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Assad lässt UNO-Inspekteure nach Syrien

Chemiewaffen-Vorwürfe werden untersucht

Nach langem Widerstand lässt Syriens Machthaber Baschar al-Assad nun UNO-Waffeninspekteure ins Land, um an drei Orten den mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen zu überprüfen. Die Details der Mission sind allerdings noch völlig unklar.

Die Mission werde "sobald wie möglich" aufbrechen, teilte UNO-Sprecher Martin Nesirky in New York mit. Zunächst sollten drei Vorfälle untersucht werden, unter anderem einer in der Stadt Chan al-Asal nahe Aleppo im Norden des Landes. Die syrische Regierung wirft den Rebellen vor, dort am 19. März unter anderem mit Nervengas zahlreiche Menschen getötet zu haben. Die beiden anderen Vorfälle, die untersucht werden sollen, wurden zunächst nicht konkret benannt. Der UNO liegen Berichte der syrischen Regierung, der USA, Frankreichs und Großbritanniens vor, wonach an insgesamt 13 Orten Chemiewaffen eingesetzt wurden.

Die Vereinten Nationen hatten ursprünglich verlangt, weitaus mehr berichtete Vorfälle untersuchen zu dürfen. Dagegen habe sich die syrische Regierung aber gewehrt, hieß es. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon beobachte die Berichte über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien weiter sehr genau, teilte die UNO mit. Das Expertenteam werde auf Basis der bislang gesammelten Informationen und der mit Syrien getroffenen Vereinbarungen arbeiten.

Obama: Chemiewaffeneinsatz ist "rote Linie"

Die UNO-Abrüstungsbeauftragte Angela Kane und der Giftgasexperte Åke Sellström waren in der vergangenen Woche in die syrische Hauptstadt Damaskus gereist, um mit Regierungsvertretern zu verhandeln. Ban hatte Sellström im März zum Leiter einer Expertengruppe ernannt, die Vorwürfe prüfen soll, wonach in Syrien Chemiewaffen zum Einsatz kommen. Der Schwede hatte in den 1990er Jahren im UNO-Auftrag die Vernichtung von chemischen Waffen im Irak überwacht.

Die internationale Untersuchung des Chemiewaffeneinsatzes ist auch deshalb brisant, weil die USA dies als Grund für eine militärische Intervention genannt hatten. US-Präsident Barack Obama hatte von einer "roten Linie" gesprochen.

Der Bürgerkrieg in Syrien tobt seit 24 Monaten. Nach UNO-Angaben wurden bei den Kämpfen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen mehr als 100.000 Menschen getötet. Hunderttausend weitere wurden zu Flüchtlingen.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:15 Uhr

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