Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Aufklärung zum Auftakt

Paralympics starten in London

Schon zum 9. Mal dabei: Marianne Buggenhagen (hier 2008 in Peking) (picture alliance / dpa /Diego Azubel)
Schon zum 9. Mal dabei: Marianne Buggenhagen (hier 2008 in Peking) (picture alliance / dpa /Diego Azubel)

Mit den Paralympischen Spielen will London an den Erfolg der Spiele der nichtbehinderten Sportler anknüpfen. Die Eröffnungsfeier heute Abend steht unter dem Motto "Enlightenment" – was durchaus als Aufklärung über die Situation behinderter Menschen weltweit aufgefasst werden kann.

Ein Hauch von "the same procedure as last time": Wieder werden britische und olympische Flagge im Stadion gehisst, wieder wird Königin Elisabeth II. die Spiele für eröffnet erklären, natürlich erst nach einer bunten und humorvollen Eröffnungsshow. Diesmal stehen aber die Behindertensportler im Mittelpunkt. Über die Rolle eines bloßen Anhängsels zu den "großen" Olympischen Spielen sind die Paralympics mittlerweile hinausgewachsen.

Großer Zuschauerzulauf

Rollstuhl (Stock.XCHNG - Elizabeth Flores)Die Paralympics sollen auch das Verständnis von Behinderten und Nichtbehinderten füreinander verbessern (Stock.XCHNG - Elizabeth Flores)Wegen des großen Zuschauerinteresses wurde das Eintrittskarten-Kontingent schon von 2,5 auf 2,7 Millionen Tickets erhöht, berichtet das Internationale Paralympische Komitee (IPC). Dessen Präsident Sir Philip Craven freut sich unbändig auf den Startschuss: "Ich bin aufgeregt wie ein Fünfjähriger", sagte Craven am Dienstag bei einem Workshop im Deutschen Haus des Olympischen Dorfes.

Bis zum 9. September treten rund 4.200 Sportlerinnen und Sportler in 20 Disziplinen gegeneinander an. Der Deutsche Behindertensportverband ist mit 150 Teilnehmern dabei. Größte Einzelgruppe sind die Leichtathleten (33 Sportler), gefolgt von den 24 Rollstuhl-Basketballern. Der Altersquerschnitt reicht vom 17-jährigen Schwimmer André Lehmann bis zur 59 Jahre alten Leichtathletin Marianne Buggenhagen. Für sie sind es schon die neunten Paralympics.

Ursprung im Nachkriegsengland

Die Paralympischen Spiele wurden 1948 von einem Arzt erfunden. Während damals in London die Sommerspiele eröffnet wurden, veranstaltete der deutsche Neurologe Ludwig Guttmann einen Wettkampf für Rollstuhlfahrer im Bogenschießen. Guttmann, ein aus Schlesien stammender Jude, war während des Zweiten Weltkrieges von Deutschland nach Großbritannien geflohen.

In einem Krankenhaus im kleinen Städtchen Stoke Mandeville versuchte er, kriegsverletzte Soldaten mit Sportwettkämpfen aufzubauen. Nach mehreren vergleichbaren Wettkämpfen mit Kriegsversehrten ist Guttmanns Idee seit 1960 im olympischen Kalender verankert und steht mittlerweile Sportlern mit den unterschiedlichsten körperlichen oder geistigen Behinderungen offen.

Weitere Informationen auf Deutschlandradio.de:
Interview mit Friedhelm Julius Beucher, dem Präsidenten des Deutschen Behinderten-Sportverbands, zum Beginn der Paralympics: Ist die Chancengleichheit im Sport schon erreicht? (Audio on Demand)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:57 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Deutschlandfunk Radionacht

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Lange Nacht

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Jüdisches Leben heute Warum es junge Israelis nach Berlin zieht

Wandgemälde einer deutsche Flagge mit Davidstern an der East Side Gallery in Berlin. Copyright: imageBROKER/EgonxBömsch (imageBROKER/EgonxBömsch)

19 Cent für einen Schoko-Pudding - mit einem Foto davon rief ein junger Israeli vor zweieinhalb Jahren seine Landsleute dazu auf, auch nach Deutschland zu kommen. Inzwischen leben Tausende hier. Eine Forschungsgruppe an der Bergischen Universität Wuppertal erforscht die Gründe.

50 Jahre "Sgt. Pepper´s"Musikgeschichte im Stereomix

The Beatles im Jahr 1967: Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr, John Lennon (v.l.n.r.) (imago / United Archives)

"Sgt. Pepper´s Lonely Heart Club Band" feiert kommende Woche sein 50-jähriges Erscheinen - und erstrahlt jetzt im neuen Glanz. Der Sohn des Beatles-Produzenten George Martin hat dem legendären Album ein technisches Update verpasst.

Zum Abschied von Fritz von Thurn und Taxis"Huiii! Ein Hüüüüne!"

Fritz von Thurn und Taxis kommt am Mittwoch (23.02.2011) zur Sky - 3D-Premiere der Oper "Lucrezia Borgia" in München (Oberbayern). (picture alliance / dpa / Volker Dornberger)

Wenn morgen Frankfurt und Dortmund im DFB-Pokalfinale aufeinandertreffen, hat einer sein Abschiedsspiel, der gar nicht auf dem Platz steht: Fritz von Thurn und Taxis, Sportreporter-Urgestein und Legende. Matthias Dell über einen der Großen dieser Zunft.

Manchester nach dem TerroranschlagAuf der Suche nach Normalität

Menschen zünden Kerzen für die Opfer des Attentates in Manchester an. (Chibane/MAXPPP/dpa)

Mindestens 22 Menschen starben, als sich ein Selbstmordattentäter auf einem Popkonzert in Manchester in die Luft sprengte. In der Trauer stehen die "Mancunians", die Bewohner der Stadt, zusammen und helfen sich gegenseitig - egal ob Ärzte, Taxifahrer oder Geistliche. Der Terror hat selbst im Fußball für Einigkeit gesorgt.

Neuro-Doping unter Studierenden"Großes Suchtpotenzial"

Die Grafik eines Kopfes, der mit Blitzen durchzogen ist. (imago / Science Photo Library)

Dank Pillen besser durch die Prüfung? Das praktizieren offenbar so viele Studierende, dass schon Dopingtests an Universitäten gefordert wurden. Der Neuroethiker Dieter Sturma lehnt das ab. Gleichwohl warnt er vor massiven Folgeschäden durch Neuro-Doping.

MietenexplosionKleines Gewerbe in großen Städten ist bedroht

Eine Mutter mit Kleinkind geht an einem Buchladen mit gebrauchten Büchern in der Weserstraße in Berlin-Neukölln vorbei, aufgenommen 2012 (picture alliance / ZB / Jens Kalaene)

Ein Teeladen, eine Buchhandlung, eine Bäckerei – sie alle bekamen zum Jahreswechsel die Kündigung, weil sie die geforderten Mieterhöhungen nicht zahlen können. Sechs Monate bleiben den drei Gewerbetreibenden aus Berlin – so lange läuft die Kündigungsfrist. Umziehen? Kämpfen? Oder kapitulieren?

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

G7-Gipfel  Kontroversen mit Trump über Klima- und Handelsfragen | mehr

Kulturnachrichten

Heinrich-Böll-Preis für Ilija Trojanow  | mehr

 

| mehr