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9.11.2004
Endlich leben
Junge Leute in Sarajevo
Von Mirko Schwanitz

Die rekonstruierte Brücke von Mostar ist zum Wiederaufbau-Symbol geworden (Bild: AP)
Die rekonstruierte Brücke von Mostar ist zum Wiederaufbau-Symbol geworden (Bild: AP)
Die bosnische Hölle, so ein beliebter Witz aus Sarajevo, ist die Schönste von allen: Entweder ist das Feuer verloschen oder der Folterknecht hat verschlafen und alle sind auf einem Fest. Heute versuchen junge Erwachsene die Traumata, die sie als Kinder im Bosnien Krieg erlitten haben, zu überwinden: Über zwei Millionen Granaten schossen die Serben in ihre Stadt. Kinder und Jugendliche litten besonders unter der Belagerung, lebten sie doch jahrelang weitgehend in unterirdischen Schutzräumen.

Heute bauen sie als junge Erwachsene im bosnischen Chaos ihr Leben neu auf. Woanders hingehen wollen viele inzwischen nicht mehr. Denn nirgends, sagen sie, kann man so leicht Neues schaffen wie in ihrer Stadt.

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