Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

Benedikt XVI.: Wir empfinden Schande und Reue

Papst ordnet Untersuchung von Missbrauchsfällen in Irland an

Papst Benedikt XVI.: sündhafter und verbrecherischer Missbrauch.
Papst Benedikt XVI.: sündhafter und verbrecherischer Missbrauch. (AP)

In seinem in Rom veröffentlichten Hirtenbrief hat Papst Benedikt XVI. den jahrzehntelangen Missbrauch von Kindern innerhalb der katholischen Kirche in Irland "aufrichtig bedauert" und die Opfer um Verzeihung gebeten. Zu den Fällen in Deutschland äußerte er sich nicht.

Die für den Missbrauch Verantwortlichen sollten ihre Schuld öffentlich bekennen und sich vor Gerichten verantworten, fordert der Papst in seinem 20-seitigen Schreiben an die irischen Bischöfe, denen er "schwere Fehleinschätzungen" vorwirft. Er kündigte vatikanische Kontrollen in einigen irischen Bistümern und persönliche Gespräche mit Missbrauchsopfern an.

Die Vorfälle haben nach den Worten des Papstes zu einem großen "Vertrauensverlust für die Kirche" geführt. Sie seien allerdings "weder spezifisch für Irland noch für die Kirche".

Zollitsch: Botschaft auch an die deutsche Kirche

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch begrüßte den Brief und bezeichnete ihn auch als Botschaft an die deutsche Kirche.

Auch der Leiter der deutschen Sektion von Radio Vatikan, Pater Bernd Hagenkord, beurteilt die Stellungnahme des Papstes positiv. Benedikt XVI. spreche eine klare Sprache und nehme kein Blatt vor den Mund. (MP3-Audio)

Vatikan-Insider gehen dagegen davon aus, dass die Kritik an Papst und Kirche nach dem Schreiben eher weiter zunimmt, berichtet ARD-Korrespondent Stefan Troendle aus Rom. (MP3-Audio)

Untersuchungsberichte hatten 2009 den tausendfachen Missbrauch vor allem von Heimkindern ab 1930 unter dem Dach der irischen katholischen Kirche dokumentiert.



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 10:10 Uhr Marktplatz

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 11:07 Uhr Thema

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Die "Neue Rechte""Keine organisierte neue Kraft"

Porträtfoto von Alexander Häusler (undatierte Aufnahme), Sozialwissenschaftler vom Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus der Fachhochschule Düsseldorf

Die "Neue Rechte" bei den Montagsdemonstrationen lasse "keine klare einheitliche politische Linie" erkennen, sagte der Rechtsextremismusforscher Häusler im DLF. Dort dominiere "eine krude Mischung von Verschwörungstheorien und rechten Weltbildern".

RusslandWladimir Putin ist kein Peter der Große

Putin-Plakat bei einer Demonstration in Berlin.

Wladimir Putin will eine konservative Revolution, die sich als Antipode zu Europa inszeniert, meint die Journalistin Sylke Tempel, Chefredakteurin der Zeitschrift "Internationale Politik". Die Modernisierungspartnerschaft mit Europa ist für sie gescheitert. - nicht nur für Tempel eine Tragödie.

Datenschutz Was dürfen Schufa und Co. über Verbraucher wissen?

Eine Frau steht zum bezahlen in einem Supermarkt an der Kasse.

Unterschrift oder PIN? Schon an der Supermarktkasse werden Verbraucher umfangreichen Bonitäts-Tests unterzogen. In Sekundenschnelle wird die Zahlungsfähigkeit überprüft, um so das für den Handel günstigste Bezahlverfahren zu bestimmen.

Bergtouren in NepalSolidarisch mit den Sherpas

Der Extrembergsteiger Reinhold Messner kritisiert den Tourismus am Mount Everest. Hunderte von nepalesischen Bergführern würden "ihren Kopf dafür in die Schlinge legen", damit "reiche Leute" den Gipfel erreichen.

20 Jahre BahnreformVerzögerungen im Betriebsablauf

Teil des Berliner Hauptbahnhofs (tief), aufgenommen am 12.09.2013. Der Bahnhof beherbergt fünf Verteilerebenen, der Höhenunterschied zwischen der obersten und untersten Ebene liegt bei 25 Metern. Foto: Peter Endig

Vor 20 Jahren entstand die Deutsche Bahn in ihrer heutigen Form. Die Länder bestimmen, wie viele Nahverkehrs- und Regionalzüge in ihrem Gebiet fahren sollen und es herrscht zudem Wettbewerb auf der Schiene. Doch es gibt auch Probleme.

Tourette-SyndromElektrische Ströme gegen die Tics

Das Modell eines menschlichen Gehirns

Unkontrollierte Zuckungen, Flüche und Beschimpfungen: Wer am Tourette-Syndrom erkrankt ist, leidet stark unter den Folgen. Nun aber gibt es Hoffnung für Betroffene: Hirnschrittmacher lassen die Tics fast völlig verschwinden.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Ukraine: Aktivisten verlassen  besetztes Rathaus in Mariupol | mehr

Kulturnachrichten

Asienexperte:  "Für Näherinnen in Bangladesch hat sich wenig geändert" | mehr

Wissensnachrichten

Studie  Studie: Frauen mit breiten Hüften haben öfter One-Night-Stands | mehr