Signale
Archiv | Signale | Sonntag • 12:10
29.9.2002
Amtseid ohne Demut.
Die vergessenen Rituale zur Macht
Wolfgang Sofsky
Heutige Präsidenten, Kanzler oder Minister sind von solch populärer Drangsal befreit. Sie werden gewählt, vereidigt und ernannt.
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22.9.2002
Verblasste Mythen: Heimat und Nation
Günter Kunert
Heimat und Nation sind nicht deckungsgleich. Die Nation ist ein Mythos, durch Symbole sich kundtuend, deren Relativität den Deutschen desöfteren hätte aufstoßen müssen. Hingegen stellt Heimat, die wirkliche Heimat, etwas höchst reales dar, und darum erweist sich der Verlust von Heimat als schmerzhafter Vorgang, als eine Art psychischer Amputationen.
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15.9.2002
Der Kanzler auf dem deutschen Holzweg
Cora Stephan
Bleibt Gerhard Schröder Kanzler? Eine Woche vor den Bundestagswahlen schmilzt der Vorsprung seines Herausforderers dahin. Sicherlich nicht, weil die rotgrüne Regierung urplötzlich bessere Wirtschaftsdaten vorlegen oder ein solides Reformkonzept vorweisen könnte.
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8.9.2002
Am Ende machtlos oder: Wie wollen wir leben?
Reinhard Kreissl
Die Politik scheint sich von den großen Fragen verabschiedet zu haben. Kontroversen über unterschiedliche gesellschaftspolitische Vorstellungen flammen nirgends mehr auf. Wie harmlos alles ist, zeigt sich bereits daran, dass von keiner Seite ein Angstwahlkampf geführt wird. Keine Slogans mehr vom Typ Freiheit oder Sozialismus, in denen noch die erlöschende Glut altehrwürdiger Sozialutopien durchschimmerte. Keiner wagt mehr den großen Wurf, geworfen wird bestenfalls mit Zahlen, deren Glaubwürdigkeit dann von der Gegenseite bezweifelt wird.
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1.9.2002
Das Ende des 'Radical Chic’
Michael Stürmer
. Die Grünen haben alles Spielerische verloren, die Damen stricken noch nicht einmal mehr, sondern fahren mit dem Dienstwagen vor und sorgen sich um Abgeordneten- und Ministerpensionen.
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25.8.2002
Popstars von morgen oder: Unsere Kinder und der herrschende Stellenmarkt
Wilhelm Genazino
Denn 16 der 28 Kinder, mehr als die Hälfte, sagten klipp und klar, dass sie Popstars werden wollten, und zwar so schnell wie möglich, am besten Sänger oder Sängerin.
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18.8.2002
Der Bellheim-Effekt
Cora Stephan
Eben noch konnte sie nichts erschüttern, die 'Golden Boys and Girls' der IT-Generation - und heute ziehen sie wieder bei Mutti ein, kassieren Arbeitslosengeld und wundern sich. Auf den Kommandohöhen der Wirtschaft aber thronen frisch abgestaubte Pensionäre, als ob 70 der beste Zeitpunkt für den Beginn einer neuen Laufbahn sei. Der Sieg der alten Säcke über die jungen Talente scheint komplett. Er wird als Bellheim-Effekt in die Geschichte eingehen.
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11.8.2002
Der Staat und das Leben. Vom neuen anthropologischen Totalitarismus
Wolfgang Sofsky
Das wichtigste Privileg politischer Macht war lange Zeit das Recht über den Tod. Im Notfall verkündete der Souverän den Ausnahmezustand und setzte alle Gesetze außer Kraft, die er selbst erlassen hatte. Gegen den äußeren Feind schickte er seine Krieger ins Feld. Die inneren Feinde, die Aufrührer und Attentäter, bestrafte er mit drakonischen Martern. Und gegen seinen Erzrivalen, den Mörder, der ihm das Tötungsmonopol streitig machte, entsandte er den Henker mit Schwert, Strang oder Spritze.
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4.8.2002
Architekturen - Der Mensch als Störfaktor
Eva Demski
Sie ist die einzige Kunst, der man nicht entrinnen kann. Wenn sie denn eine ist und nicht längst ein Schrecken, der lediglich durch die arroganten Schönfärbereien der Fachleute mit Glanz versehen wird.
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28.7.2002
Armer Scharnhorst, reiches Land
Michael Stürmer
Der eine rettete Berlin vor der Eroberung durch fremde Truppen, der andere gab dem Land eine Bürgerarmee und trug entscheidend dazu bei, dass das fremde Imperium zusammenbrach. Der eine hieß Bülow von Dennewitz, der andere Scharnhorst.
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