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Bischof im Abseits

Unterstützung für Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst bröckelt

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht wegen seiner verschwenderischen Amstführung unter heftiger Kritik. (picture alliance / dpa / Boris Roessler)
Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst steht wegen seiner verschwenderischen Amstführung unter heftiger Kritik. (picture alliance / dpa / Boris Roessler)

Ranghohe Kirchenleute gehen zunehmend auf Distanz zum Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. Es tue ihm weh, was im Bistum Limburg passiere, sagt etwa der Münchener Kardinal Reinhard Marx. Dem Limburger Würdenträger wird eine verschwenderische und prunksüchtige Amtsführung vorgeworfen.

In der Stadt lässt sich der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst nur noch selten sehen. Er hat sich in sein prunkvolles Bischofshaus zurückgezogen und meidet die Öffentlichkeit. Um den Würdenträger der Kirche wird es zunehmend einsam. Als führender Vertreter der katholischen Kirche in Deutschland und Mitglied im Beratergremium von Papst Franziskus hat sich jetzt auch der Münchener Kardinal und Erzbischof von München und Freiburg Reinhard Marx von den Vorgängen um Bischof Tebartz-van Elst distanziert. Ihm tue "weh, was im Bistum Limburg passiert".

Kardinal fordert Aufklärung Offenheit

Marx widersprach Behauptungen aus dem Umfeld Tebartz-van Elsts, erst die Medien hätten den Bischof in Bedrängnis gebracht. "Medienkampagnen laufen ins Leere, wenn da nichts ist", sagte Marx in einem Interview mit der Wochenzeitung "Zeit", "deshalb sind Aufklärung und Offenheit so wichtig." Weiterhin mahnt der Münchener Kardinal: "Im Übrigen gelten auch für Bischöfe wie für alle Gläubigen die Gebote von Transparenz und Wahrhaftigkeit." Laut Marx geht es auch um die Glaubwürdigkeit der Kirche selbst: "Eine Institution, die nicht mehr dient, sondern sich lediglich selber stark und fett macht, schadet am Ende allen", sagte er.

Der Limburger Bischof steht seit langem in der öffentlichen Kritik. Vor allem seine prunkvolle und verschwenderische Amtsführung wird ihm vorgeworfen. Jüngst hat der Bischof durch den Bau des neuen Bischofssitzes in Limburg den Zorn der Gläubigen auf sich gezogen. 15 Millionen Euro soll das Vorhaben wohl kosten.

Vorwürfe sind zahlreich

Die Vorwürfe gegenüber Tebartz-van Elst sind zahlreich. So flog er erster Klasse nach Indien, um dort armen Kindern zu helfen, angeblich mit Hilfe von Bonusmeilen seines Generalvikars Franz Kaspar, der ebenfalls unter Beschuss steht. Direkt danach gefragt, hatte der Limburger Bischof geantwortet: "Business-Klasse sind wir geflogen." Dies wiederum bestritt er später. Seitdem läuft ein Ermittlungsverfahren der Hamburger Staatsanwaltschaft wegen falscher eidesstattlicher Versicherung.

Inzwischen hat sich auch der Vatikan in den Konflikt eingeschaltet. Derzeit ist Kardinal Giovanni Lajolo zu einem "brüderlichen Besuch" in Limburg.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:17 Uhr

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