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Bundesregierung will Kosovo anerkennen

Entscheidung soll bereits gefallen sein

Ein Bundeswehrsoldat der KFOR-Truppe spricht im Kosovo mit einem Jungen.
Ein Bundeswehrsoldat der KFOR-Truppe spricht im Kosovo mit einem Jungen. (AP Archiv)

Die Bundesregierung erwägt offenbar, das Kosovo anzuerkennen, wenn die serbische Provinz sich nach dem 10. Dezember für unabhängig erklärt. An diesem Datum enden die Gespräche über den Status des Kosovo, deren dritte Runde am Montag in Wien ergebnislos vertagt worden war.

Wie der Deutschlandfunk aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, ist die Entscheidung in Berlin bereits gefallen, wird aber mit Rücksicht auf die laufenden Verhandlungen unter Führung der Kontaktgruppe aus EU, USA und Russland noch nicht bekannt gegeben.

In der Sendung "Informationen am Mittag" im Deutschlandfunk berichtete Rolf Clement, hinter vorgehaltener Hand werde deutlich gemacht, dass nur noch das Wann, nicht mehr das Wie dieser Entscheidung offen sei.
(Beitrag von Rolf Clement in den "Informationen am Mittag" im Deutschlandfunk MP3-Audio)

Den Informationen zufolge rechnet die NATO nicht mit einer militärischen Auseinandersetzung. Möglich seien aber Gewaltakte serbischer Minderheitengruppen im Kosovo.

Seit 1999 unter UNO-Verwaltung

Das Kosovo steht seit 1999 unter Verwaltung der Vereinten Nationen. Zuvor hatte die NATO die Provinz elf Wochen bombardiert, um Ermordung und Vertreibung von Albanern zu beenden. Seither beschützt die UNO-Schutztruppe KFOR die 100.000 dort lebenden Serben. Deutschland stellt mit 2250 Soldaten den größten Tel der Truppe, die sich aus insgesamt 16.000 Personen zusammensetzt.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:25 Uhr

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