Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Bundesbeirat für Integration nimmt Arbeit auf

Vorsitzender der Türkischen Gemeinde fordert Einwanderungsministerium

Das Bundeskanzleramt in Berlin
Das Bundeskanzleramt in Berlin (Stock.XCHNG / Ronald Schuster)

Er ist im Bundeskanzleramt angesiedelt und wird von der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer geleitet: Heute konstituiert sich der Bundesbeirat für Integration. Begleitet wird die Premiere von Kritik und der Forderung nach einem Ministerium für diese Aufgabe.

Der Beirat hat 32 Mitglieder und soll die Frage beantworten, wie Migranten und Deutsche zusammenleben wollen und können. Im Bundesbeirat für Integration hat Maria Böhmer Menschen versammelt, die selbst Migranten sind oder waren - und für die ein unvoreingenommenes Miteinander erste Priorität ist. "Mit diesem Beirat will ich eine Beratungs- und eine Dialogstruktur schaffen für das Zukunftsthema Integration", sagte Böhmer im Deutschlandfunk.

Kurz vor der konstituierenden Sitzung des Bundesbeirats hat der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, die Forderung seines Verbandes nach einem Einwanderungsministerium bekräftigt. Ein "starkes Ministerium für Partizipationsfragen" sei nötig. Kolat sagte, das Grundproblem in der Integrationspolitik sei, dass die Staatsministerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Böhmer, weder Kompetenzen noch politische Werkzeuge habe: "Deswegen brauchen wir dort ein neues Ministerium mit richtigen Instrumenten." Gleichwohl setze die Türkische Gemeinde auf den Bundesbeirat für Integration, sagte Kolat im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur.

Weitere Beiträge zum Thema Integration im Deutschlandradio

Interview: "Es wandern mehr ab als zuziehen" - Migrationsforscher über Ein- und Auswanderung

Interview: Integration "ist eine Aufgabe der Gesamtgesellschaft" - Buchautor und Migrationsforscher Stefan Luft fordert und will fördern

Interview: "Man kann nichts mit Grenzpolizei erreichen" - Berliner Innensenator: Migrationsursachen bekämpfen

Interview: "Wir gehen von einem Fachkräftemangel aus" - Migrationsexpertin für Zuwanderungserleichterungen

Interview: Migrationsexperte: Deutschland kann von Integrationserfahrungen in den USA lernen

Themenportal Integrationsdebatte

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:42 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 12:07 Uhr Studio 9

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr DRadio Wissen

Aus unseren drei Programmen

GamesDer Reiz des Besonderen

Abseits der großen Games-Produzenten versuchen kleinere Entwicklerschmieden mit Indie-Games eine Nische zu erobern. Die können sich dafür sehr viel stärker selbst verwirklichen mit ihren Entwicklungen. 

SterbehilfeDie letzte Reise

Ein jüngerer Mensch umfasst das Armgelenk einer älteren Person, die im Krankenbett liegt.

Nach der Sommerpause will die Bundesregierung über eine Neuregelung der Sterbehilfe beraten. Laut einer Umfrage sind zwei Drittel der Deutschen dafür. Doch was bedeutet Sterbehilfe eigentlich genau für Patienten und Ärzte?

Vereinte Nationen"UNO ist nicht Weltpolizist"

Tom Koenigs (Grüne) ist der Sonderbeauftragter der UN-Hilfsmission in Afghanistan

Es sei wichtig, dass die Vereinten Nationen immer wieder die Situation der Menschen vor Ort auf die Tagesordnung bringen, sagte der ehemalige UN-Sonderberichterstatter im Kosovo und Afghanistan Tom Koenigs im DLF.

BoreoutLangeweile macht krank

Tag ein Tag aus das Gleiche. Die einen nennen es Alltag und finden sich damit ab. Die anderen nennen es monoton und langweilig und werden krank. Wie Langeweile auf der Arbeit für die Betroffenen zu einem echten Problem werden kann.

AusstellungenVon der Pflicht, Kunst auch öffentlich zu zeigen

Die Sammler Ute und Rudolf Scharpff in Stuttgart im Kunstmuseum vor einer Arbeit des Künstlers Koor

Die Eheleute Scharpff sammeln Kunst nicht für die eigene Stube. Sie haben junge Künstler über Jahrzehnte in ihrer Entwicklung verfolgt. Deren Werke stellen sie namhaften Museen zur Verfügung - und fungieren zugleich als Kunstdepot.

Oscar WildeDer Künstler und sein alterndes Abbild

Zeitgenössische Aufnahme des irisch-britischen Schriftstellers Oscar Wilde. ("Dorian Gray", "Eine Frau ohne Bedeutung", "Lady Windmeres Fächer"). Er wurde am 16.10. 1854 in Dublin geboren und verstarb am 30.11.1900 in Paris.

Zu den Klassikern der Literaturgeschichte gehört der Roman "Das Bildnis des Dorian Gray". In dem Roman beschreibt Oscar Wilde einen Künstler, der ein Selbstbildnis schafft. Und während er selbst ewig jung bleibt, altert stattdessen das Bild. Das Buch ist nun in einer Neuübersetzung erschienen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

UNO beklagt hohe Zahl ziviler Opfer  in der Ost-Ukraine | mehr

Kulturnachrichten

Friedenspreisträgerin sieht Putin in Verantwortung  für Ukraine-Konflikt | mehr

Wissensnachrichten

Berlin  Erstes Exzellenzcenter für Herzstillstand | mehr