Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Biennale: Goldener Löwe für den besten Länderpavillon geht an Angola

Deutsch-Brite Tino Sehgal bester Künstler der Schau

Rosa Cruz e Silva (2.v.r.), die Kulturministerin von Angola, und ihr Team (picture alliance / dpa / Felix Hörhager)
Rosa Cruz e Silva (2.v.r.), die Kulturministerin von Angola, und ihr Team (picture alliance / dpa / Felix Hörhager)

Auszeichnung für Tino Sehgal: Der deutsch-britische Künstler erhält auf der Kunstbiennale in Venedig den Goldenen Löwen. Den besten Länderbeitrag stellt Angola.

Der Goldene Löwe für den besten Pavillon bei der Kunst-Biennale in Venedig geht in diesem Jahr nach Angola. Der Beitrag «Luanda, Encyclopedic City» zeigt ein Werk des Künstlers Edson Chagas.

Der Deutsch-Brite Tino Sehgal wurde von der fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz der Tate-Kuratorin Jessica Morgan zum besten Künstler der Schau gewählt. Sehgal erhielt den Löwen für seinen Beitrag in der Hauptausstellung «Il Palazzo Enciclopedico» des italienischen Kurators Massimiliano Gioni. Die Jury lobte ihn für die "Klasse und Innovation, mit der seine Arbeit zur Öffnung der künstlerischen Gattungen beigetragen hat".

Den silbernen Löwen für den vielversprechendsten jungen Künstler bekam Camille Henrot aus Frankreich. Besondere Erwähnungen gab es für die US-Amerikanerin Sharon Hayes, den Italiener Roberto Cuoghi sowie Zypern, Litauen und Japan. Der deutsche Beitrag ging nach der Auszeichnung 2011 in diesem Jahr leer aus.

Heynen: Zeitgenössische Kunst ist in

Kunsthistoriker Julian Heynen, Kurator des deutschen Pavillons, sagte im Deutschlandfunk: "Zeitgenössische Kunst, gerade in diesen Event-Manifestationen wie den Biennalen, ist in, gehört zum Lebensstil." Von einem Nischendasein sei sie in den Mittelpunkt gerückt, Gegenwartskünstler seien aber immer noch "die Pausenclowns der Gesellschaft". Ohne den Kunstmark laufe zudem "nichts mehr" - so Heynen. Statt Museen sammelten inzwischen nur noch Privatleute.

Die 55. Kunst-Biennale war am Samstagmorgen offiziell eröffnet worden. Noch bis zum 24. November können Kunstinteressierte den Gewinner-Pavillon, die Beiträge der 87 anderen teilnehmenden Länder und die Hauptschau «Il Palazzo Enciclopedico» in Venedig besichtigen. Die Veranstalter rechnen mit insgesamt etwa einer halben Million Besucher auf den 46.000 Quadratmeter großen Areal in der Lagunenstadt.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:12 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 10:10 Uhr Kontrovers

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 10:07 Uhr Lesart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

Unterwegs mit dem "Islamischen Staat"Warum wollen Sie IS-Terroristen verstehen?

Jürgen Todenhöfer im Funkhaus am Hans-Rosenthal-Platz (Sven Crefeld / Deutschlandradio Kultur)

Der Führer des Islamischen Staats (IS), Al Baghdadi, gewährte Jürgen Todenhöfer freies Geleit. Zehn Tage lang reiste der Publizist um herauszufinden, was die Terroristen antreibt.

Gipfel im KanzleramtLindner kritisiert Mindestlohnbürokratie

Der FDP-Bundesvorsitzende, Christian Lindner, sitzt am 06.08.2014 in Erfurt (Thüringen) bei einer Wahlkampfveranstaltung vor einem Wahlplakat der Thüringer FDP auf dem steht: "Wir sind dann mal weg. Genauso wie der Mittelstand" (picture alliance / dpa / Martin Schutt)

FDP-Chef Christian Lindner hat das Spitzentreffen der Großen Koalition als "gescheitert" bezeichnet. Insbesondere die unveränderten Regelungen zum Mindestlohn zeuge von einer "Misstrauensbürokratie".

Ebola in LiberiaAngst vor der Virus-Rückkehr

Wandmalerei warnt in Liberia vor Ebola.  (picture alliance / dpa / Foto: Ahmed Jallanzo)

Liberia könnte ab 10. Mai offiziell als Ebola-frei gelten - falls es keine Neuansteckungen mehr gibt. Doch in den Nachbarländern Guinea und Sierra Leone erkranken immer noch Menschen. 

Erdbeben in NepalOhne alles

Trümmer eines eingestürzten Hauses in Kathmandu, im Hintergrund der Blick in eine Straße mit zerstörten Häusern und einigen Menschen. (picture alliance / dpa / Narendra Shrestha)

Nach dem schweren Erdbeben in Nepal gebe es bislang noch "keine Unterstützung von staatlichen Akteuren", kritisierte Felix Neuhaus, Nothilfekoordinator der AWO in Kathmandu, im Deutschlandfunk.

BND-AffäreMerkel muss die Wahrheit sagen

Konstantin von Notz, Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss. (imago/Metodi Popow)

Der Grünen-Politiker Konstantin von Notz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgerufen, zu den Berichten über neue Spähaktionen des US-Geheimdienstes NSA Stellung zu beziehen. 

Jüdisches LebenAls Jude unterwegs durch Berlin

Eine junge Frau mit Kippa nimmt am Samstag (15.09.2012) in Berlin an einer Demonstration teil. Der Kippa-Spaziergang, zu dem im Internet aufgerufen worden war, sollte ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen und fand auch anlässlich des bevorstehenden jüdischen Festes Rosch ha-Schana (jüdischer Neujahrstag) statt.  (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)

Wie es ist, als Jude in Deutschland unterwegs zu sein, darüber macht sich Ofer Waldman im "Politischen Feuilleton" Gedanken. Als israelischer Musiker spielte er im Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Nahles (SPD): Es gibt keinen Grund für Änderungen beim Mindestlohn | mehr

Kulturnachrichten

Erdbeben auch kulturgeschichtliche Katastrophe  | mehr

Wissensnachrichten

Nepal  Google und Facebook unterstützen Suche im Krisengebiet | mehr