Signale
Signale | Sonntag • 12:10
6.3.2005
Nationale Identität: Beim Fußball gerade noch möglich, ansonsten tun sich die Deutschen schwer (Bild: AP)
Nationale Identität: Beim Fußball gerade noch möglich, ansonsten tun sich die Deutschen schwer (Bild: AP)
Das Ringen um nationale Identität
Ein Beitrag des Bevölkerungswissenschaftlers Josef Schmid
Fremdworte, die nicht unmittelbar dem Amerikanischen entstammen, machen stutzig. Den Betriebswirten und Managern wird beigebracht, was "Corporate Identity" ist: das Erscheinungsbild der Firma, geschlossen und eindeutig wie ein Markenzeichen. Was in der Firmenidentität alles aufblitzt an Loyalität und Beitragswillen - kann und soll man das auf die Nation übertragen?
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27.2.2005
Cora Stephan (Bild: Sven Paustian)
Cora Stephan (Bild: Sven Paustian)
Abschied von den Grünen
Sie stellen eine der erfolgreichsten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der letzten fünfundzwanzig Jahre dar - die Grünen, einst als Antiparteienpartei gegründet, gehören zu den geschicktesten Selbstversorgern auf der politischen Ackerkrume. Ihr gesamtgesellschaftlicher Nutzen allerdings ist kaum noch erkennbar. Was von ihnen bleiben wird? Die Verspargelung der Landschaft zugunsten der Windenergie.
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20.2.2005
Schilder der MoMA-Ausstellung (Bild: AP)
Schilder der MoMA-Ausstellung (Bild: AP)
Vergnügen verboten
Die Kunst und die Kritik
Mehrere Monate lang waren während des vergangenen Jahres in Berlin die berühmtesten Bilder des New Yorker Museums of Modern Art ausgestellt, dessen Sammlung als die bedeutendste Dokumentation der Kunst im 20. Jahrhundert gilt. Die Reaktion des Publikums war überwältigend. Aber die deutschen Kunstkritiker blieben unbeeindruckt. Sie versteiften sich darauf, die Ausstellung als eine "Machtdemonstration des amerikanischen Imperialismus" zu entlarven und anzuklagen.
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13.2.2005
Claus Koch (Bild: claus-koch.com)
Claus Koch (Bild: claus-koch.com)
Deutsche Anmaßungen gegen einen ungewissen Herrn Einstein
Eigentlich ist es unverfroren, Albert Einstein zu feiern, wie er in diesen Monaten landauf, landab sich feiern lassen muss. Wer hat überhaupt das Recht, einen Mann zu rühmen, der vom Ruhm und von den Rühmenden so wenig hielt wie er? Einen Mann, dessen Geistestaten von den meisten seiner Lobredner und wissenschaftlichen Zwischenhändler nur oberflächlich oder gar nicht verstanden werden?
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6.2.2005
 Wolfgang Sofsky (Bild: privat)
Wolfgang Sofsky (Bild: privat)
Lob des Vergessens
Das Vergessen steht unter Verdacht. Die offizielle Schuldkultur fordert Gedenken und ein demütiges Gedächtnis. Wer vergisst, mache sich schuldig, lautet der Vorwurf besorgter Erinnerungspolitik. Vergesslichkeit ebne dem Unheil den Weg, nur aus der Geschichte lernten die Zeitgenossen die rechte Einstellung wider das Böse. Dieser Drang nach moralischer Verbesserung des deutschen Nationalcharakters ist so blind wie naiv. Grundlegend verkennt er Nutzen und Nachteil des Vergessens für das persönliche und gesellschaftliche Leben.
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30.1.2005
Richard Herzinger (Bild: DIE ZEIT)
Richard Herzinger (Bild: DIE ZEIT)
Rechtsextremistische Bedrohung NPD
Was tun?
Wie ahnunglos müssen demokratische Politiker eigentlich sein, wenn sie aus allen Wolken fallen, weil eine Partei im Landtag genau die Parolen verbreitet, für die sie mit 9,2 Prozent der Stimmen gewählt wurde? Das Entsetzen darüber illustriert im Grunde nur, wie hartnäckig die vereinigten Demokraten die Gefahr verdrängt hatten.
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