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Aschewolke legt deutsche Flughäfen lahm - auch Frankfurt

Vulkanausbruch auf Island verursacht europaweit Probleme

Passagiere warten in Frankfurt (AP)
Passagiere warten in Frankfurt (AP)

Wer heute einen Flug von einem deutschen Flughafen gebucht hat, muss anderweitig disponieren: Viele sind bereits geschlossen - auch Frankfurt am Main. Mit Störungen ist das ganze Wochenende zu rechnen.

Ein Flugzeug fliegt hinter einer Verkehrsampel her. (AP)Ein Flugzeug fliegt hinter einer Verkehrsampel (AP)Die Flughäfen Hamburg, Berlin, Hannover, Bremen und Düsseldorf, Köln/Bonn und Münster/Osnabrück hatten zuvor ihren Betrieb eingestellt.

Der Flugverkehr in Deutschland wird voraussichtlich bis Anfang nächster Woche beeinträchtigt sein. Das sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung in Langen bei Frankfurt am Main. Nur auf drei der 16 internationalen deutschen Flughäfen laufe der Betrieb derzeit normal, in München, Nürnberg und Stuttgart.

In den nordeuropäischen Ländern bleibt der Luftraum komplett gesperrt. Eine Sprecherin der schwedischen Luftaufsicht sagte in Stockholm, eine Änderung der Wetterlage sei vorerst nicht in Sicht. In Norwegen riefen die Behörden die Bevölkerung zu besonderer Vorsicht auf, weil auch keine Rettungshubschrauber fliegen dürfen.

In weiten Teilen Nordeuropas war bereits am Donnerstag der Flugraum gesperrt worden. Auch an deutschen Flughäfen blieben viele Flieger am Boden. Vulkan legt Flugverkehr lahm
Bei gestrichenen Flügen müssen die Passagiere ihr Geld für die Tickets inklusive aller Gebühren von der Fluggesellschaft erstattet bekommen, sagt der Reiserechtler Kay Rodegra.

Der Ausbruch des isländischen Eyjafjallajökull behinderte den Flugverkehr. (AP)Der Ausbruch des isländischen Eyjafjalla behindert den Flugverkehr. (AP)

Feinstaub mit potenziell verheerender Wirkung

Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull gefährdet die Triebwerksfunktion der Flugzeuge. Sie enthält feinste Gesteinspartikel und Staub, der in den Triebwerken verklumpen und deren Ausfall verursachen kann. In Fachkreisen wird auch über mögliche Auswirkungen der riesigen Wolke auf das Klima debattiert.

Der Klimaforscher Wolfgang Seiler hat im Deutschlandfunk ausgeschlossen, dass die Vulkanwolke von Island auch das Klima beeinträchtigt. Dafür müsste der Vulkanausbruch viel intensiver sein und mit seiner Eruption bis in die Stratosphäre in Höhen von über 20 Kilometern gelangen.

Eyjafjallajökull IslandLaut der europäischen Luftraumbehörde EUROCONTROL fielen am Donnerstag wegen der Aschewolke europaweit etwa ein Viertel aller Flüge aus. Durchschnittlich 28.000 Flugbewegungen gebe es jeden Tag in Europa.

Die Deutsche Flugsicherung ließ mitteilen, die Beeinträchtigungen könnten zwei Tage andauern. Passagiere sollten sich bei ihrer Airline oder ihrem Flughafen erkundigen, ob ihr Flug betroffen ist.

Service:
Links zu allen deutschen Flughäfen

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

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