WeltZeit
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21.9.2004
Trügerischer Frieden
In Mazedonien drohen neue Unruhen
Von Christoph Wöß

Ohrid am gleichnamigen See - in ganz Mazedonien findet man keinen friedvolleren Ort. Hier springen die Jugendlichen ins tiefblaue Wasser, von hier kommt die Delikatesse des Landes, die Ohrid-Forelle. In diesem Idyll wurde der albanischen Minderheit vor drei Jahren mehr Rechte eingeräumt. Für die slawische Mehrheit symbolisiert Ohrid jedoch seither den Verlust ihrer Identität.

Jetzt wollen die ethnischen Mazedonier die Minderheitenrechte kippen, was die Albaner kampfbereit stimmt. Die europäischen Polizisten im Land üben sich derweil in Zweckoptimismus. Und auch von der Kirche ist kein Trost zu erwarten. Die ist selber zutiefst zerstritten - Zankapfel ist ausgerechnet das Erzbistum von Ohrid.

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