Wir über uns: Auslandskorrespondenten

 

Übersicht über die Korrespondentenplätze von Deutschlandradio

Globus (Stock.XCHNG / Steve Gray)
Globus (Stock.XCHNG / Steve Gray)

 

Sabine Adler (Deutschlandradio - Bettina Straub)Sabine Adler (Deutschlandradio - Bettina Straub)  Berlin/Osteuropa
  Sabine Adler
  Adresse:
  Deutschlandradio Berlin
  Hans-Rosenthal-Platz
  10825 Berlin

sabine.adler (at) deutschlandradio.de

Sabine Adler ist eine der ausgewiesensten journalistischen Kennerinnen Osteuropas. Sie berichtet seit Anfang 2015 von Berlin aus über diese Region für die drei Programme von Deutschlandradio. Viele Hörerinnen und Hörer kennen sie zudem als ehemalige Moskau-Korrespondentin sowie als frühere Leiterin des Hauptstadtstudios von Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova.

 


Portraitfoto Bettina Klein (© Deutschlandradio/ B. Fürst-Fastré)Bettina Klein (© Deutschlandradio/ B. Fürst-Fastré) Brüssel
 Bettina Klein
 Adresse:
 Deutschlandradio Brüssel
 Rue Belliard 205 Bte.18
 1040 Brüssel

                 bettina.klein (at) deutschlandradio.de  

 

Portrait Peter Kapern (BR / Alex Goldgraber)Peter Kapern (BR / Alex Goldgraber)

Peter Kapern
Adresse:
Deutschlandradio Brüssel
Rue Belliard 205 Bte.18
1040 Brüssel

peter.kapern (at) deutschlandradio.de

Geboren 1962 in Hamm/ Westfalen. Studium in Münster (Politikwissenschaften, Soziologie, Philosophie). Seit 1989 in verschiedenen Funktionen beim Deutschlandfunk: Redakteur, Moderator der Informationssendungen, Leiter der Redaktion Innenpolitik, Korrespondent in Düsseldorf und Brüssel. Seit 2016/2017 ARD-Korrespondent in Tel Aviv, seit September 2017 zum zweiten Mal Korrespondent in Brüssel.

Der große Unterschied gegenüber damals? Heute dauert es mindestens fünf Mal so lange, um ins Europaparlament zu kommen. Damals, vor mehr als zehn Jahren, schwenkte man seine Pressekarte ein paarmal unter der Nase der Wachen hin und her – und schon öffnete sich die Schranke. Heute geht es dort zu, wie am Flughafen. Hosentaschen leerkramen, Laptop rausholen – und den Gürtel aus der Hose ziehen. Dann geht’s durch den Scanner. Ein ziemlich bedrückender Aufwand, wenn man doch nur mit einem Volksvertreter im Parlament sprechen will. Ansonsten hat sich so viel nicht verändert. Das Maulen über die EU ist in den Mitgliedstaaten vielleicht etwas schriller, die Notwendigkeit, zu erklären, was in Brüssel passiert und warum, ist also größer geworden.

Den Beschluss, Journalist zu werden, habe ich 1977 gefasst, auf den Fluren zwischen den Redaktionsbüros beim "Westfälischen Anzeiger und Kurier" in Hamm. Zu meinem Schüler-Job als Redaktionsbote gehörte es, die Agenturmeldungen, die damals noch auf Endlospapier ausgedruckt wurden, auf die unterschiedlichen Redaktionen zu verteilen. Die Vorstellung, als Journalist alles Wichtige dieser Welt in einer Hand zu halten zu können – das hat mich an diesem Beruf fasziniert. Kurz drauf der erste selbst verfasste Artikel – über ein Leonard Cohen-Konzert in Münster. Ein paar Jahre und viele Artikel später der Wechsel zum WDR als freier Mitarbeiter beim Lokalfernsehen in Dortmund. Und schließlich, 1989, der Sprung zum Deutschlandfunk. Mit dem Mikrofon in der Hand habe ich als Reporter das Ende der DDR und die Wiedervereinigung erlebt, später als Moderator im Kölner Funkhaus die Terroranschläge vom 11. September 2001. Von 2002 bis 2007 habe ich den Erweiterungsprozess der EU als Korrespondent in Brüssel begleitet. Und dann, als Korrespondent im ARD-Studio in Tel Aviv, manchen Schlagabtausch zwischen Israel und der Hamas beobachtet. Nun also wieder Brüssel. Und die wichtigste Erkenntnis nach 30 Berufsjahren? Eine Hand reicht längst nicht aus, um die Nachrichten aus aller Welt zu fassen!

 


  

(Friedbert Meurer © Deutschlandradio/B.Fürst-Fastré) (Friedbert Meurer © Deutschlandradio/B.Fürst-Fastré)

London
Friedbert Meurer 
Adresse:
245 Petersham Road
Richmond TW10 7DA
Great Britain

Friedbert.Meurer (at) deutschlandradio.de

 

Die Briten trennt mehr als der Ärmelkanal von Europa – das habe ich schon nach kurzer Zeit als Korrespondent festgestellt. Ich schätze aber ihre weitgehend pragmatische, unideologische Einstellungen. Als Reporter für die Programme von Deutschlandradio möchte ich dem auf der Spur bleiben. Ich selbst habe Großbritannien kurz vor dem Mauerfall während eines Treffens der deutschen-britischen Königswinter-Konferenz entdeckt. Ein Kollege der Zeitung The Independent fragte mich damals, wie ich über die Wiedervereinigung denke. Über was bitte? Die Briten (und Franzosen und vermutlich alle) haben sehr viel früher als wir selbst gesehen, wohin die deutsche Reise geht. Sie sehen uns längst nicht mehr mit Stahlhelm auf dem Kopf.

Vor meinem Wechsel nach London war ich Ressortleiter der Redaktion Zeitfunk, die u.a. für die „Informationen am Morgen" im Deutschlandfunk zuständig ist. Diese Sendung habe ich über 20 Jahre lang moderieren dürfen. Wenn ich jetzt auf BBC Radio 4 die Morgensendung  „Today" höre, habe ich  meine eigenen KollegInnen vor Augen. Beide Sendungen genießen in ihrem jeweiligen Land eine hohe Wertschätzung und Anerkennung. Man sollte sie hören, um mitreden zu können. Vor meiner Zeit in London habe ich u.a. über die letzte Unterhauswahl aus Edinburgh oder über die rechtspopulistische Partei UKIP berichtet. Die Schotten wollen auf jeden Fall in der EU bleiben, UKIP definitiv nicht. Ein UKIP-Vertreter sagte mir einmal, die EU sei doch ein Zwangsgebilde wie die Sowjetunion. Aber auch das Vereinigte Königreich ist eine Union – ihr Fortbestand in der jetzigen Form ist nicht in Granit gemeißelt. Der Stoff für Berichte wird mir hier nicht ausgehen.

 


  

Porträt Thielko Grieß (© Deutschlandradio/B. Fürst-Fastré)Thielko Grieß (© Deutschlandradio/B. Fürst-Fastré)Moskau
Thielko Grieß
Adresse:
Deutschlandradio Moskau
Kutusowskij Prospekt 13 kw 100/10

thielko.griess (at) deutschlandradio.de

 


 

Jürgen König (Deutschlandradio/ Bettina Straub)Jürgen König (Deutschlandradio/ Bettina Straub)

Paris
Jürgen König
Adresse:
4, rue Goethe
75116 Paris

 juergen.koenig (at) deutschlandradio.de

Unterwegs war ich schon immer gerne, und schon immer war Frankreich ein besonders begehrtes Ziel. Die Wanderjahre nach dem Studium der Musikwissenschaft und der Neuen Deutschen Literatur in Hamburg und Berlin endeten in Paris: fünf Jahre blieb ich als freier Hörfunk-Korrespondent - das liegt jetzt ein Vierteljahrhundert zurück. Nach Jahren als Deutschlandradio-Kulturredakteur und –korrespondent, als Redaktionsleiter der "Studio 9-Kultur und Politik"-Sendungen von Deutschlandfunk Kultur hatte die Rückkehr nach Paris Anfang Januar 2016 seltsamerweise etwas Vertrautes. Vom Geruch der Métro, der dort etwas sehr Spezielles hat, wo die Züge auf Gummireifen fahren, um den Untergrund der mittelalterlichen Häuser nicht zu sehr zu erschüttern über die herrlichen Käseläden und Metzgereien bis hin zur Leidenschaft der Franzosen fürs Gespräch - auch der Metzger schwatzt gerne mit seinen Kunden, woran der ungeduldige deutsche Korrespondent in der Warteschlange sich erst wieder gewöhnen muss. In diesen Gesprächen ist, anders als damals, ‚la crise' allgegenwärtig: Wirtschafts- und Schuldenkrise, Dauerkrise der Landwirtschaft, Terrorgefahr und Ausnahmezustand: ein verunsichertes Land, dessen großes Bedürfnis nach verlässlicher politischer Führung im Moment, so scheint es, nicht wirklich erfüllt wird. Doch die Höflichkeit der Franzosen ist die alte geblieben, ebenso die Leidenschaft politischer, gesellschaftlicher, literarischer und kulinarischer Debatten - und der kulturelle Reichtum des Landes ist bekanntermaßen überwältigend.

 


 

Peter Lange, Korrespondent in Prag (©Deutschlandradio-Bettina Straub)Peter Lange (©Deutschlandradio-Bettina Straub)

Prag
Peter Lange
Adresse:
ARD-Studio Prag / Deutschlandradio
Vlasska 4
118 00 Praha 1
Tschechische Republik

peter.lange (at) deutschlandradio.de

Ein bayrischer Braumeister namens Josef Groll war es, der 1842 den Bürgern von Pilsen gezeigt hat, wie man ein gutes Bier braut. - Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags von 1919 besitzt Tschechien noch immer ein eigenes Hafenbecken in Hamburg. – Heinrich und Thomas Mann waren, nachdem sie das NS-Regime ausgebürgert hatte, Staatsbürger der Tschechoslowakei. 
Die deutsche und die tschechische Geschichte sind seit über tausend Jahren und bis in die Gegenwart hinein eng miteinander verwoben – politisch und wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich. In den Katastrophen des 20. Jahrhunderts ist dieser Verbund auseinandergerissen worden. Nun wächst langsam wieder zusammen, was einmal zusammengehörte. Das begleiten zu dürfen, zu beobachten, zu erzählen und zu analysieren, ist eine wunderbare Aufgabe und ein Privileg.

Meine beruflichen Stationen:
Abitur in Detmold
Studium der Publizistik, Politologie und Geschichte an der FU Berlin
Nachrichtenredakteur bei RIAS-Berlin, Deutschlandradio Berlin und Deutschlandfunk
Zeitfunkredakteur und später Abteilungsleiter Aktuelles beim Deutschlandfunk
Ab 2007 Chefredakteur von Deutschlandfunk Kultur

 


 

Portrait von Florian Kellermann (Deutschlandradio/B.Straub)Florian Kellermann (Deutschlandradio/B.Straub)Warschau
Florian Kellermann
Adresse:
ul. Filtrowa 81/23
02-032 Warszawa
Polen

Florian.Kellermann.fm (at) deutschlandradio.de

 

Florian Kellermann, Jahrgang 1973, hat sich als freier Autor seit Jahren auf Reportagen und Berichte aus den Ländern Mittel- und Osteuropas konzentriert in allen Programmen von Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova. Grundlage für die Qualität seiner Berichte sind neben langjähriger journalistischer Erfahrung für verschiedene deutsche und ausländische Medien seine exzellenten Kenntnisse der Region, ihrer Kulturen und ihrer Sprachen. Florian Kellermann berichtet gemeinsam mit dem Moskau-Korrespondent Thielko Griess auch aus den baltischen Staaten und Weißrussland.

 


 

Thilo Kößler, Korrespondent in Washington (Deutschlandradio - Bettina Fürst-Fastré)Thilo Kößler (Deutschlandradio - Bettina Fürst-Fastré)

Washington
Thilo Kößler
Adresse:
German National Public Radio
Deutschlandradio
Corrspondent USA and Canada
3130 M-Str. NW

20007 W
ashington D.C, USA

thilo.koessler (at) deutschlandradio.de

Im persönlichen Umgang sind die Amerikaner unglaublich nett, freundlich, aufgeschlossen. Im politischen Umgang sind sie kompromisslos, kämpferisch, ja maßlos. Doch das ist nur einer der vielen Widersprüche, die mir zu Beginn meiner Korrespondententätigkeit aufgefallen sind – das Land ist zutiefst gespalten zwischen arm und reich, schwarz und weiß, Stadt und Land, Republikanern und Demokraten. Beruflich schließt sich für mich hier in Washington ein Kreis – vor 25 Jahren war ich schon einmal als Korrespondent im Ausland. Damals, 1990-1996, für die ARD in Kairo. Dann kamen 16 Jahre im Kölner Funkhaus des Deutschlandfunks, zuletzt als Abteilungsleiter Hintergrund. Die Außenpolitik hat mich dabei immer begleitet und besonders gereizt. Jetzt kann ich sie wieder hautnah erleben. Das ist eine tägliche Herausforderung – für den Kopf, weil es eine komplexe Welt ist, die den ganzen Einsatz erfordert. Aber auch physisch, weil die sechs Stunden Zeitverschiebung ganz schön auf die Kondition gehen. Wenn die Frühmoderatoren morgens um fünf Uhr nach Washington schalten, ist es dort 23.00 Uhr. Das ist eine etwas schräge Primetime. Aber die Sache allemal wert.

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