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25.1.2005
"Americano"
Neue Literatur von der Tex-Mex Grenze
Vorgestellt von Maximilian Preisler

Vom Osten bis in den Westen, von Staatsgrenze zu Staatsgrenze, erstreckt sich Texas über 2842 Meilen. Aber nirgends ist eine größere kulturelle Vielfalt zu finden als im Süden des Staates. Die Latinos von jenseits des Rio Grande haben die kräftigen Farben Mexikos mitgebracht und etwas Neues geschaffen. Nicht nur in der Musik, wo die hellen Klänge der Mariachi Trompeten auf die melancholischen Töne der Country Steel Guitar treffen.

Das Aufeinanderprallen der Kulturen in der Grenzregion ist auch zum Gewinn für die Schriftsteller geworden. Sie thematisieren die Erfahrungen der jobsuchenden Immigranten, die sich zu stolzen "Americanos" entwickeln möchten. Dagoberto Gilb, der Meister der texanischen Short Stories, folgt den verschlungenen Wegen seiner Tex-Mex Helden bis in die Absteigen von El Paso und Laredo und findet selbst dort eine überbordende Üppigkeit.

Oscar Casares ist in jene Stadt zurückgekehrt, die im Titel seines Erstlingswerks bereits genannt wird, "Brownsville Stories", Sandra Cisneros erinnert sich in ihrem jüngsten Roman "Caramelo" an die chaotischen Urlaubsfahrten mit der Familie, quer durch Texas bis nach Mexico City.

Maximilian Preisler fuhr in den "lone star state" und traf Schriftsteller und Musiker.
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