Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Athen bittet EU und IWF um Finanzhilfen

Griechenland kann Staatspleite nicht mehr allein abwenden

Eine EU-Flagge weht vor der Akropolis in Athen, Griechenland. (AP)
Eine EU-Flagge weht vor der Akropolis in Athen, Griechenland. (AP)

Die gewaltige Staatsverschuldung Griechenlands kann das Land selbst mit den jüngst beschlossenen drastischen Sparmaßnahmen nicht ausreichend reduzieren. Die EU und der Internationale Währungsfonds sollen helfen.

Ministerpräsident Papandreou sagte in einer Fernsehansprache, er habe dem Finanzministerium entsprechende Anweisungen gegeben. Die Hoffnung, die internationalen Märkte würden positiv auf das griechische Sparprogramm reagieren, habe sich nicht erfüllt. Papandreou sprach von einer "neuen Odyssee", die die Griechen erwarte. Mit der Aktivierung des Hilfspakets kommen auf Deutschland Kosten in Höhe von 8,4 Milliarden Euro zu. Die Euro-Länder hatten insgesamt 30 Milliarden Euro zugesagt.

Die EU-Kommission kündigte an, den Antrag so schnell wie möglich zu prüfen. Dies werde nicht Wochen, sondern Tage dauern, hieß es aus Brüssel. Sobald der Antrag in Berlin eingehe, sei auch die deutsche Regierung handlungsbereit, versicherte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte allerdings klar, dass die in Aussicht gestellten Mittel nur unter strengen Bedingungen bereitgestellt werden.

Am Donnerstag hatte die europäische Statistikbehörde Eurostat das Staatsdefizit Griechenlands auf 13,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) taxiert - deutlich mehr als die 12,7 Prozent, die Griechenland selbst annahm. Griechenlands Defizit beläuft sich auf etwa 300 Milliarden Euro.

Die Regierung hatte bereits ein drastisches Sparprogramm aufgelegt, das Gehalts- und Rentenkürzungen sowie Steuererhöhungen vorsieht. Dagegen gibt es seit Wochen schwere Proteste.

Zum Thema auf dradio.de:
DLF-Interview mit Finanzminister Wolfgang Schäuble: Griechenland muss zu "soliden finanzpolitischen Verhältnissen zurückzukehren"

Externe Links zum Thema:
Dossier zu Griechenland-Krise auf tagesschau.de

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 12:05 Uhr Studio 9 kompakt

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Multimedia-ReportageGrimme Online Award für Deutschlandradio Kultur

Tausende Sizilianer zogen in den 1960er-Jahren nach Solingen, um dort zu arbeiten. Was wurde aus ihrem Heimatgefühl, was aus ihren Träumen? Darum geht es in der ausgezeichneten Multimedia-Reportage.

Der Grimme Online Award geht unter anderem an eine Multimedia-Reportage vom Deutschlandradio Kultur. "Trappeto-Solingen-Trappeto" erzählt von Zuwanderern aus Sizilien, die nach Solingen kamen.

EU-Austritt Großbritanniens"Schotten könnten Unabhängigkeit vom Königreich verlangen"

Graham Watson, Vorsitzender der Liberalen-Fraktion im Europäischen Parlament (ALDE) (imago stock & people)

In Schottland hat es beim Referendum eine große Mehrheit für den Verbleib in der EU gegeben. Wenn die Engländer nun auf den EU-Austritt bestünden, dann könnte es dazu kommen, dass es kein Vereinigtes Königreich mehr geben werde, sagte Graham Watson, britischer Abgeordneter der Liberaldemokraten im EU-Parlament, im DLF.

BayernVom Freistaat zum freien Staat?

Sogenannte "Schellenrührer" ziehen am beim Faschingstreiben in Mittenwald durch den Ort. Mit dem Lärm der großen Kuhglocken sollen nach altem Brauch die bösen Wintergeister ausgetrieben werden. (dpa / picture alliance /  Angelika Warmuth)

Bayern ist zwar nicht Großbritannien - doch für mehr Unabhängigkeit vom Bund sprechen sich rund 40 Prozent der Bayern aus. Folgt nach dem Brexit bald der bayerische Ausstieg?

Nach dem Brexit-Entscheid"Ein sehr bitteres English Breakfast"

Stadtbild von London (AFP / Rob Stothard)

"Ein schlechter Tag für Europa", "historisch", "ein politisches Erdbeben" - die Entscheidung der Briten, der EU den Rücken zuzukehren, bewegt die Menschen in Europa. Erste Reaktionen.

SelbststeuerungDie Auto-Autos kommen

Der Straßenverkehr steht vor einem Umbruch - mit Selbststeuerung.  (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Fahrzeuge handeln immer selbstständiger - mit Folgen für Fahrer, Umwelt und Gesellschaft. Der Straßenverkehr steht vor einem Umbruch. Nun wird versucht, die kleinen und großen Unwägbarkeiten dieses Wandels vorauszuahnen.

AlltagskunstSelfies ins Museum

Mädchen sitzt in ihrem Zimmer auf dem Boden und macht Selfies (imago / Felix Jason)

Selfies sind banal? Selfies sind Kunst! Ein renommiertes New Yorker Fotografiemuseum hat das endlich erkannt. Im International Center of Photography versöhnen sich die großen Fotografen mit den Social-Media-Fotos.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Treffen der EWG-Gründerstaaten  Steinmeier: Lassen uns dieses Europa nicht nehmen | mehr

Kulturnachrichten

Grimme Online Award für Deutschlandradio Kultur  | mehr

Wissensnachrichten

Führungskräfte  Weiche Gesichtszüge bringen mehr Spenden, harte mehr Profit | mehr