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Bundes-SPD will "Emigration" Sarrazins

Scheidender Bundesbank-Vorstand soll aus Partei ausgeschlossen werden

Thilo Sarrazin  (AP)
Thilo Sarrazin (AP)

Er wollte trotz seiner umstrittenen Migranten-Thesen bis an sein "Lebensende" Mitglied der SPD bleiben. Wenn es nach dem Willen der Bundes-SPD geht, wird er das wohl nicht schaffen. Er wäre nicht der erste, der unter Druck ausgeschlossen wird oder freiwillig geht.

Bereits 2008 war Wolfgang Clement aus der SPD ausgetreten, nachdem ihn die NRW-SPD ausschließen wollte. Clement hatte öffentlich empfohlen, die damalige Hessen-SPD-Kandidatin Andrea Ypsilanti nicht zu wählen.

Der SPD-Vorstand beschloss heute ein sogenanntes Parteiordnungsverfahren gegen Sarrazin. Die Entscheidung liegt nun bei einem Schiedsgericht, das dafür bis zu sechs Monate Zeit hat.

Die Entscheidung der SPD zum Fall Sarrazin fiel laut Medienberichten in Berlin offenbar mit einer Enthaltung. Sarrazin wird vorgeworfen, seine Thesen zur Integration von Zuwanderern teilweise genetisch zu begründen.

Innerhalb der SPD hatte es auch Stimmen gegeben, die sich gegen einen Ausschluss des langjährigen Parteimitglieds ausgesprochen hatten, darunter der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und der ehemalige Bundestagsfraktionschef Peter Struck.

Zum Fall Sarrazin auf dradio.de:

DKultur: Sarrazin: "Unqualifizierte Migration" kann so nicht weitergehen

DKultur: SPD-Politiker Raed Saleh zu Thesen Thilo Sarrazins

DKultur: "Das ist NS-Ideologie": Günter Wallraff zum Fall Sarrazin

DKultur: Sozialwissenschaftler über die Beliebtheit Sarrazins in der Neuen Rechten

DLF: Sarrazin: "Ich bleibe SPD-Mitglied bis an mein Lebensende".


Zum Fall Wolfgang Clement auf dradio.de:

DLF: Clement: "Persönliche Verletzung" Grund für Parteiaustritt

DLF: NRW-SPD beschließt Parteiausschluss Wolfgang Clements

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:37 Uhr

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