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29.11.2004
Der Traum von Bruder Oberst
Libyen wird vom Paria zum Partner
Von Reinhard Baumgarten

Libyens Staatschef Mummar el Gaddafi empfängt Bundeskanzler Gerhard Schröder bei dessen Ankunft in Tripolis am 14.10.2004 (Bild: AP)
Libyens Staatschef Mummar el Gaddafi empfängt Bundeskanzler Gerhard Schröder bei dessen Ankunft in Tripolis am 14.10.2004 (Bild: AP)
Muammar El Gaddafi bekleidet kein Staatsamt. Er ist weder Präsident noch Regierungschef. Aber er allein hat das Sagen im Land, dessen Geschicke er seit 1969 lenkt. Seine politischen Kurswechsel sind legendär: Gaddafi begann als panarabischer Nationalist, gab sich dann als anti-imperialistischer Freiheitskämpfer, galt nach dem Anschlag auf eine Boeing über den schottischen Lockerbie im Westen als Terroristenführer, träumte anschließend von einer Afrikanischen Union, bevor er vor kurzem einen neuen Schwenk vollzog.

Jetzt öffnet sich Libyen dem Westen, empfängt Politiker wie Tony Blair und Gerhard Schröder, die seine Einladung auch gerne annehmen. Schließlich sitzt der Wüstenstaat auf Rohöl bester Qualität.

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