Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Chancen durchs Altern

Kongress "Best Age" thematisiert demographischen Wandel

Rentner und die nachfolgende Generation (AP)
Rentner und die nachfolgende Generation (AP)

Der demographische Wandel stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen: Wie geht man um mit dem Einwohnerschwund und der gleichzeitig immer älter werdenden Bevölkerung? Diesen Fragen widmet sich der Demographiekongress <papaya:link href="http://www.best-age-conference.com/index.htm" text="Best Age: Den Wandel gestalten" title="Best Age: Den Wandel gestalten" target="_blank" />, der heute zum zweiten Mal in Berlin stattfindet.

Insbesondere wird dabei diskutiert, wie Politik und Verwaltung auf den Wandel reagieren können. Bei gleichzeitig schrumpfender Bevölkerung müssen die Städte und Gemeinden altersgerechte Strukturen aufbauen, die die Aufrechterhaltung der privaten und öffentlichen Versorgung garantieren. Zudem müssen Wohnungsbestände altersgerecht umgebaut bzw. rückgebaut werden.

Auch an der Wirtschaft geht der demographische Wandel nicht spurenlos vorbei. Sie muss sich in ihrer Personalpolitik auf das rasant steigende Durchschnittsalter ihrer Beschäftigten einstellen und entsprechend anpassen. Der Kongress will deshalb auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, lebenslanges Lernen und altersgerechte Arbeitsplätze thematisieren.

Da in ein paar Jahren die Hälfte der Bevölkerung älter als 50 Jahre alt sein wird, wird der Stellenwert der Älteren für die Volkswirtschaft steigen. Dienstleistungen und Produkte für Senioren werden eine zunehmende Rolle spielen, Ältere werden ein erheblicher Wirtschaftsfaktor sein.

Bislang wurde dieser Wirtschaftsfaktor aber von der Konsumgüterindustrie eher vernachlässigt, kritisierte der Wissenschaftler Gerhard Naegele im Deutschlandradio Kultur. Er ist Direktor der Forschungsgesellschaft für Gerontologie an der Uni Dortmund. Zugleich forderte er, die Arbeitsbedingungen so zu verändern, dass auch Ältere länger am Erwerbsleben teilnehmen können. Andernfalls wäre die Anhebung der Altersgrenzen zum Erreichen des Renteneintritts nur eine Verlängerung der Arbeitslosigkeit älterer Erwerbsloser.
Text/ MP3-Audio


Programmhinweis:

Von 18.00 bis ca. 1930 Uhr übertragen Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur in "Dokumente und Debatten" auf den Langwellen 153 und 177 kHz, den Mittelwellen 990 und 855 kHz (DRM) sowie in DVB-S (Dok&Deb in ZDF-Vision) live vom Kongress aus dem dbb-Forum in Berlin das Streitgespräch "Mitten im Generationendarwinismus – sieht die Zukunft alt aus?".

In der Sendung "Fazit am Abend" im Deutschlandradio Kultur gibt es ab 19.07 Uhr eine Zusammenfassung der Themen und Foren auf dem Demographie-Kongress.



Mehr bei deutschlandradio.de
 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:24 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 10:10 Uhr Lebenszeit

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 10:07 Uhr Lesart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Referendum in Ungarn"Wir brauchen Ordnung in dem Hause"

Ungarns Botschafter Peter Györkös am 15.02.2016. (dpa / picture-aliiance / Horst Galuschka)

Der ungarische Botschafter in Deutschland verteidigt die Flüchtlingspolitik seines Landes. Peter Györkös sagte im DLF, mit dem Schutz der Außengrenzen habe man auch Deutschland geschützt. Andernfalls wären womöglich drei bis vier Millionen Menschen unkontrolliert eingereist.

Flüchtlingspolitik"Wir haben das nicht geschafft!"

Ein Flüchtling schwent eine Deutschlandfahne in Idomeni an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien. (dpa / Kay Nietfeld)

Zwei Sätze stehen für Angela Merkels Flüchtlingspolitik: "Wir schaffen das" hatte sie vor einem Jahr gesagt. Um jetzt hinterherzuschieben, am liebsten würde sie die Zeit "um viele Jahre zurückspulen". Dabei, so Islamwissenschaftler Fabian Köhler, müssten sich vor allem die Linken eingestehen: "Wir haben das nicht geschafft".

Uraufführung von Mozarts "Zauberflöte"Meisterwerk oder Machwerk?

Ein bisher unbekanntes angebliches Mozart-Porträt ist in der Berliner Gemäldegalerie entdeckt worden. Das 80 mal 62 Zentimeter große Ölgemälde von Johann Georg Edlinger ist wahrscheinlich während Mozarts letztem Aufenthalt in München 1790 entstanden.  (picture alliance / dpa / Staatliche Museen zu Berlin)

Hübsche Musik, aber eine allzu alberne Geschichte: Das war die Meinung vieler Besucher und Kritiker, als sie vor 225 Jahren das erste Mal "Die Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart sahen und hörten.

Drosselung der Ölfördermenge"Eine folgerichtige Entscheidung der Opec"

Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (dpa/picture-alliance/Bernd Wüstneck)

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) stehe mittlerweile mit dem Rücken zur Wand, sagte die Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert im DLF. Wenn ihre Vetreter nicht dauerhaft niedrige Preise akzeptieren wollten, seien sie dazu verpflichtet, das Öl-Angebot zu reduzieren. Zudem müssten sie zeigen, dass die Opec als Organisation noch eine Legitimation habe.

Neutrino-Suche am SüdpolAuf der Jagd nach Geisterteilchen

Das Neutrino-Teleskop IceCube hält am Südpol nach kosmischen Neutrinos Ausschau (IceCube / NSF)

Die Neutrinos sind ein Phänomen. Die Elementarteilchen hinterlassen so gut wie keine Spuren. Sie sind für die Forschung von großer Bedeutung. Am Südpol soll der Forscher Christian Krüger sie mit dem Detektor IceCube finden.

ESA-SONDE ROSETTAEin Weltraumabenteuer in drei Akten

Zwölf Jahre war Raumsonde Rosetta für uns im All. Endlich erreicht sie nach sieben Milliarden Kilometern den Kometen Tschuri - und wird ihre Arbeit für immer beenden. Aber bis zum letzten Moment, soll sie uns mit Bildern und Informationen versorgen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Jerusalem  Spitzenpolitiker aus aller Welt bei Peres-Begräbnis in Israel | mehr

Kulturnachrichten

Mord im Orientexpress: Neuverfilmung mit Starbesetzung  | mehr

Wissensnachrichten

Heiliger Serafim  Russland schießt Reliquien ins All | mehr