Das Politische Buch
Archiv | Das Politische Buch | Freitag • 17:45
11.6.2004
Brigitte Seebacher: "Willy Brandt"
Piper Verlag, München, 2004
Rezensiert von Peter Glotz
Eigentlich ist ein neues Buch über Willy Brandt unnötig. Eines aber rechtfertigt den über 400 Seiten dicken Wälzer von Brigitte Seebacher, der dritten Ehefrau Willy Brandts und Historikerin: die Verbindung von "Zeitgenossenschaft und Lebensgemeinschaft", wie sie das selber nennt.
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4.6.2004
Richard A. Clarke: "Against all Enemies - Der Insiderbericht über Amerikas Krieg gegen den Terror"
Hofmann und Campe Verlag, Hamburg 2004
Rezensiert von Reinhard Kreissl
Richard Clarke, der lang gediente Sicherheitsexperte unter mehreren amerikanischen Präsidenten, hatte mit seiner Warnung vor der Bedrohung Amerikas durch El Kaida Recht. Im Konzert der um politische Aufmerksamkeit konkurrierenden Bedrohungsszenarien hat Clarke sich nicht durchgesetzt. Und wie sich jetzt zeigt: Man hätte auf ihn hören sollen.
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28.5.2004
Blick in politische Zeitschriften
Von Arnulf Baring
Der Blick in die politischen Zeitschriften beschäftigt sich diesmal mit der Verfasstheit dieses Landes. Die Autoren konstatieren das "Auslaufmodell Deutschland", erinnern sich wehmütig an das "Deutschland um 1900" oder plädieren für mehr Föderalismus und Eigenverantwortung.
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21.5.2004
Bob Woodward: Plan of Attack - The Road to War
Simon & Schuster
Rezensiert von Michael Groth
Der von dem amerikanischen Journalisten Bob Woodward recherchierte "Angriffsplan" gegen den Irak liest sich wie ein Kriminalroman. Aus der Schlüssellochperspektive bietet der Autor ein Panorama jener Zeit zwischen November 2001 und März 2003 vor Kriegsausbruch. Es bleibt zu hoffen, dass diese gut geschriebene Materialsammlung schnell den Weg auf den deutschen Buchmarkt findet.
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14.5.2004
Frank Schirrmacher: Das Methusalem-Komplott
Blessing Verlag, München 2004
Rezensiert von Joachim Güntner
Dieses Buch verkündet eine tröstliche Botschaft. Wie jeder gute Wanderprediger hat sein Autor, der "FAZ"-Journalist Frank Schirrmacher, allerdings vor den Trost den Schrecken gesetzt. Düstere Szenarien einer vergreisten und rapide schrumpfenden Gesellschaft werden ausgemalt.
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7.5.2004
Sebastian Haffner: Das Leben der Fußgänger - Feuilletons 1933-1938
Carl Hanser Verlag, München 2004
Rezensiert von Joachim Scholl
Der Band "Das Leben der Fußgänger" versammelt Sebastian Haffners frühe Feuilletons. Vor seiner Emigration 1938 nach England, wo er als politischer Publizist reüssierte, schrieb er noch unter seinem richtigen Namen Raimund Pretzel über die Robben im Berliner Zoo, die Modetrends für galante Damen und Herren oder die Segnungen moderner Technik.
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30.4.2004
Paul Nolte: Generation Reform. Jenseits der blockierten Republik
Verlag C. H. Beck, München 2004
Rezensiert von Günther Müchler
Der Autor Paul Nolte, ein jüngerer Geschichtsprofessor von der International University Bremen, hat ein spannendes Werk geschrieben, das man nicht so schnell aus der Hand legt. Womöglich ist "Generation Reform" das wichtigste gesellschaftskritische Buch der letzten Jahre.
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23.4.2004
Christian Schubert: Großbritannien - Insel zwischen den Welten
Die Briten – Europas ewige Außenseiter
Rezensiert von Theo Koll
Für Christian Schubert, der seit Jahren als FAZ-Korrespondent aus London berichtet, ist Großbritannien ein lebender Zwitter, einer, der den Spagat zwischen Europa und Amerika schafft. Er vergleicht ihn mit dem römischen Gott Janus. Der schaute mit seinen zwei Gesichtern auch zugleich in die Zukunft und die Vergangenheit.
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16.4.2004
Richard J. Evans: Das Dritte Reich, Band I: Aufstieg
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2004
Rezensiert von Hans-Ulrich Wehler
Der Verlag preist bereits vollmundig die "epochale Gesamtdarstellung des Dritten Reiches", indem er dieses Etikett dem auf drei Bände geplanten "Meisterwerk" von Richard J. Evans, prominenter Historiker an der Universität Cambridge, verleiht. Bisher liegt aber nur der erste Band über den "Aufstieg" bis 1933/34 vor. Evans wichtigste Zielgruppe: der wenig informierte, aber neugierige englischsprachige Leser. Eine Rezension von Hans-Ulrich Wehler.
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2.4.2004
Blick in politische Zeitschriften
Von Arnulf Baring
Mit dem Wechsel von Schröder zu Müntefering sei die SPD im Umgang mit ihrem Spitzenmann zur Routine der letzten Jahrzehnte zurückgekehrt, meint Karl-Rudolf Korte in "Internationale Politik". Der Blick in die politischen Zeitschriften gilt neben dem Wechsel an der SPD-Spitze der Verfasstheit der Partei in Zeiten des Wandels.
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