Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Aung San Suu Kyi ist frei

Birmas Oppositionsführerin nach 15 Jahren Haft und Arrest entlassen

Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi im Jahr 2002 (AP)
Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi im Jahr 2002 (AP)

Die Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hat sich vor ihrem Haus in Rangun jubelnden Anhängern in Freiheit gezeigt. Die birmanische Militärjunta hatte ihr zuvor die Aufhebung des Hausarrestes mitgeteilt. Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Obama begrüßten die Freilassung der 15 Jahre inhaftierten Oppositionsführerin.

Dazu ein Kommentar von Bernd Musch-Borowska, Deutschlandfunk.

Der Hausarrest der 65-Jährigen sei offiziell beendet, teilte ein Sprecher der Regierung von Birma mit. Die Anhänger von Aung San Suu Kyi belagerten schon seit gestern die Absperrungen ihres Hauses. Im Büro ihrer Partei NLD wurde ein großer Empfang für die Nobelpreisträgerin vorbereitet. Noch nicht bekannt ist, ob mit der Freilassung von Aung San Suu Kyi Auflagen verbunden sind, etwa ein Verbot der öffentlichen politischen Betätigung, berichtet Bernd Musch-Borowska im Deutschlandfunk.

Am vergangenen Sonntag hatten in Birma Parlamentswahlen stattgefunden. In den Augen der Regimegegner waren sie allerdings nichts als ein Mittel der Militärs, ihre Herrschaft legitimieren zu lassen. Einen fairen Wahlkampf gab es nicht, wie Bernd Musch-Borowska erfahren hat.

Die Oppositionsgruppen hoffen auf eine schrittweise Liberalisierung des Landes, das von einer Militärjunta beherrscht wird. Die Birma-Expertin Jasmin Lorch hält dies allerdings für fraglich, erklärte sie im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur: "Die einzige wirklich derzeit intakte Institution in Birma ist wirklich das Militär, und diese Institution wird in der Lage sein, alle anderen alten wie neuen Institutionen zu dominieren."

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:38 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Nach Dresdener RedeHöcke soll nicht mehr als Lehrer arbeiten dürfen

Der AfD-Politiker Björn Höcke. (imago / Steve Bauerschmidt)

Politiker von der SPD, CDU und Grünen fordern, dass Björn Höcke in Zukunft nicht mehr als Lehrer arbeiten darf. Grund ist seine Rede in Dresden am Dienstagabend. Der AfD-Politiker ist wegen seiner Abgeordnetentätigkeit im thüringischen Landesparlament zur Zeit von seinem Lehrberuf in Hessen beurlaubt.

MenstruationDer Kampf gegen ein uraltes Tabu

Blut auf weißer Fläche (picture alliance / dpa / Fritz Schumann)

Bis heute schweigen viele junge Frauen über ihre Periode. Laut einer Studie spricht nur eine von fünf Frauen mit ihrem Partner über ihre Menstruation. Unter dem Motto "period positivity" melden sich jedoch immer mehr Frauen zu Wort und sprechen offen über ihre Erfahrungen.

Reaktionen der US-KunstszeneKunst statt Trump

Museumsbesucher betrachten ein Bild der US-Künstlers Jackson Pollock, Titel: "Blue Poles" (1952) (picture alliance / dpa / EPA / Andy Rain)

Morgen wird Donald Trump als neuer Präsident der USA vereidigt. Das linksliberale Kunstpublikum bleibt den Feierlichkeiten demonstrativ fern. Museen bieten Sonderveranstaltungen und freien Eintritt. Ein Überblick.

"Yolocaust" von Shahak ShapiraSelfies am Holocaust-Mahnmal

Italienische Touristinnen machen am Holocaust-Denkmal in Berlin ein Selbstporträt mit einem "Selfie-Stick". (picture alliance / dpa/ Felix Zahn)

Darf man am Holocaust-Mahnmal in Berlin lustige Fotos schießen? Der Satiriker Shahak Shapira hat mit der Aktion "Yolocaust" darüber eine Debatte angestoßen. Der Zuspruch ist enorm - aber auch skeptische Stimmen werden laut. Wir haben uns umgesehen.

Antilopen Gang und Fehlfarben"Das hier ist Musik für Freaks"

Die Hip-Hop-Band Antilopen Gang aus Aachen und Düsseldorf. (picture alliance / JKP / Schermer / dpa)

Das neue Album der Antilopen Gang weist nicht nur mit dem Namen "Anarchie und Alltag" auf ein legendäres Album der Fehlfarben hin. Was die Hip-Hop-Gruppe und die Düsseldorfer Punkveteranen eint und warum auf die Fressen hauen manchmal besser ist als ständig zu reden.

Journalismus"The Young Turks" versus Donald Trump

"The Young Turks": Jayar Jackson, Praveen Singh, Gründer Cenk Uyger und Jesus Godoy im Washington (Imago)

Mit Donald Trump als Präsident wird sich für sie vieles verändern, befürchten nicht wenige Journalisten in den USA. Die Macher des Online-Nachrichten-Formats "The Young Turks", haben davor keine Angst. Ihr Gründer - ein US-Bürger mit türkischen Wurzeln- rät allen Medienmachern, sich vor dem neuen US-Präsidenten bloß nicht wegzuducken.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

US-Präsidentschaft  Trump und Pence vor Vereidigung | mehr

Kulturnachrichten

Sängerin des Welthits "Lambada" ist tot  | mehr

Wissensnachrichten

Indonesien  Tierschützer prangern "Horror-Zoo" an | mehr