WortSpiel - WerkStatt
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12.12.2004
"Diese unstillbare Wut"
Die Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek
Von Carola Wiemers und Michael Opitz
Die Verleihung des Literaturnobelpreises 2004 an die Österreicherin Elfriede Jelinek hat erneut bewiesen, was keines Beweises bedurfte: die Autorin polarisiert. Ihre Literatur ist unbequem, verstörend und irritierend, denn mit einer unglaublichen Radikalität entzaubert Elfriede Jelinek Idyllen, lässt sie Beschönigungen nicht zu und zerrt das in der Geschichte Vergessene, Geleugnete und Verschwiegene hervor.
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7.12.2004
"Wie gefährlich sind Geschichten?"
Literatur, Zensur und der Staat am Beispiel Indonesien
Von Margarete Blümel
Zweiunddreißig Jahre lang wurde in Indonesien jeder, der sich kritisch zu Wort meldete, verhaftet, verfolgt und diskriminiert. Erst seit 1998, nach dem Sturz General Suhartos, finden gesellschaftspolitische Themen wieder Eingang in Indonesiens Literatur. Einige junge Autoren schreiben inzwischen sogar über Tabus wie vorehelichen Sex, Homosexualität und das explosive Verhältnis zwischen Christen und Muslimen.
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30.11.2004
"Was passiert morgen"
Poesie im 3. Jahrtausend (I)
Dieses WortSpiel widmet sich der Zukunft der ältesten literarischen Gattung. Das Treffen in Tutzing veranstalten DeutschlandRadio Berlin und das ZDF-Nachtstudio erstmals in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie in Tutzing. Robert Gernhardt, Thomas Rosenlöcher, Jan Wagner und Kurt Drawert diskutieren über die Wege der Poesie.
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28.11.2004
"Georg Forster, Weltumsegler"
Zum 250. Geburtstag des Revolutionärs, Tagebuchautors und Naturforschers
Von Holger Teschke
"Reise um die Welt" ist zu einem Klassiker geworden, der nach seinem Erscheinen (1777) in ganz Europa Begeisterung auslöste und den jungen Wissenschaftler für kurze Zeit zu einer internationalen Berühmtheit machte, die an den europäischen Höfen und Universitäten gefeiert wurde. Seine Aufzeichnungen und Illustrationen haben der Sehnsucht nach einer besseren und gerechteren Welt in den Weiten des Pazifik immer wieder Auftrieb gegeben.
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23.11.2004
Prager Begegnungen
Volker Braun und Ivan Binar
Moderation: Sigried Wesener
Im Goetheinstitut Prag trifft Volker Braun bei der deutsch-tschechischen Literaturbegegnung auf Ivan Binar, der in seinen Büchern hinter die scheinbar wohlgeordneten Kulissen der Gesellschaft blickt und wegen seiner Kritik an der sowjetischen Okkupation ein Jahr im Gefängnis war. Die Prager Begegnungen veranstaltet Deutschlandradio Berlin gemeinsam mit dem Prager Goethe-Institut.
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21.11.2004
"Irre Texte"
Schreiben und Schizophrenie
Eine Sendung von Edith Ottschofski
Der in seinen Wahnvorstellungen verstrickte Schizophrene scheint in einer metaphorischen, sinnbildlichen Welt zu leben. Im Schreiben fanden viele einen Ausdruck für ihre Erlebnisse und entwickelten ein besonderes Verhältnis zur Sprache. Wortneubildungen bis hin zu einer Art Privatsprache sind so entstanden.
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16.11.2004
"Vampire reisen ohne Karies"
Auf den Spuren von Graf Dracula
Eine literarische Reise zu den Schauplätzen von Gerd Brendel
Am Anfang von Anne Rice' "Interview mit einem Vampir" lädt ein Enkel Draculas einen Journalisten zum Interview; am Ende wird der Reporter selbst zum Vampir. 200 Jahre nach Beginn ihrer literarischen Karriere haben Vampire nichts von ihrer Anziehungskraft eingebüßt: Die spitzen Schneidezähne stoßen ab und faszinieren zugleich.
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14.11.2004
"12. Open Mike 2004"
Wettbewerb junger deutschsprachiger Literatur
Von Lutz Bunk
Der "Open Mike" gilt inzwischen als der wichtigste Literaturwettbewerb für Nachwuchsautoren in Deutschland. Die Idee dafür kommt aus den USA. Zum 12. Mal wurde er am 6. und 7. November 2004 von der literaturWerkstatt Berlin veranstaltet. WerkStatt-Autor Lutz Bunk war beim Wettlesen dabei.
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9.11.2004
"Hase, Igel, Enzensberger"
Hans Magnus Enzensberger wird 75
Von Helmut Böttiger
Hans Magnus Enzensberger und die Geschichte der Bundesrepublik sind ohne einander undenkbar. Man kann sogar feststellen, dass die Bundesrepublik ein bisschen so geworden ist wie er. Ironie und häufige Positionswechsel sind allemal besser als ein Melodram. Das Feuilleton, wie es sich heute in Deutschland darstellt, ist von Enzensberger erfunden worden - das Feature zu seinem 75. Geburtstag liefert für diese These den Beweis.
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26.10.2004
Aus dem Verkehr gezogen
Literarische Zensur auf dem Prüfstand
Eine Sendung von Sven Ahnert
Im Spannungsfeld von Dieter Bohlen und Maxim Biller ist literarische Zensur nicht mehr ausschließlich Sache des Staatsanwaltes. Anstößiges gibt's unszensiert im Internet, obszöne Texte und Bilder sind Teil des öffentlichen Lebens geworden. Literarische Zensur ist inzwischen Gegenstand zivilrechtlicher Rechtsprechung geworden. Prominentestes Beispiel ist der Fall des Schriftstellers Alban Nikolai Herbst. Sein Roman "Meere" ist auf Grund einer Einstweilligen Verfügung seiner ehemaligen Lebensgefährtin verboten worden.
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