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13.9.2004
Ein schwieriger Fall
Alltag in russischen Gerichten (1)
Von Boris Schumatsky

Zu Sowjetzeiten hatten Tschetschenen einen guten Ruf in der Union. Sie galten als harte Arbeiter, die sich bei der Ölförderung im Polarkreis oder auf großstädtischen Baustellen ihr Einkommen sicherten. Viele bekleideten hohe Posten in Wissenschaft und Politik. Noch der erste Parlamentspräsident im postsowjetischen Russland war Tschetschene. Nach der Anschlagserie der letzten Jahre gelten Tschetschenen heute in Russland als Terroristen und Banditen.

Auch darum ging es vor einem Moskauer Gericht, als dort über eine Prügelei und Messerstecherei zwischen einem russischen Skinhead und einen Tschetschenen verhandelt wurde.

Weiteres Thema: "Rausgeputzt für die Presse - Besuch bei einer russischen Panzerdivision" von Hermann Krause

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