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Brüderle stärkt Lindner den Rücken

Ex-Generalsekretär soll NRW-FDP in den Landtag führen

Christian Lindner will den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. (Deutschlandradio - Bettina Straub)
Christian Lindner will den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer Brüderle, hat dem Spitzenkandidaten der Freien Demokraten für die Neuwahl in Nordrhein-Westfalen, Christian Lindner, volle Unterstützung zugesichert. Bei der Personalie handele es sich um eine gute Entscheidung, auch für die Bundespartei.

Der frühere FDP-Generalsekretär soll die nordrhein-westfälischen Freien Demokraten nicht nur als Spitzenkandidat in die Wahl im Mai führen - Lindner soll auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr als Landeschef ablösen. Er sei kein Verlegenheitskandidat, sondern er gehe mit Macht und als Nummer eins in den Wahlkampf, sagte Christian Lindner im Deutschlandfunk.

Der FDP-Bundesvorsitzende Philipp Rösler sagte: "Wir schicken den besten Mann." Bahr erklärte, er wolle die Führung in eine Hand legen, damit Lindner die volle Rückendeckung des Landesverbands habe. Lindner selbst erklärte, er werde voller Engagement Wahlkampf betreiben. Es gehe um die Zukunft der FDP.

Parteien positionieren sich im Wahlkampf

Die Freien Demokraten hätten allen Umfragen zufolge aktuell keine Chance auf einen Wiedereinzug in den Landtag. Die SPD sieht sich nach den Worten von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft gut aufgestellt. Im Wahlkampf würden die Sozialdemokraten den Fokus auf das Thema Bildung und die Finanzsituation der Kommunen legen. Die Grünen wollen nach der Abstimmung das Regierungsbündnis mit der SPD fortsetzen. Die CDU wollte sich für den Fall eines Wahlsiegs noch nicht auf einen Koalitionspartner festlegen. Am Sonntag, 13. Mai, wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Klaus Ernst, will sich im Wahlkampf klar von SPD und Grünen abgrenzen. Jede mögliche Regierung brauche Druck von links, sagte er der Online-Ausgabe der "Mitteldeutschen Zeitung". Auch der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Gregor Gysi, ist überzeugt, dass seine Partei bei den vorgezogenen Neuwahlen in Nordrhein-Westfalen erneut in den Düsseldorfer Landtag einzieht. Die rot-grüne Regierung in NRW habe sich im Vorfeld zu arrogant verhalten und sich daher verzockt. Der Vorsitzende der NRW-Piratenpartei, Michele Marsching, sagte im Deutschlandfunk, seine Partei wolle wieder mehr Transparenz in den Landtag bringen und einen "anderen Politikstil" anbieten.

Neuwahlen am 13. Mai

Nach der Selbstauflösung des Düsseldorfer Landtags muss das Parlament innerhalb von 60 Tagen neu gewählt werden. Als Termin wurde der 13. Mai bekannt gegeben. Bis zum 26. März müssen die Parteien ihre Kandidaten benennen. Die SPD will die Themen Bildung und Unterstützung der Kommunen in den Mittelpunkt des Wahlkampfs stellen. Die CDU wirft Rot-Grün eine Verschuldungspolitik vor. Außerdem habe die Regierung den Industriestandort NRW vernachlässigt.

Links bei dradio.de:
Parteien in Nordrhein-Westfalen läuten den Wahlkampf ein - <br> Landtagswahl soll im Mai stattfinden

Kommentar: Signal nach Berlin? <br> Wie die Neuwahlen die Lage für die Kanzlerin verändern könnten

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:49 Uhr

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