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Britischer Geheimdienst will im Fall Litwinenko in Russland ermitteln

Britische Polizei vor dem Millennium Hotel in London, in dem sich der ehemalige russische Geheimagent Alexander Litwinenko aufgehalten hat. (AP)
Britische Polizei vor dem Millennium Hotel in London, in dem sich der ehemalige russische Geheimagent Alexander Litwinenko aufgehalten hat. (AP)

Für Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf den früheren russischen Geheimagenten Alexander Litwinenko wollen Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes sobald wie möglich nach Moskau reisen. Wie der Sender BBC berichtet, sollen die russischen Behörden ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert haben. Ein Team aus London werde in den kommenden Tagen in Russland eintreffen.

Der verstorbene Kreml-Kritiker Alexander Litwinenko (AP)Der russische Regimekritiker und Ex-Agent Alexander Litwinenko. (AP)Spezialisten von Scotland Yard und des Geheimdienstes haben ihre Ermittlungen in London unterdessen fortgesetzt. Nachdem an drei Orten Rückstände der hochgiftigen Substanz gefunden wurden, bemühen sich die britischen Behörden, Ängste in der Bevölkerung zu zerstreuen. Das seltene radioaktive Isotop Polonium 210 sei nur für Personen gefährlich, bei denen Rückstände in den Mund gelangt seien. Inzwischen meldeten sich mehrere hundert Personen, die sich zum Zeitpunkt des Giftanschlags auf Litwinenko in dessen Hotel sowie in der nahegelegenen Bar aufgehalten hatten. Sie wollen sich einem Test auf Radioaktivität unterziehen.

Litwinenko war an einer Vergiftung mit der Substanz Polonium 210 gestorben. Auf dem Sterbebett beschuldigte er Präsident Putin, für seinen Tod verantwortlich zu sein. Putin bestreitet dies.

Scholl-Latour sieht Handschrift des russischen Geheimdiensts


Die Ermordung des ehemaligen russischen Geheimagenten Alexander Litwinenko mit Polonium weist nach Meinung von Peter Scholl-Latour auf den russischen Geheimdienst. Dass Agenten, die die Seiten gewechselt haben, umgebracht würden, komme auch in anderen Ländern vor. Darüber werde allerdings weniger gesprochen, betonte Scholl-Latour.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:20 Uhr

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