Das Politische Buch
Archiv | Das Politische Buch | Freitag • 17:45
20.8.2004
Sophie Dannenberg:"Das bleiche Herz der Revolution"
Deutsche Verlagsanstalt, München 2004
Rezensiert von Horst Domdey
Der Roman von Sophie Dannenberg steht quer zu einer Aussöhnung mit '68. Er thematisiert die Revolte aus der Sicht ihrer Opfer. Ein bildstarker Text auf hohem literarischem Niveau, klug und pointiert geschrieben in einer Mischung von Trauer, Nachsicht und Schärfe - ein Lesevergnügen. Und eine Provokation.
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13.8.2004
Otto von Bismarck - Gesammelte Werke
Neue Friedrichsruher Ausgabe
Rezensiert von Johannes Willms
Von der "Neuen Friedrichsruher Ausgabe der Werke Otto von Bismarcks", deren Herausgeber die Creme der traditionellen Bismarck-Philologie repräsentieren, liegt jetzt der erste Band vor. Er enthält soviel neues Material, dass sich eine längst überfällige Revision des bislang akzeptierten Bismarck-Bildes prognostizieren lässt.
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6.8.2004
Blick in politische Zeitschriften
"Dialog", "Gesellschaft Wirtschaft Politik", "Europäische Rundschau", "Ost-West – Europäische Perspektiven"
Von Arnulf Baring
"Schattenseiten der Freiheit. Immer mehr Polen sehen sich als Verlierer des Transformationsprozesses" titelt das deutsch-polnische Magazin "Dialog". Die politischen Zeitschriften beschäftigen sich mit der Situation der neuen EU-Mitgliedstaaten wie Polen und Tschechien und mit Weißrussland, dem "Stiefkind im Osten Europas", wie es in einer Zeitschrift heißt.
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30.7.2004
Wilm Hosenfeld: "Ich versuche jeden zu retten"
Das Leben eines deutschen Offiziers in Briefen und Tagebüchern
Rezensiert von Rainer Blasius
"Der Pianist verdankt ihm sein Leben! Hier sind die Aufzeichnungen seines Retters." - wirbt der Verlag auf dem Cover. Gemeint ist damit der polnisch-jüdische Musiker Wladyslaw Szpilman, dem Roman Polanski mit "Der Pianist" ein Denkmal setzte. Das Militärgeschichtliche Forschungsamt in Potsdam legt nun eine Biografie seines Retters, des deutschen Offiziers Wilm Hosenfeld vor.
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23.7.2004
Ernst Friedrich: "Krieg dem Kriege" - Edlef Köppen: "Heeresbericht"
Zwei Neuauflagen zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg
Rezensiert von Rolf Schneider
Der offizielle Kriegsbeginn jährt sich am 1. August dieses Jahres zum neunzigsten Mal. Der übliche Strom von Buchveröffentlichungen hat eingesetzt. Zu den bemerkenswerteren Angeboten gehören Neuauflagen zweier Titel, die einst, in der Zeit der Republik von Weimar, für Aufsehen und Aufregung sorgten: Edlef Köppens Geschichte des Kriegsfreiwilligen Adolf Reisiger und der Pazifist Ernst Friedrich mit seinem Buch "Krieg dem Kriege".
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16.7.2004
Henric L. Wuermling: "Doppelspiel - Adam von Trott zu Solz im Widerstand gegen Hitler"
Deutsche Verlagsanstalt, München 2004
Rezensiert von Conrad Lay
Adam von Trott zu Solz gehört zumindest in Deutschland zu den weniger bekannten Widerstandskämpfern. Das ist in England und den USA anders: Dort verbindet man vor allem seinen Namen mit dem Widerstand gegen Hitler. Henric L. Wuermeling, Fernsehredakteur beim Bayerischen Rundfunk, hat eine materialreiche, flüssig geschriebene Biografie vorgelegt.
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9.7.2004
Jürgen Busche: "Heldenprüfung - Das verweigerte Erbe des Ersten Weltkriegs"
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2004
Rezensiert von Michael Stürmer
Heldenmut ist erforderlich, ein Buch über Helden zu schreiben, noch dazu Kriegshelden und, schlimmer noch, deutsche. Jürgen Busches Buch mit dem in ironischer Halbdistanz zu sich selbst und dem Publikum formulierten Titel "Heldenprüfung", das sich mit dem Ersten Weltkrieg beschäftigt, entspricht nicht der Political Correctness.
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2.7.2004
Bill Clinton: My Life
Alfred A. Knopf Verlag, New York 2004
Rezensiert von Michael Groth
Eigentlich wollte Bill Clinton zwei Bücher schreiben: über seine Jahre in Arkansas, die schwere Kindheit, die Jugend, die Zeit als Gouverneur. Die acht Jahre in Washington sollten Teil Zwei bilden - der Verlag legte sein Veto ein. Clinton packte alles zusammen. Heraus kam eine Mischung, in der Persönliches dominiert.
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25.6.2004
Blick in politische Zeitschriften
Von Arnulf Baring
Mehrere Magazine fragen nach unserer Zukunft - demographisch, also nach der weiteren Bevölkerungsentwicklung in Deutschland. Das Maiheft von "GEO" präsentiert beispielsweise statistische Zahlen über Frauen, die ein Leben lang kinderlos bleiben.
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18.6.2004
Bernd Eisenfeld, Ilko-Sascha Kowalczuk, Ehrhart Neubert:
"Die verdrängte Revolution - Der Platz des 17. Juni 1953 in der deutschen Geschichte"
Rezensiert von Karl Wilhelm Fricke
Die drei Autoren sind in der Forschungsabteilung der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen tätig. Ihr privilegierter Zugang zu den Hinterlassenschaften der Staatssicherheit tat ihrer Arbeit gut. Das eigentlich Neue ihrer Monographie mit einer spezifischen Sicht auf den "17. Juni" machen wissenschaftlich originäre und politisch tabulose Fragestellungen aus.
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