Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Aufbruch in Amsterdam

Das berühmte Rijksmuseum wird wiedereröffnet

Rijksmuseum in Amsterdam (picture alliance / dpa Foto: Koen Van Weel)
Rijksmuseum in Amsterdam (picture alliance / dpa Foto: Koen Van Weel)

Zehn Jahre lang wurde das Rijksmuseum in Amsterdam saniert und umgebaut - für 375 Millionen Euro. Mitte April wird Königin Beatrix die neue Dauerausstellung feierlich eröffnen. In einem überarbeiteten Ausstellungskonzept werden dann alte Meister wie Rembrandt, Frans Hals und Jan Stehen zu sehen sein.

Museumsdirektor Wim Pijbes sagte bei einem Rundgang für Journalisten, das Museum schlage eine "neue Seite in seiner Geschichte" auf. Nach Plänen der spanischen Architekten Antonio Cruz und Antonio Ortiz wurde das erstmals 1885 eröffnete Museumsgebäude, das Stilelemente aus Gotik und Renaissance kombiniert, für etwa 375 Millionen Euro aufwendig restauriert und umgebaut.

Das Haus wurde völlig entkernt, es wurde viel mit natürlichem Licht gearbeitet und die Säle wurden klarer gestaltet. Man habe jetzt den Eindruck, "man flaniert die ganze Zeit durch ein riesiges Gebäude", sagte Korrespondent Carsten Probst im Deutschlandradio Kultur.

Das Museum zeigt in 80 Sälen 8000 Exponate aus 800 Jahren niederländischer Geschichte. Zu seinen Schätzen gehören die Gemälde aus dem sogenannten Goldenen Zeitalter der Niederlande, das im Wesentlichen das 17. Jahrhundert umfasst: Rembrandt van Rijn, Jan Vermeer, Frans Hals, Jan Steen und andere.

Rijksmuseum in Amsterdam (picture alliance / dpa Foto: Koen Van Weel)Rijksmuseum in Amsterdam (picture alliance / dpa Foto: Koen Van Weel)Nach der Umgestaltung aus Mitteln des niederländischen Staats, des Museums selbst sowie von Sponsoren werden künftig nicht mehr in einem Saal Gemälde, im zweiten Saal Möbel und im dritten Keramik gezeigt. Vielmehr hängen jetzt Bilder von Rembrandt neben Möbelstücken, die sein Freund Herman Doomer fertigte, dazwischen ein Porträt des Dichters Constantijn Huygens, der sich über seinen Zeitgenossen Rembrandt äußerte.

Zum Hintergrund der gewählten Gestaltung sagte Sammlungsdirektor Taco Dibbits: "Das Rijksmuseum ist das einzige Museum in der Welt, das nicht nur ein Museum für Malerei und der gestaltenden Künste ist, sondern auch ein Museum der nationalen Geschichte. Wir haben uns dafür entschieden, der Öffentlichkeit einen Ort der Zeitgeschichte und der Schönheit zu präsentieren."

Bei all dem Prunk hat die Ausstellung aber auch Schwächen, die den Machern bekannt sind. Hieronymus Bosch fehlt nach wie vor in dieser Sammlung sowie die Malereien aus dem niederländischen Mittelalter. Dennoch sind die Kuratoren stolz auf die umfassende Präsentation der Alten Meister, von denen viele während der deutschen Besatzung eingerollt in Dünenbunkern an der niederländischen Küste eingegraben waren.

Rijksmuseum in Amsterdam (picture alliance / dpa Foto: Koen Van Weel)Rijksmuseum in Amsterdam (picture alliance / dpa Foto: Koen Van Weel)Königin Beatrix wird das Rijksmuseum am 13. April feierlich wiedereröffnen. An diesem Tag wird der Eintritt in das bis Mitternacht geöffnete Museum frei sein. Für die Monarchin wird es der letzte größere Auftritt in der Öffentlichkeit sein. Am 30. April dankt sie zugunsten ihres Sohnes Willem-Alexander ab.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:09 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 03:05 Uhr Weltzeit

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

SachbuchbestenlisteDie 10 besten Sachbücher im März

Es gibt hunderte Sachbücher, aber wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt. Unsere Sachbuchbestenliste entsteht in Zusammenarbeit mit dem ZDF und "Die Zeit".

Der TagHat es sich bald ausgedieselt?

Rauch strömt aus dem Auspuff eines Autos (Imago)

Entscheidung vertagt. Erst am Dienstag will das Bundesverwaltungsgericht über Fahrverbote für Dieselautos entscheiden. Unser Umweltexperte erklärt, warum es Zeit für eine harte Linie gegenüber der Autoindustrie ist. Außerdem: Neue Eskalation in Syrien. Was Deutschland tun kann und vor allem: Was nicht.

Emily Atef: "3 Tage in Quiberon"Regisseurin über ihren Berlinale-Film und Romy Schneider

Die Regisseurin Emily Atef auf der Berlinale 2018 (imago/STPP)

Frauen in Grenzsituationen, das ist das Thema von Emily Atef. In ihrem neuen Film "3 Tage in Quiberon", jetzt im Wettbewerb der Berlinale, zeigt die Regisseurin eine Momentaufnahme aus dem Leben der tabletten- und alkoholsüchtigen Romy Schneider.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

UNO-Sicherheitsrat  Keine Resolution für Waffenruhe in Ost-Ghuta | mehr

Kulturnachrichten

Heiner-Carow-Preis für Flüchtlingsfilm "Styx" | mehr

 

| mehr