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Ben Ali flieht aus Tunesien

Land im Ausnahmezustand - Auswärtiges Amt warnt vor Reisen

Nach den anhaltenden Unruhen gilt derzeit eine Ausgangssperre ab 17:00 Uhr in Tunesien. (picture alliance / dpa)
Nach den anhaltenden Unruhen gilt derzeit eine Ausgangssperre ab 17:00 Uhr in Tunesien. (picture alliance / dpa)

In Tunesien hat Premierminister Ghannouchi nach eigenen Angaben die Macht übernommen. Im staatlichen Fernsehen erklärte er, Präsident Ben Ali sei nicht mehr in der Lage, das Amt auszuüben. Deshalb werde er ihn bis zu baldigen Neuwahlen kommissarisch an der Staatsspitze ablösen.

Ghannouchi versicherte, er werde die Verfassung beachten und die Stabilität im Land wieder herstellen. Die von Ben Ali angekündigten Reformen würden durchgeführt. Berichten zufolge hat der Präsident das Land bereits verlassen. Das Militär hatte am frühen Abend den Flughafen der Hauptstadt Tunis abgeriegelt und den Luftraum weitgehend gesperrt.

Die deutschen Reiseveranstalter sagten ihre Flüge nach Tunesien für das Wochenende ab. Am Abend konnte allerdings eine Maschine von Air Berlin mit deutschen Urlaubern in Djerba Richtung Düsseldorf starten. In dem Land hatte es auch heute gewaltsame Proteste gegeben. In Tunis ging die Polizei mit Tränengas gegen eine Demonstration vor dem Innenministerium vor. Tausende Menschen hatten dort den Rücktritt des Staatschefs gefordert. In New York forderte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eine friedliche Lösung der Staatskrise.

Über den aktuellen Stand in Tunesien informieren Sie die Nachrichten im Deutschlandfunk sowie die Kollegen von tagesschau.de

Sicherheitshinweise zu Tunesien vom Auswärtigem Amt.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:39 Uhr

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