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Büchner-Preis für Reinhard Jirgl

Berliner Schriftsteller überzeugt mit Darstellungen historischer Umbrüche

Reinhard Jirgl (Deutschlandradio - Bettina Straub)
Reinhard Jirgl (Deutschlandradio - Bettina Straub)

Der Georg-Büchner-Preis geht in diesem Jahr an den Berliner Schriftsteller Reinhard Jirgl. Er habe in einem Romanwerk "von epischer Fülle und sinnlicher Anschaulichkeit ein eindringliches, oft verstörend suggestives Panorama der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert entfaltet", hieß es in der Begründung der Jury.

De 57-Jährige lasse die historischen Umbrüche aus unterschiedlichsten Perspektiven alltäglichen Erlebens gegenwärtig werden und mache die Stimmen der Vergessenen und Verschütteten wieder hörbar - so zuletzt in seinen Romanen "Die Unvollendeten" und "Die Stille".

Jirgl reiht sich ein in die Reihe erfolgreicher Berliner Schriftsteller, die in diesem Jahr die wichtigen Literaturpreise erhielten: Herta Müller (Nobelpreis für Literatur), Kathrin Schmidt (Deutscher Buchpreis) und Peter Wawerzinek (Ingeborg-Bachmann-Preis).

Es sei eine "durchaus mutige Entscheidung", den Georg-Büchner-Preis an Reinhard Jirgl zu verleihen, sagte der Literaturkritiker Helmut Böttiger im Deutschlandradio Kultur. Jirgl habe viele Gegner, weil er als schwer verständlich gilt und aufgrund seiner Schreibweise mit Arno Schmidt verwechselte werde.

Die Preisverleihung erfolgt am 23. Oktober auf der Herbsttagung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

Der Georg-Büchner-Preis gilt als der wichtigste Literaturpreis in Deutschland. Er ist mit 40.000 Euro dotiert.


Mehr zu Reinhard Jirgl auf dradio.de:

Rezensionen zu "Die Stille":
Abgrund hinter sauberen Fassaden (DKultur)
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Rezension zu "Land und Beute. Aufsätze aus den Jahren 1996 bis 2006":
Selbstauskunft eines literarischen Einzelgängers (DKultur)

Seite des Hanser-Verlages zu Reinhard Jirgl
Seite der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung zum Georg-Büchner-Preis

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:37 Uhr

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