Signale
Archiv | Signale | Sonntag • 12:10
23.1.2005
Familie und deutsches Selbstbewusstsein
Von Cora Stephan
Die Deutschen sind an der Weltspitze, was die niedrige Geburtenrate betrifft. Im Westen ist das schon länger so - und an kaum etwas haben sich die Frauen im Osten nach der Wende so schnell angepasst wie an die Neigung zur Kinderlosigkeit der Westfrauen. Das Thema ist also nicht neu und auch nicht, dass Politiker alle Jahre wieder die Unlust an der Fortpflanzung zum Wahlkampfthema machen und so tun, als ob die Lust auf Kinder von irgendeiner "Maßnahme" abhänge.
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16.1.2005
Lehren aus der Tsunami-Woge
Unzulängliche Katastrophen-Hilfe und Spenden-Illusionen
Von Hans Christoph Buch
"Das Unzulängliche / Hier wird's Ereignis; / Das Unbeschreibliche / Hier ist's getan" heißt es im Schlusschor von Goethes 'Faust', und diese Verse gewinnen eine vom Autor nicht beabsichtigte Aktualität beim Blick auf die jüngste Flutkatastrophe im Indischen Ozean. Das "Unbeschreibliche" war die Tsunami-Woge selbst, die innerhalb weniger Minuten abertausende Touristen und Einheimische in den Tod riss und alles, was diese mühsam dem Meer abgerungen hatten.
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9.1.2005
Vor dem Notstand?
Von Wolfgang Sofsky
Neue Gefahren verleiten zu robusten Maßnahmen. Im globalen Terrorkrieg verschärfen viele Staaten die Sicherheitsvorkehrungen. Dies erregt unter selbsternannten Rechtshütern alte Befürchtungen. Schon harmlose Pläne lösen prompte Alarmrufe aus. Eine neue Identitätskarte, langwierige Flughafenkontrollen, die Vernetzung der Ermittlungen - und wieder einmal wittert man das nahe Ende der Demokratie.
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2.1.2005
Neues Jahr, neue Wünsche, neue Hoffnungen
Von Uwe Wesel
Wünsche für 2005? Ich habe drei. Erstens, dass nicht immer diese komischen Blumensträuße im Fernsehen überreicht werden, wenn Politiker gewählt worden sind oder Sänger gesungen haben. Ich wünsche mir zweitens, dass Politiker ab und zu mal die Wahrheit sagen. Der letzte Wunsch: Man soll die Fehler nicht immer nur bei den Politikern suchen.
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1.1.2005
Nach der großen Flut
Ein Offenbarungseid der westlichen Zivilisation
Von Claus Koch
Der elfte September hat sich der Zeitgenossenschaft als Alarmruf in ein neues eisernes Zeitalter eingebrannt. Nach dem Signal folgte das, was folgen sollte, ja mehr, als die abgefeimteste Kalkulation voraussehen konnte. Nun fügt sich zum Jahrhundert-Datum ein zweites: Der 26. Dezember. Der Tag wird auf lange Zeit nicht vergessen werden, weil er einen weiteren Offenbarungseid der westlichen Zivilisation erzwungen hat.
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26.12.2004
Abendländischer Konsum im Dezember
Von Josef Schmid
Ein Blick in die Buchläden zeigt uns viele gute Bücher zur schlechten Wirtschaftslage. Es werden etliche davon unterm Weihnachtsbaum gelegen haben. Das Staatsvolk versteht auch immer mehr von der Materie und ihren Zusammenhängen. Das ist auch nötig, um das Auf und Ab der Ökonomie zu verstehen und seine widersprüchlichen Deutungen.
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25.12.2004
Geschenke, Geschenke
Nur was von Herzen kommt, ist Geschenk
Von Michael Stürmer
Sie brauchen nur noch zwei Tage zu warten, dann können Sie alle unerwünschten Geschenke zurückgeben oder umtauschen. Vorausgesetzt allerdings, dass der Geber auch die Güte hatte, den Kassenzettel gleich mitzuliefern. Andernfalls muss, was nicht gefällt, unter Versicherungen großer Dankbarkeit ins Recycling der unerwünschten Liebesgaben eingeführt werden. Dort kehrt es wieder an seinen Ursprung zurück.
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19.12.2004
Die Welt mit den Augen des Anderen sehen
Von Reinhard Kreissl
Was wurde eigentlich aus der Gerechtigkeit? Es ist still geworden um diesen schönen Begriff, der in vorweihnachtlichen Zeiten oft Thema erbaulicher Reden war. Wer erinnert sich noch an Diskussionen über soziale oder Verteilungsgerechtigkeit, an die Zeiten, in denen Gerechtigkeit als regulative Idee bei politischen Auseinandersetzungen zumindest rhetorisch ihr segensreiches Wirken entfaltete?
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12.12.2004
Doch die Verhältnisse, die sind nicht so
Von Eva Demski
Es heißt: Die Deutschen sind verschuldet. Aber auch: Die Deutschen sind Sparbillionäre. Die Deutschen konsumieren zu viel, und zwar auf Pump. Es gibt eine neue Armut. Es gibt einen breiten Reichtum. Ja, was denn nun? Und wie sehen eigentlich die Verhältnisse aus, über die angeblich gelebt wird?
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5.12.2004
Der Zukunft zugewandt?
Über Patriotismus, Leitkultur und Ethik
Von Cora Stephan
Vielleicht haben wir das ja verdient, was uns der Spiegel letztens verunsichert berichtete: Dass sich deutsche Mädels Mieze nennen und "bin nicht mehr fremd in meinem Land" trällern, das deutsche Maler wieder blonde deutsche Knaben malen und deutsche Politiker "Wir lieben unser Land" stammeln. Für die Jugend jedenfalls gilt, dass man sich schließlich von irgendetwas abgrenzen muss, und was tut man schon gegen eine Multikulti-Kultur, die vor kurzem noch "Halt's Maul, Deutschland" bellte oder "Ausländer, lasst uns mit diesen Deutschen nicht allein" flehte? Eben.
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