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5000 junge Spanier sollen in Deutschland arbeiten

Zufrieden: Ursula von der Leyen und Fátima Bánez Garcia (picture alliance / dpa / Zipi)
Zufrieden: Ursula von der Leyen und Fátima Bánez Garcia (picture alliance / dpa / Zipi)

"Mit offenen Armen" wird Deutschland Menschen aus Spanien empfangen, die hier eine Ausbildung machen. Das verspricht Ursula von der Leyen in Madrid. Dort unterzeichnete die Arbeitsministerin gemeinsam mit ihrer spanischen Kollegin ein Abkommen zur Beschäftigung junger Spanier in Deutschland.

Äußerst zufrieden zeigt sich Fátima Bánez Garcia nach dem Treffen mit Ursula von der Leyen. Nach Einschätzung der spanischen Arbeitsministerin ist ein "wichtiger Schritt bei der Unterstützung unserer jungen Menschen" gelungen. Garcia und von der Leyen unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Beschäftigung spanischer Jugendlicher in Deutschland.

Konkret geplant ist, dass in den kommenden vier Jahren 5000 junge Menschen aus Spanien in Deutschland eine Ausbildung oder eine Beschäftigung erhalten. Vorgesehen sind Sprachangebote sowie Umzugs- und Bewerbungshilfen. Für das Programm der Bundesregierung und der Arbeitsagentur stehen bis 2016 140 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Abkommen bedeute auch, "dass wir gemeinsam Instrumente voranbringen wollen, von denen wir wissen, dass sie wirken", sagt von der Leyen mit Blick auf das in Deutschland bewährte duale Ausbildungssystem. Deutschland wolle Spanien beim Aufbau dieser Strukturen helfen.

In Spanien hat die Arbeitslosenquote bei unter 25-Jährigen einen historischen Höchststand erreicht. Sie liegt derzeit bei 56 Prozent. In anderen europäischen Krisenstaaten erreicht sie ähnliche Werte. In Deutschland fiel sie dagegen im vergangenen Jahr auf 7,6 Prozent, die niedrigste Zahl seit der Wiedervereinigung.

Kritik an zögerlicher Haltung der EU-Kommission

Das Abkommen könnte auch als Fingerzeig an die Adresse der EU-Kommission verstanden werden, mehr gegen die Jugendarbeitslosigkeit zu unternehmen. In der vergangenen Woche hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble der Kommission vorgeworfen, mitverantwortlich zu sein für die schleppenden Fortschritte in diesem Bereich. Das Sechs-Milliarden-Euro-Paket zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit müsse schnell für die Qualifizierung von Jugendlichen genutzt werden. "Wir können Europa nicht bauen, indem wir einer ganzen Generation sagen, ihr müsst zehn Jahre lang warten", sagte Schäuble. Weil das in den europäischen Institutionen nicht rasch genug gehe, werde Deutschland nun bilateral aktiv - etwa mit Spanien.

Mehr zum Thema:

Deutsche Ausbildung ist in Spanien beliebt - Mehr Betriebe wenden duales Modell an( Europa Heute vom 21.05.13)

Spanien: Jeder zweite Jugendliche findet keinen Job (Audio Ortszeit vom 21.05.13)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:11 Uhr

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