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2.12.2004
Menetekel Bhopal
Vor 20 Jahren starben Tausende Inder bei einem Giftgasunfall
Von Christoph Heinzle

Greenpeace-Aktivisten erinnern an die Opfer der Giftgas-Katastrophe in Bhopal (Bild: AP Archiv)
Greenpeace-Aktivisten erinnern an die Opfer der Giftgas-Katastrophe in Bhopal (Bild: AP Archiv)
Vor 20 Jahren ereignete sich eines der folgenschwersten Industrieunglücke der Geschichte. In der Nacht zum 3. Dezember 1984 entwichen in der indischen Stadt Bhopal 27 Tonnen des tödlichen Gases Methylisozyanid aus einer stillgelegten Pestizidfabrik des amerikanischen Konzerns Union Carbide. Bis zu 20.000 Menschen starben bis heute an den Folgen, etwa 120.000 leiden an Blindheit, Atembeschwerden und anderen Folgeerkrankungen.

Noch heute vergiften Reste der Fabrik die Umwelt in Bhopal. Daran trägt nicht nur Union Carbide die Schuld, sondern auch die indischen Behörden.

Weiteres Thema: "Patente auf eine Göttin? - Indien kämpft um sein Grundnahrungsmittel Reis" von Jürgen Hanefeld
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