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11.1.2005
"Apokalypse Wow!"
Die Wissenschaftsthriller des 21. Jahrhunderts erzählen vom Ende der Menschheit
Von Kolja Mensing

Filmszene aus "The Day after Tomorrow" von Roland Emmerich (Bild: AP)
Filmszene aus "The Day after Tomorrow" von Roland Emmerich (Bild: AP)
Wale greifen Fischerboote an, giftige Quallen treiben auf die Küsten zu, und als eine Flutwelle weite Teile Nordeuropas überspült, ist das noch nicht einmal der Anfang: In dem Bestseller "Der Schwarm" holt die Natur zu einem massiven Vergeltungsschlag gegen die Menschheit aus.

300.000 Exemplare von Frank Schätzings Thriller haben sich bisher verkauft, ein Großteil davon, während Dennis Quaid in "The Day After Tomorrow" vor vollbesetzten Kinosälen den Anbruch einer neuen Eiszeit verkündete. Land unter in Skandinavien, New York im ewigen Winter: Das ist die neue Lust an der Apokalypse.

Amerikanische Schriftsteller wie Michael Crichton haben das Genre des Wissenschaftsthrillers bekannt gemacht. In Deutschland verbindet es sich mit Namen wie Andreas Eschbach und neuerdings Frank Schätzing.

Die Klimakatastrophe ist nur einer der "special effects" in den sorgfältig recherchierten Romanen. Es geht um außer Kontrolle geratene Experimente mit Stammzellen, um Menschen, die zu Maschinen werden, und Maschinen, die sich allzu menschlich aufführen: Die diffusen Ängste, die sich mit der Genforschung oder der Nanotechnik verbinden, schlagen sich in filmreifen Horrorszenarios nieder.

Während die Wissenschaftler die Welt von Morgen schaffen, erzählen die Autoren der Wissenschaftsthriller bereits vom Tag danach.

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