Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Beim Klimaschutz tickt die Uhr

Gabriel: Deutschland und Europa auf gutem Weg

Aufnahme der Erde vom Mond aus. (AP Archiv)
Aufnahme der Erde vom Mond aus. (AP Archiv)

Zur Abwehr der drohenden Klimakatastrophe haben Bundesregierung, Opposition und Umweltverbände schnelles Handeln angemahnt. Nach Vorlage des dritten Teils des UN-Klimaberichts in Bangkok erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel: "Die Wissenschaft hat ihre Arbeit getan, jetzt muss die Politik handeln." Deutschland und Europa seien auf einem guten Weg, sagte der SPD-Politiker.

Der Menschheit bleibt dem Bericht zufolge wenig Zeit: Der weltweite Treibhausgasausstoß müsse bis spätestens 2015 stabilisiert werden, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels noch abzuwenden. Die Kosten für eine Eindämmung des Klimawandels halten sich den Experten zufolge in Grenzen. Wenn die Erderwärmung im beherrschbaren Bereich von 2,0 bis 2,4 Grad Celsius bleiben soll, koste dies im Jahr weniger als 0,12 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts, heißt es in dem Bericht. Die Autoren halten es sogar für möglich, dass der Einsatz klimaschützender Technologien das Wirtschaftswachstum leicht beschleunigt.

Mitautor Axel Michaelowa sagte im Deutschlandfunk, um Details des Berichts sei bei den abschließenden Beratungen in Bangkok hart gerungen worden. Der erzielte Kompromiss sei "erstaunlich gut". Nun müssten schnell politische Schlüsse gezogen werden. Die Umsteuerung müsse sofort beginnen. (Text / MP3-Audio)

Nach Einschätzung des Klimaforschers Ottmar Edenhofer ist der Widerstand der USA gegen grundlegende Maßnahmen zum Klimaschutz gebrochen. Zwar sei es nach wie vor fraglich, ob sich die Vereinigten Staaten je am so genannten Kyoto-Prozess beteiligten. Aber dass sie "eine produktive Rolle im globalen Klimaschutz spielen werden", daran habe er nach der Konferenz in Bangkok keine Zweifel mehr, sagte Edenhofer, Cefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Deutschlandfunk. (Text/ MP3-Audio)

Der dritte und letzte Teil des UN-Reports beschäftigt sich mit den möglichen Maßnahmen gegen den Klimawandel. Teil I und Teil II hatte der UN-Klimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) im Februar und im April veröffentlicht. Sie hatten Zweifel am vom Menschen verursachten Klimawandel weitgehend ausgeräumt und vor gravierenden Folgen gewarnt.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:22 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 06:50 Uhr Interview

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 05:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 06:30 Uhr Hielscher oder Haase

Aus unseren drei Programmen

EuropaparlamentKonservativer Tajani zum neuen Präsidenten gewählt

Antonio Tajani von der EVP-Fraktion im Europaparlament. (AFP / FREDERICK FLORIN)

Der Italiener Antonio Tajani wird neuer Präsident des Europaparlaments. Der frühere EU-Industriekommissar gewann die Stichwahl gegen seinen größten Konkurrenten, den sozialistischen Gianni Pittella. Damit setzte sich der Favorit durch - allerdings erst im vierten Wahlgang.

Selbstversuch in Mecklenburg-VorpommernWie klappt die Versorgung auf dem Land?

(Deutschlandradio / Silke Hasselmann)

Brötchen nur bis zehn, Busverkehr auf Zuruf, dafür Internet aus der Glasfaser: Die Gemeinde Tramm in Mecklenburg-Vorpommern schlägt sich wacker angesichts von Strukturwandel und Landflucht.

Eine Stunde FilmNeues von Barney Stinson

Es gibt diese Schauspieler, die durch eine einzige Rolle weltberühmt geworden sind und wahrscheinlich für den Rest ihres Lebens davon zehren werden. Neil Patrick Harris ist so ein Schauspieler. Heute Abend ist er zu Gast bei Eine Stunde Film.

Big DataMaßgeschneiderter Wahlkampf

Mit Psychometrik, einer Art Daten-gestützter Psychologie, soll es möglich sein, im Wahlkampf jeden Menschen persönlich anzusprechen. Die Firma Cambridge Analytica behauptet, diese Technik im US-Wahlkampf erfolgreich für Donald Trump eingesetzt zu haben. Für die persönlichen Profile wurden öffentliche Facebook- und Twitter-Daten mit gekauften Informationen aus Wählerverzeichnissen und anderen Datenbanken angereichert.

Kolumbien nach dem FriedensvertragVon der FARC-Guerilla zurück in die Gesellschaft

Ein Mann schwenkt eine kolumbianische Fahne. Im Hintergrund ist eine Bühne zu sehen. (picture alliance / dpa / EFE / Pablo Andres Monsalve)

Im Auftrag der kolumbianischen Regierung startete José Miguel Sokoloff 2006 eine Werbekampagne, um Kämpfer der FARC-Guerilla zu ermuntern, aus dem Dschungel zurückzukehren in die Gesellschaft. Aber ganz so einfach wie in der Werbung ist es dann doch nicht.

Erstmals eine Frau an der SpitzeMaria Balshaw wird neue Chefin der britischen Tate-Museen

Millenium Bridge in London. Dahinter die Tate Gallery of Modern Art (kurz Tate Modern). Es ist das weltweit größte Museum für moderne Kunst. (imago)

Maria Balshaw wird neue Generaldirektorin der britischen Tate-Museen. Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze einer der einflussreichsten Institutionen der Kunstwelt.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Chelsea Manning  Obama begnadigt Wikileaks-Informantin | mehr

Kulturnachrichten

"FAZ"-Rechtsstreit mit Thalia beigelegt  | mehr

Wissensnachrichten

Visafrei Reisen  Mit deutschem Pass kein Problem | mehr