Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Auf dem Weg zum transparenten Staat

Das Portal "govdata.de" stellt Bürgern Verwaltungsdaten zur Verfügung

Nullen und Einsen: So sehen digitale Daten aus (picture alliance / dpa / Maximilian Schönherr)
Nullen und Einsen: So sehen digitale Daten aus (picture alliance / dpa / Maximilian Schönherr)

Ob Bevölkerungsdaten, die Anzahl der Radwege oder die Kosten für einen Flughafen: Auf dem Portal govdata.de sollen Daten von Bund, Ländern und Kommunen von nun an allen Bürgern zugänglich gemacht werden. Doch vieles hakt noch, beklagen Kritiker.

Die Materialsammlung, die von heute an Stück für Stück im Internet erscheinen wird, hat die Tendenz zur Unendlichkeit. "Open Government", offene Regierung - das ist das Schlagwort hinter dem Portal govdata. Die übergreifende Plattform wurde im Auftrag des Bundesinnenministeriums vom Fraunhofer Institut umgesetzt, gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe von Bund und Ländern. Der Auftritt wirkt heute allerdings noch etwas karg und bietet erst einige weiterführende Links, zum Beispiel zur Seite des Innenministeriums.

Unser Online-Korrespondent Falk Steiner sagte im Deutschlandradio Kultur, govdata.de sei ein erster Schritt in Richtung mehr Offenheit: "Wer nach staatlichen Daten sucht, der soll sie dort finden und herunterladen können." 1.000 Datensätze sind bislang erfasst, die meisten eher in Rohform. Das heißt: Die Daten müssen aufbereitet werden, zum Beispiel von Journalisten oder Programmierern. Falk Steiner nennt weitere Kritikpunkte – zum Beispiel,dass einige der Daten nicht unbegrenzt nutzbar sind, weil ihre Lizenz etwa eine kommerzielle Nutzung ausschließe.

Kritiker fordern noch mehr Offenheit

Die "Süddeutsche Zeitung" widmet dem Thema heute gleich eine ganze Seite. Dort kommen auch die Kritiker des Projektes zu Wort, die sich in dem Portal Not-your-govdata.de zusammengeschlossen haben. Sie beklagen, das neue Portal sei nur eine "Insellösung".

Zitat: "Die vor kurzem veröffentlichten Rechtemodelle für das Portal und die bisherigen Einblicke in die Plattform zeigen einen Ansatz, der weder offen im Sinne der weltweit anerkannten Standards ist noch zeitgemäß oder effektiv im Hinblick auf Umsetzung, Usability und Sicherheit."

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:06 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 14:35 Uhr Campus & Karriere

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 14:07 Uhr Kompressor

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Welt-Hepatitis-TagInfektion im Gefängnis

Gebrauchte Spritzen liegen am Donnerstag (25.01.2007) im Druckraum der AIDS-Hilfe "La Strada" in Frankfurt am Main in einem Sammelcontainer. In einer sogenannten "geschützten Umgebung" können Drogen-Abhängige hier Heroin, Crack und andere Mittel unter der Aufsicht von Sozialarbeitern konsumieren. Viele der Klienten sind an HIV, AIDS oder Hepatitis erkrankt und nehmen die im Haus mit angebotene medizinische Hilfe in Anspruch. Foto: Boris Roessler dpa/lhe +++(c) dpa - Report+++ | Verwendung weltweit (dpa/Boris Roessler )

Die von Viren verursachte Krankheit Hepatitis C greift die Leber der Infizierten an. In Deutschland stecken sich die meisten Betroffenen über gebrauchte Spritzen beim Drogenkonsum an. In deutschen Gefängnissen sind 63.000 Menschen betroffen.

Wohnprojekt Kalkbreite ZürichDie fast perfekte Zukunft des Wohnens

auf dem Gelände der Kalkbreite-Genossenschaft in Zürich (Deutschlandradio / Volker Schopp)

Ein Gemeinschafts-Wohnprojekt im Riesenformat, das ist die "Kalkbreite" in Zürich - mit Restaurants, Bars, Kino, Kita und sogar einem Geburtshaus. In der Kalkbreite gebe es fast alles - aber etwas fehlt ihm doch, gesteht Bewohner Fred Frohofer.

Sure 33, Vers 59Die Verhüllung der Frau

Das islamische Kopftuch ist ein immer wiederkehrender Konfliktstoff unter Muslimen wie Nicht-Muslimen. Schon seit jeher haben Gelehrte in dieser Religion über die Verhüllung der Frau gestritten - aber anders als wir das heute tun.

Christopher Street DayNackt-Zensur beim CSD?

Beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin zogen am 22.07.17 tausende Teilnehmer vom Kurfuerstendamm zum Brandenburger Tor in Berlin. (imago/epd)

Zuviel nackte Haut beim diesjährigen Stuttgarter CSD-Umzug wollen die Organisatoren unterbinden. Völlig falsch, findet Tobias Herzberg. Denn maximale Auffälligkeit zu erzeugen für Lebensweisen, die nicht dem Mainstream entsprechen, war ursprünglich das Ziel der CSD-Proteste.

SonnenbrillenAugen auf beim Brillenkauf

Sonnenbrillen werden zum Verkauf angeboten. (dpa)

Sonnenbrillen sollten nicht nur schick sein, sondern vor allem die Augen vor schädlichen UV-Strahlen schützen. Dabei muss es nicht das teuerste Modell sein, allerdings warnen Experten vor allzu billigen Schnäppchen. 

SpanienMit Gesetzen gegen häusliche Gewalt

Eine Frau hält sich die Hände vor das Gesicht. (imago / Pixsell)

Spanien versteht den Kampf gegen häusliche Gewalt als Staatsauftrag. Jetzt soll das Gesetz zum Schutz von Frauen erweitert werden, um Frauen noch besser vor Schlägen, sexuellem Missbrauch und Mord durch die eigenen Partner zu schützen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Mögliche Fahrverbote  Dobrindt setzt weiter auf Nachrüstung | mehr

Kulturnachrichten

SPD fordert Prüfung von Oper-Neubau in Köln | mehr

 

| mehr