Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Bund legt Übernahmeangebot für Hypo Real Estate vor

Staat will 1,39 Euro pro Aktie zahlen

Der Schriftzug der Hypo Real Estate Bank  auf einer Anzeige an der Börse in Frankfurt am Main (AP)
Der Schriftzug der Hypo Real Estate Bank auf einer Anzeige an der Börse in Frankfurt am Main (AP)

Der Bund hat den Aktionären des angeschlagenen Münchner Immobilienfinanzierers Hypo Real Etstate (HRE) ein Übernahmeangebot zum Preis von 1,39 Euro pro Anteilsschein vorgelegt. Ziel ist die Übernahme des angeschlagenen Finanzunternehmens. Am Morgen zogen die HRE-Papiere daraufhin an und gewannen am Frankfurter Aktienmarkt 15 Prozent.

Bei Handelsschluss am Vortag standen die HRE-Anteilsscheine noch bei 1,20 Euro. Das Übernahmeangebot erfolgt mit dem Inkrafttreten des Finanzmarktstabilisierungsergänzungsgesetzes, das Bundespräsident Horst Köhler am Dienstag unterzeichnet hatte. Auf dessen Grundlage können die Aktionäre enteignet werden, wenn die Verhandlungen über einen freiwilligen Verkauf scheitern sollten.

Ob der US-Großaktionär J.C Flowers, der zusammen mit anderen Investoren rund 23,7 Prozent an der bei Hypo Real Etstate hält, das Angebot annimmt, ist bislang unklar. Die Investorengruppe um Flowers hatte ihren Anteil für insgesamt 1,1 Milliarden Euro erworben, was einem Preis von 22,50 Euro je Aktie entsprach. Innerhalb eines Jahres hatten die Papiere jedoch 93 Prozent ihres Werts verloren.

Letzter Ausweg Enteignung

Dass der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate ohne den Einstieg des Staates nicht überleben kann, ist offensichtlich. Die Verstaatlichung von Banken ist dennoch umstritten. Und wie es bei der Hypo Real Estate nach der Enteignung der Aktionäre weitergehen soll, ist ebenfalls nicht klar. (Hintergrund vom 3.4.2009)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:32 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 10:10 Uhr Marktplatz

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 10:05 Uhr Lesart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Jemen"Mittlerweile ist der Krieg im Süden für beendet erklärt"

Ein Kämpfer der schiitischen Huthi-Rebellen sitzt am 05.12.2017 in Sanaa (Jemen) in einem Pick-up Truck, der auf der Straße patrouilliert, die zum Haus von Jemens Ex-Präsident Saleh führt.  (dpa / picture alliance / Hani Al-Ansi)

Der Journalist Oliver Ramme ist der einzige Journalist, der aktuell aus dem Süden des Jemen berichten kann. "Die Lage hat sich weitestgehend entspannt", sagte Ramme im Dlf. Der Krieg sei fast überall vorbei. Allerdings würde die wirtschaftliche Lage die Menschen stark beschäftigen und Misstrauen in der Bevölkerung schüren.

Raus aus der FilterblaseWie wollen wir als Gesellschaft zusammenleben?

Anonyme Menschenmenge am Bahnhof  (Unsplash / Timon Studler)

Wie wir in Zukunft miteinander leben wollen, ist für den Aktivisten Shai Hoffmann eine wichtige Frage. Um Antworten zu finden, ist er mit dem "Bus der Begegnungen" durch ganz Deutschland gefahren. Hier teilt er seine drei wichtigsten Erkenntnisse.

Streikrecht für Beamte"Niemand wird gezwungen, Beamter zu werden"

Der Bundesvorsitzende des Deutschen Beamtenbundes, Ulrich Silberbach, spricht am 08.01.2018 in Köln (Nordrhein-Westfalen) auf der Jahrestagung.  (dpa / picture alliance / Oliver Berg)

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt aktuell über das Streikrecht von Beamten. Ulrich Silberbach, Vorsitzender des Deutschen Beamtenbundes, lehnte Warnstreiks von Lehrern kategorisch ab. Arbeitsniederlegungen von Beamten würden zu heillosem Chaos im öffentlichen Dienst führen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Sturmtief "Friederike"  Warnung vor Orkanböen | mehr

Kulturnachrichten

Lahav Shani folgt in Tel Aviv auf Zubin Mehta | mehr

 

| mehr