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Aserbaidschans Staatschef Alijew bleibt Präsident

Opposition bemängelt Unregelmäßigkeiten bei der Wahl

Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew (picture alliance / dpa /  Filip Singer)
Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew (picture alliance / dpa / Filip Singer)

Bei der von Manipulationsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl in der früheren Sowjetrepublik Aserbaidschan hat Amtsinhaber Ilham Alijew klar gewonnen. Der 51-Jährige kam nach Hochrechnungen auf 85 Prozent der Stimmen.

Der neue Präsident Aserbaidschans ist auch der alte. Amtsinhaber Ilham Alijew konnte 85 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Rund fünf Millionen Menschen waren zur Wahl aufgerufen. Auf Wahlkampfauftritte verzichtete Ilcham Alijew ganz, in den Medien fand der bevorstehende Urnengang quasi nicht statt. Insgesamt traten zehn Kandidaten an.

Die Opposition sprach von Unregelmäßigkeiten bei der Abstimmung zugunsten Alijews. Die Wahlkommission wies die Vorwürfe jedoch zurück. Es ist Alijews dritte Amtszeit. Seit zehn Jahren regiert er das öl- und gasreiche Land am Kaspischen Meer mit eiserner Hand.

Während seine Anhänger den wirtschaftlichen Aufstieg des öl- und gasreichen Landes unter Alijew betonen, prangern Kritiker die eingeschränkten Bürgerrechte und Unterdrückung der Opposition an. Aserbaidschan wird seit 1993 vom Alijew-Clan regiert.

Eon sichert sich Gas aus Aserbaidschan

Deutschlands größter Energie-Konzern Eon unterzeichnete kurz vor der Bundestagswahl im September einen Vertrag über Gaslieferungen aus Aserbaidschan. Der Vertrag über die Lieferung von 40 Milliarden Kubikmeter Erdgas hat eine Laufzeit von 25 Jahren. Das Gas soll ab 2019 über die Trans Adriatic Pipeline fließen, deren Bau erst im Juni beschlossen wurde. Von der Partnerschaft mit Aserbaidschan verspricht sich die EU mehr Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen.


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Weitere Links:

Erklärung der EU zu Aserbaidschan

 

Letzte Änderung: 21.10.2013 11:34 Uhr

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