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Auffanggesellschaft für Schlecker beschlossen

Länder bürgen für Kredite - Bund muss nicht haften

Ringen um eine Zwischenfinanzierung bei Schlecker (picture alliance / dpa / Emily Wabitsch)
Ringen um eine Zwischenfinanzierung bei Schlecker (picture alliance / dpa / Emily Wabitsch)

Schlecker-Mitarbeiter, die wegen der Insolvenz der Drogeriekette ihren Arbeitsplatz verlieren, können auf eine Auffanggesellschaft hoffen. Diese soll entlassenen Beschäftigten den Übergang in einen neuen Job ermöglichen.

Die bundeseigene Förderbank KfW soll den Kredit zur Verfügung stellen. Der Bund wird allerdings nicht für den Kredit haften. Darauf konnten sich Vertreter von Bund und Ländern am Montag in Berlin verständigen. Ein Finanzierungsplan solle am Donnerstag präsentiert werden, sagte der baden-württembergische Ministerialdirektor Daniel Rousta nach dem Arbeitstreffen in Berlin. Auf einen Verteilungsschlüssel konnte sich die Runde jedoch noch nicht einigen.

Nach den Plänen soll die KfW-Bank kurzfristig einen Kredit in Höhe von gut 70 Millionen Euro für eine Transfergesellschaft bereitstellen. In der Auffanggesellschaft sollen Tausende vor der Entlassung stehende Mitarbeiter der insolventen Drogeriemarktkette weiter beschäftigt und fit für neue Jobs gemacht werden. Dies sei ein Lichtblick für die betroffenen Schlecker-Mitarbeiter, kommentierte Andreas Kolbe im Deutschlandfunk. Betroffen sind nach neuesten Zahlen im März 9500 Beschäftigte. Weiteren 1700 Angestellten steht der Jobverlust im April durch Schließung der Lager bevor.

Neben den Mitteln zur Finanzierung der Auffanggesellschaft würde die Bundesagentur für Arbeit (BA) laut Bundesarbeitsministerium das Transferkurzarbeitergeld übernehmen. Weitere Mittel seien für Weiterbildung und Qualifizierung nötig. Dies sei inzwischen aber geklärt, sagte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums. Dafür stünden auch Fördergelder des EU-Sozialfonds zur Verfügung.

Mehr als 2000 Läden sollen geschlossen werden

Vor dem Treffen der Regierungsvertreter forderten drei Dutzend Schlecker-Mitarbeiterinnen mit Trillerpfeifen und Sprechchören Unterstützung von der Politik. "Wir lassen uns nicht verramschen" und "Wir sind es wert", stand auf einigen Plakaten der Frauen. Die Gewerkschaft Ver.di und der Insolvenzverwalter hatten sich am Wochenende auf ein Konzept geeinigt, nach dem weniger Filialen als zunächst geplant geschlossen und damit auch weniger Beschäftigte entlassen werden sollen. Danach stünden rund 2200 statt bislang 2400 Filialen vor dem Aus.

Links auf dradio.de:

Schrumpfkur für Schlecker <br> Das Konzept "For you – vor Ort" ist zunächst gescheitert

Das Umsteuern kam zu spät: Schlecker geht in eine Planinsolvenz

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:49 Uhr

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