhelm von Sternburg
So recht geliebt haben die preußisch-deutschen Heroen diese Stadt nie. Bismarck floh in seiner langen Amtszeit wann immer er konnte für Monate auf eines seiner Landgüter, um von dort aus das neue Reich zu regieren. Wilhelm II. traute seinen Untertanen ohnehin nicht so recht über den Weg, vor allem die freche Berliner Schnauze behagte ihm ganz und gar nicht. Wohler als in seiner Hauptstadt fühlte der letzte herrschende Hohenzoller sich auf den unzähligen Reisen, die er in derben Männergesellschaften unternahm. Die Weimarer Republikaner fürchteten die Unberechenbarkeit der Massen einer unruhigen Großstadt, in der sich bald die Radikalen die Köpfe einschlugen. Hitler lebte zwar in seinen architektonischen Wahnträumen für Germaniens Metropole, aber seine Stadt war nicht Berlin sondern München. Der Rheinländer Konrad Adenauer fand immer schon, dass Berlin in Asien liegt, und nie wäre unter seiner Kanzlerschaft Berlin wieder die Hauptstadt der Deutschen geworden.
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29.3.2002
Wolfgang Sofsky
Zeiten des Schreckens
Heribert Seifert
"Auf einer Brücke haben zwei Soldaten einen Mann an Füßen und Händen gepackt, um ihn über das Geländer in die Fluten zu werfen. Ein anderer feuert Geschossgarben in den Fluss, wo sich jemand schreiend über Wasser zu halten versucht. Etwas entfernt schleift der johlende Pöbel einen angekohlten Leichnam die Straße entlang. Auf einem Platz hat eine Menschenmenge eine junge Frau umringt, die sich am Boden zusammenkrümmt. Reihum springt einer hervor, tänzelt heran und hüpft ihr auf dem Brustkorb, um zu erproben, was sie aushält. Zwischen brennenden Gummireifen schauen blutende Köpfe hervor, denen die Ohren abgeschnitten sind. Die Stadt im Hintergrund: eine rotgelb glimmende Trümmerwüste."
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15.3.2002
Gerd Langguth
Mythos 68. Die Gewaltphilosophie von Rudi Dutschke
Ulf Dammann
(Rufe "Ho-Ho-Ho-Tschi-Minh) Rechts neben mir, der Demonstrationszug bewegt sich auf beiden Seiten des Kurfürstendamms Richtung Halensee, rechts neben mir ein Meer roter Fahnen und immer wieder die Losung: "Amis raus aus Vietnam, Schluss mit dem Krieg in Vietnam, Amis raus aus Vietnam". Das sind auch die Sprechchöre, die nun zu beiden Seiten der Fahrbahnen des Kurfürstendamm hier durch die Stadt schallen. (Rufe "Ho-Ho-Ho-Tschi-Minh)
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8.3.2002
Blick in politische Zeitungen
Arnulf Baring
Die neue rot-rote Koalition, die in der deutschen Hauptstadt jetzt regiert, findet in deutschen Zeitschriften breite, kritische Beachtung. Im Februarheft von "Liberal" findet sich ein erboster Zwischenruf zur Berliner SPD/PDS-Koalition des Historikers Rolf-Ulrich Kunze.
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1.3.2002
Hans Christoph Buch
Blut im Schuh
Bernd Wagner
Als Hans Christoph Buch am 27. November 1987 seine beiden Cousinen in Pétionville zu den ersten freien Wahlen von Haiti begleitet, weiß er, dass sie sich in Gefahr begeben. Früh um Vier wurde er durch eine laute Detonation geweckt; durch die Nacht hallten Schüsse, die er nach ihrer Herkunft zu unterscheiden bereits gelernt hat. Der Wahlakt erfolgt ohne Zwischenfälle. Auf dem Rückweg aber beginnt der Alptraum.
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