WeltZeit
Archiv | WeltZeit | Montag - Donnerstag • 18:05
5.10.2004
Rückwärts in die Zukunft
Bildungsnotstand in der arabischen Welt
Von Reinhard Baumgarten
Gegenwärtig reden viele in Europa und Amerika von Reformen in der arabischen Welt, von Demokratie und Mitbestimmung. Von außen werden sich Reformen und Wandel kaum ins Werk setzen lassen. Der Wandel muss von innen kommen. Aber dazu bedarf es einer Bevölkerung, die über ein Mindestmaß an politischem Bewusstsein und an Bildung verfügt. Doch um die Bildung in den arabischen Ländern steht es nicht gut.
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4.10.2004
Reifeprüfung
Die Türkei und die Europäische Union
Von Jörg Pfuhl
Am 6. Oktober gibt die Europäische Kommission eine Empfehlung ab, auf deren Grundlage die Staats- und Regierungschefs der EU Mitte Dezember entscheiden, ob mit der Türkei Beitrittsverhandlungen aufgenommen werden. "Zu groß, zu arm, zu anders", sagen viele in der EU: Europa werde den Riesenbrocken Türkei nicht verkraften können.
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30.9.2004
Eine Medizin, die krank macht
Die Opium-Abhängigen in Afghanistan
Von Peter Böhm
In diesem Jahr hat in Afghanistan mehr Schlafmohn geblüht als je zuvor. Das Opium, das daraus hergestellt wird, geht nicht nur in den Export; auch viele Afghanen sind abhängig. In der kargen Pamir-Provinz Badakhshan nimmt jeder Zehnte Drogen. Traditionell gilt Opium im ländlichen Afghanistan als Schmerzmittel. Es gibt nur wenige Entzugskliniken im Land, eine davon in Feisabad, wo Soldaten der Bundeswehr stationiert sind.
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29.9.2004
Versöhnung am Ort des Verbrechens
Marzabotto
Von Jörg Seisselberg
Marzabotto - der Name der Apennin-Gemeinde in der Nähe Bolognas steht für das schlimmste Kriegsverbrechen der Nationalsozialisten in Italien. Vor 60 Jahren, zwischen dem 29. September und dem 1. Oktober 1944, zerstörten Einheiten der SS und der Wehrmacht den gesamten Landstrich und töteten bei der Aktion, die angeblich gegen Partisanen gerichtet war, über 800 Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder.
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28.9.2004
Ein Mann will nach ganz oben
Nicolas Sarkozy möchte Chirac beerben
Von Christoph Heinemann
Der Mann ist 49 Jahre alt und gilt als Enfant terrible der französischen Politik: Nicolas Sarkozy, einst Innenminister, jetzt Wirtschafts- und Finanzminister, will sich in diesem Herbst zum Parteivorsitzenden der bürgerlichen Sammlungsbewegung UMP wählen lassen. Er hat allerdings schon mehrfach angekündigt, dass er nach dem höchsten Amt strebt, dem des Staatspräsidenten.
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27.9.2004
Die Rückkehr der Prärie
Die Kornkammer Amerikas trocknet aus
Von Artur Landwehr
Seit fünf Jahren schon regnet es viel zu wenig im Mittleren Westen der USA. Farmer legen erste Flächen still und Rancher verkaufen ihre Tiere, weil Wasser und Heu mehr kosten, als ihr Hof abwirft. Die Staubstürme während der 30er Jahre stürzten Hunderttausende Farmer ins Elend. Sie lösten einen Exodus aus, den John Steinbeck in "Früchte des Zorns" beschrieben hat. Solche Stürme blieben bisher noch aus, weil man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat.
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23.9.2004
Drei Monate für einen Neuanfang
Kindersoldaten lernen ziviles Leben
Von Rüdiger Maack
Seit knapp einem Jahr ist der Krieg in Liberia zu Ende. Mehr als die Hälfte der bewaffneten Kämpfer in Liberia waren Kinder und Jugendliche. In keinem Konflikt wurden mehr Kindersoldaten eingesetzt als hier. Jetzt werden die Kriegsparteien entwaffnet und zigtausende Ex-Kämpfer versuchen, in ein ziviles Leben zurückzukehren. Drei Monate bleiben die Kinder in Heimen - danach sollen sie zu ihren Familien gehen. Ein Experiment mit offenem Ausgang.
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22.9.2004
Die Schatten des Ararat
Die Kaukasusrepublik Armenien
Von Hermann Krause
Als Armenien und Aserbeidschan vor zehn Jahren um die Enklave Berg Karabach Krieg führten, waren die beiden Kaukasusrepubliken überall in den Schlagzeilen. Der Weg aus der Krise wird weniger aufmerksam beobachtet. Armenien ist eine Republik mit einer schweren Hypothek. Völkermord, wirtschaftlicher Niedergang und ein schweres Erdbeben mit etwa 40.000 Toten sind die Erben der Vergangenheit.
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21.9.2004
Trügerischer Frieden
In Mazedonien drohen neue Unruhen
Von Christoph Wöß
Ohrid am gleichnamigen See - in ganz Mazedonien findet man keinen friedvolleren Ort. Hier springen die Jugendlichen ins tiefblaue Wasser, von hier kommt die Delikatesse des Landes, die Ohrid-Forelle. In diesem Idyll wurde der albanischen Minderheit vor drei Jahren mehr Rechte eingeräumt. Für die slawische Mehrheit symbolisiert Ohrid jedoch seither den Verlust ihrer Identität.
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20.9.2004
Schuhe zum Kilopreis und der Traum von der EU
Eindrücke aus Albanien
Von Susanne Glass
Europas Armenhaus 13 Jahre nach der Wende: Die Daten sehen gut aus - geringe Inflation, Wirtschaftswachstum, die Privatisierung ehemaliger Staatsbetriebe weitgehend abgeschlossen. Und doch ist die Bilanz zwiespältig: Nach wie vor kommt ein großer Teil des Geldes aus dem Ausland. Investoren scheuen das Land, weil ihnen Rechtssicherheit fehlt und eine überbordende Bürokratie die Durchführung von Vorhaben hemmt.
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