Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Bundesliga bleibt im Pay-TV

ARD und ZDF zeigen Zusammenfassungen

Kölns Lukas Podolski im Zweikampf (picture alliance/ dpa/ Rolf Vennenbernd)
Kölns Lukas Podolski im Zweikampf (picture alliance/ dpa/ Rolf Vennenbernd)

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Übertragungsrechte an der Fußball-Bundesliga meistbietend an den Pay-TV-Sender Sky verkauft. Die Deutsche Telekom ging leer aus. Zuschauer von ARD und ZDF dürfen sich dagegen weiter auf Spielberichte am Abend freuen.

Die Rechte im Gesamtvolumen von 2,5 Milliarden Euro gelten für vier Spielzeiten, beginnend ab der Saison 2013/14. Für die Deutsche Fußball Liga bedeutet das Einnahmen von 628 Millionen Euro pro Jahr. Das gab DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Dienstag in Frankfurt am Main bekannt. Der Preis für die Senderechte ist somit um rund 50 Prozent gestiegen (zuvor waren es pro Spielzeit 412 Millionen Euro).

Christian Seifert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Fußball Liga (DFL) (picture alliance / dpa)Christian Seifert, DFL-Geschäftsführer (picture alliance / dpa)

Rekordergebnis für die Bundesliga

Wie Seifert sagte, hat die Liga nicht mit einem solchen Rekordergebnis gerechnet. Die Erlössteigerung sei auf die besondere Wettbewerbssituation zurückzuführen. Sky habe bei jedem der erworbenen Live-Pakete mehr Geld geboten als die Mitbewerber. Ob der von Rupert Murdoch kontrollierte Konzern einzelne Rechte an andere Unternehmen sublizenziere, sei nicht die Entscheidung der DFL.

Parter im frei empfangbaren Fernsehen bleibt die ARD mit der "Sportschau" am Samstag, die aller Voraussicht nach im gewohnten Format erhalten bleiben wird. Auch die Rechte für die Sonntagspiele gingen an die ARD. Die Erstsenderechte im Free-TV-Bereich für das Top-Spiel am Samstag erwarb dagegen erneut das ZDF, das im "Aktuellen Sportstudio" berichten wird.

Die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main (picture alliance / dpa / Heiko Wolfraum)Die DFB-Zentrale in Frankfurt am Main (picture alliance / dpa / Heiko Wolfraum)Die ARD sicherte sich außerdem sieben Live-Spiele, darunter der Saison- und Rückrundenauftakt sowie Relegationsspiele und Supercup. Der Privatsender Sport1 übernimmt wie bisher die Zusammenfassung von der Zweiten Bundesliga am Freitag und Sonntag und zeigt das Zweitliga-Spiel am Montag live.

Sky sicherte sich erneut die Live-Rechte für Kabel und Satellit sowie für alle anderen Übertragungstechnologien im Internet und über Mobilfunk. Die Deutsche Telekom, die aktuell die Internetrechte besitzt und nun auf alle Live-Rechte geboten hatte, ging leer aus.

Erstmals erwarb auch der Axel-Springer-Verlag Verwertungsrechte des Ligaverbandes. Ab der Spielzeit 2013/2014 könne Springer von allen Spielen sogenannte Highlight-Clips im Web-TV und Mobilfunk anbieten, erklärte Seifert. Der Abruf ist eine Stunde nach Spielende als Pay-Angebot und ab 0 Uhr des Folgetags frei möglich.

Guter Tag für die Bundesliga

Liga-Präsident Reinhard Rauball sprach von einem "guten Tag für die Bundesliga und damit für den gesamten deutschen Fußball". Clubs, Fans und Medienpartner hätten nun Planbarkeit für die kommenden Jahre. Seifert sagte, inklusive der internationalen Einnahmen erlöse der deutsche Profifußball künftig jährlich etwa 700 Millionen Euro aus den Medienrechten. Die Bundesliga festige dadurch ihre Stellung als eine der umsatzstärksten Fußball-Ligen der Welt.


Links auf dradio.de:

Ende des Gerangels - Die Fußballbundesliga und die TV-Übertragungsrechte

Nachspiel: Fußball geht immer


Mehr zur Bundesliga im Internet:

Bundesliga



Mehr bei deutschlandradio.de

 

Links bei dradio.de:

Ende des Gerangels
Fußball geht immer

 

Externe Links:


 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:50 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 21:05 Uhr Jazz Live

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 20:03 Uhr Konzert

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 21:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Die SPD nach der Saarlandwahl"Gute Parteitage reichen nicht aus"

Der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel am 04.02.2017 auf einer Pressekonferenz der hessischen SPD in Friedewald. (dpa-bildfunk / Swen Pförtner)

Die SPD halte auch nach der Wahl im Saarland an ihrem Fahrplan für die Bundestagswahl fest, sagte der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel im DLF. Die inhaltlichen Vorstellungen würden nach und nach präsentiert. Es sei klar, dass eine gute Stimmung auf Parteitagen für einen Wahlsieg nicht reichen werde.

Proteste in RusslandDie Wut der jungen Generation

Junge Demonstranten in Moskau rufen Slogans bei einer der landesweiten Anti-Korruptions-Protestkundgebungen in Russland (Imago )

Der Russlandexperte Stefan Meister sieht in den Demonstrationen in Russland vom Wochenende den Beginn einer neuen Art von Protesten: spontan und nicht organisiert. Vor allem junge Leute gingen auf die Straße - aus Wut über die Arroganz der Eliten.

Nawalny-Festnahme in Russland"Internationale Aufmerksamkeit hat eine Bedeutung"

Porträtbild von Ruprecht Polenz, dem ehemaligen Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages. (picture alliance / dpa / Fredrik von Erichsen)

Angesichts der Inhaftierung Oppositioneller in Russland sei die internationale Aufmerksamkeit von großer Bedeutung, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, Ruprecht Polenz, im DLF. Er mahnte die fehlende Demonstrationsfreiheit in Russland sowie die Korruption von Politikern an.

Behinderteneinrichtung im WestjordanlandNächstenliebe in Nahost

Orthopädieschuhmachermeister Rudolf Schöning aus Hamburg mit seinem palästinensischen Schützung Elias Abu-Aita. (Deutschlandradio / Silke Fries)

Schätzungen zufolge besucht nicht einmal jedes zweite behinderte Kind im Westjordanland die Schule. Geschätzt 80 Prozent werden nie ihren Lebensunterhalt verdienen können. Ein Lichtblick bei der Förderung von Behinderten ist die Einrichtung lifegate in Bait Dschala bei Bethlehem. Geleitet wird sie von von einem Deutschen.

Vor 175 Jahren: Premiere der Wiener Philharmoniker"Euch liebt die Heimat und euch ehrt die Welt"

HK Gruber beim Dirigieren (dpa / picture alliance / epa Keystone Urs Flueeler)

Die Wiener Philharmoniker gehören zu den besten Orchestern der Welt. Tickets für ihre Konzerte im Goldenen Saal des Musikvereins sind heiß umkämpft. Die Geburt des Ensembles war ein Konzert am 28. März 1842.

Reformpläne für Agenda 2010Was bringt Qualifizierung für Arbeitslose?

Auf einem Bildschirm ist zu lesen: "Bundesagentur für Arbeit". (dpa / picture alliance)

Im SPD-Wahlkampf soll die Korrektur der Agenda 2010 im Mittelpunkt stehen. Schon jetzt steht fest: Wer sich während einer Arbeitslosigkeit qualifiziert, soll länger Arbeitslosengeld beziehen. Eine mühsamer Weg, findet die Philosophin Gesine Palmer.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Schottland  Parlament stimmt für neues Unabhängigkeits-Referendum | mehr

Kulturnachrichten

Raphael Gross tritt Direktorenamt an  | mehr

 

| mehr