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Bulgarien beschuldigt Hisbollah

Abschlussbericht zu Burgas-Attentat von 2012

Angehörige nach dem Anschlag in Bulgarien 2012 (picture alliance / dpa / Vassil Donev)
Angehörige nach dem Anschlag in Bulgarien 2012 (picture alliance / dpa / Vassil Donev)

Die Bluttat geschah am Schwarzen Meer, am 18. Juli 2012: Ein Attentäter sprengt sich im Bus einer israelischen Touristengruppe in die Luft. Er reißt fünf Israelis und den Busfahrer mit in den Tod. Nach Erkenntnissen der bulgarischen Behörden ist für die Tat die radikal-islamische Hisbollah aus dem Libanon verantwortlich.

Die Untersuchungskommission, die nach dem Attentat eingesetzt wurde, präsentierte heute ihren Abschlussbericht. Der bulgarische Innenminister Zwetan Zwetanow erklärte, es gebe eine begründete Annahme, dass zwei Verdächtige dem bewaffneten Arm der Hisbollah angehörten. Einer von beiden ist der Selbstmordattentäter. Nach Zwetanows Angaben besaßen die Männer einen australischen bzw. kanadischen Pass.

Die Vorwürfe waren bekannt

Israel hatte schon kurz nach der Tat die Hisbollah und den Iran als Drahtzieher beschuldigt. Der Iran wies die Vorwürfe zurück, die Hisbollah schwieg. Heute wiederholte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dass die neuen Erkenntnisse nur bestätigten, dass die Hisbollah direkt verantwortlich für die "abscheuliche Tat" sei. Die radikal-islamische Miliz und der Iran führten eine globale und grenzüberschreitende Terror-Kampagne.

Deutliche Worte kamen auch aus den USA: Das Weiße Haus appellierte an Europa, jetzt zu reagieren – nicht zuletzt um weitere Anschläge zu verhindern. Der Anti-Terrorberater des Präsidenten, John Brennan, formulierte seine Haltung sehr klar: Die Hisbollah stelle eine "reale und wachsende Gefahr dar, nicht nur für Europa, sondern für die ganze Welt." Daher müssten die Europäer versuchen, die Finanzkanäle der Organisation ebenso wie ihre übrige Infrastruktur und die personellen Netzwerke offenzulegen und zu unterbrechen.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:05 Uhr

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