Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Argentinien: Zehntausende gehen gegen Kirchner auf die Straße

Proteste gegen Korruption, Inflation und Kriminalität

Die Menschen in Argentinien protestieren unter anderem gegen Korruption. (picture alliance / dpa / David Fernandez)
Die Menschen in Argentinien protestieren unter anderem gegen Korruption. (picture alliance / dpa / David Fernandez)

In Argentinien haben mehrere Zehntausend Menschen landesweit gegen die Politik von Präsidentin Cristina Kirchner demonstriert. Der Protest war über die sozialen Netzwerke Facebook und Twitter organisiert worden.

Vor allem in den Großstädten gingen die Menschen auf die Straßen und klapperten mit Kochtöpfen. Mit dem Lärm protestierten sie gegen die Korruption und die zunehmende Kriminalität, wie die Tageszeitung «La Nación» berichtete.

Die Demonstranten wandten sich aber auch gegen die zunehmende Inflation, die nach offiziellen Angaben bei zehn Prozent liegt – es gibt aber auch Schätzungen von unabhängigen Experten, die sie auf 20 bis 30 Prozent beziffern.

"Basta Cristina"

In der Hauptstadt Buenos Aires zogen viele Menschen vor den Präsidentenpalast. Auf Transparenten standen Parolen wie «Basta Cristina» und «Kirchner, das geraubte Jahrzehnt». Von 2003 bis 2007 war der inzwischen gestorbene Néstor Kirchner Präsident. Auf ihn folgte seine Ehefrau Cristina, die 2011 wiedergewählt wurde.

Die Popularität Cristina Kirchners war zuletzt deutlich gesunken. Der Grund: Korruptionsskandale bei Regierungsmitgliedern und Versuche, die Aufklärung zu verhindern. Kritisiert werden insbesondere schleppende Ermittlungen gegen Vizepräsident Amado Boudou – ihm wird Vorteilsgewährung im Amt vorgeworfen.

Mehr auf dradio.de:

Aufarbeitung der dunklen Vergangenheit - Argentiniens Justiz und die Militärdiktatur
Referendum um Zugehörigkeit auf britischen Falklandinseln - Wille der Inselbewohner spielt für Argentinien keine Rolle
Kontroverse um argentinisch-iranische Wahrheitskommission - Argentinien will mit dem Iran das Bombenattentat auf ein jüdisches Zentrum in Buenos Aires aufklären
Staatliches Öl soll nun Argentiniens Wirtschaft schmieren - Argentiniens umstrittene Nationalisierung des Ölkonzerns YPF
Zankapfel Malwinen - Argentinien 30 Jahre nach dem Falklandkrieg

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:15 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 20:05 Uhr Freistil

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 20:03 Uhr Konzert

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 20:00 Uhr Festival

Aus unseren drei Programmen

Albert Speer und seine HelferMär vom unpolitischen Technokraten

Projektionen historischer Dokumente sind in Nürnberg während der Ausstellung "Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit" im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zu sehen. (dpa / Daniel Karmann)

Albert Speer war der Lieblingsarchitekt Hitlers. Er wurde als Kriegsverbrecher verurteilt und ließ nach seiner Entlassung 1966 nichts unversucht, sich als unpolitischen Technokraten zu präsentieren, der verführt worden sei. Diese Legende wurde gern geglaubt – und inzwischen widerlegt.

FDP-ParteitagJa mit Aber zur doppelten Staatsbürgerschaft

FDP-Parteitag am 28. April 2017 in Berlin: Parteichef Christian Lindner hält eine Rede. (AFP / Tobias Schwarz)

Diskussionen um den Doppelpass haben das Potenzial für hitzige innerparteiliche Kontroversen. So auch auf dem Berliner Parteitag der FDP. Unsere Autorin war dabei und fasst die Beratungen über das Wahlprogramm der Liberalen zusammen.

Wavepool statt MeerAuf der Suche nach der perfekten Welle

Der Amerikaner Kelly Slater beim Wellenreiten in Brasilien. (imago/WSL)

Wellenreiten liegt im Trend. Bei den olympischen Spielen 2020 wird die Sportart deshalb erstmals vertreten sein. Weil viele Surfbegeisterte für die perfekte Welle nicht mehr so weit reisen wollen, ist ein Wettlauf um die Schaffung künstlicher Wellen entbrannt.

Joschka Fischer"Marine Le Pen wäre für Deutschland der Super-GAU"

Ex-Bundesaußenminister Joschka Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) sitzt am 12.03.2015 im Rahmen des Literaturfestivals Lit.Cologne in Köln (Nordrhein-Westfalen) auf der Bühne, wo er über sein neues Buch "Scheitert Europa?" spricht. (dpa)

Deutschland könne Europa nicht alleine führen, sagte der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer im Deutschlandfunk. Von daher sei es für die EU und Deutschland existenziell, dass Marine Le Pen, die Frankreich aus der EU führen will, nicht französische Präsidentin werde. Ein anderer Wahlausgang wäre katastrophal.

Der Adel und der Wald in DeutschlandUnterwegs durch Privatwälder

Philipp zu Guttenberg – Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände. (Deutschlandradio / Nana Brink)

Die "Deutschlandrundfahrt" spaziert sowohl mit adeligen Waldbesitzern durch ihr Refugium als auch mit einem Waldphilosophen durch den Dschungel der Eigentumsfragen.

70 Jahre nach der "Aktion Weichsel"Gedenken an die Vertreibung der Ukrainer

Der Marktplatz von Przemysl. (imago/Brockes)

Vor 70 Jahren wurden über 100.000 Ukrainer aus Südostpolen zwangsumgesiedelt. An der sogenannten Aktion Weichsel wurde nun im südostpolnischen Przemyśl gedacht. Doch die nationalkonservative PiS-Regierung will die Erinnerung nicht unterstützen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Merkel  "Große Defizite bei Menschenrechtslage in Saudi-Arabien" | mehr

Kulturnachrichten

Benslama: "Radikalisierung ist oft Zufall"  | mehr

 

| mehr