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Christa Wolf ist tot

Christa Wolf bei einer Lesung in Berlin (AP)
Christa Wolf bei einer Lesung in Berlin (AP)

Die Schriftstellerin Christa Wolf ist tot. Sie starb im Alter von 82 Jahren in Berlin, teilte der Suhrkamp-Verlag mit. Wolf zählt zu den bekanntesten Autorinnen Deutschlands. Zu ihren berühmtesten Werken zählen die Romane "Der geteilte Himmel" und "Kindheitsmuster" sowie die Erzählung "Kassandra".

Wolf war eines der Aushängeschilder der DDR-Literatur. 1964 erhielt sie den Nationalpreis für Literatur der DDR. Aber auch im Westen wurde sie ver- und geehrt, so unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis 1980.

Anfang der 1990er Jahre geriet Christa Wolf in die Kritik, weil bekannt wurde, dass sie von 1959 bis 1962 als "IM Margarete" für die Stasi gearbeitet hat. Wolf hielt sich daraufhin längere Zeit in den USA auf. Die Nachwendezeit mit den gegen sie erhobenen Vorwürfen sowie ihren Amerika-Aufenthalt verarbeitete sie in dem 2010 erschienenen Roman "Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud".

Ihr Aufenthalt in den USA sei aber keinesfalls eine Flucht vor den Angriffen hier in Deutschland gewesen, erklärte Christa Wolf in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur.

Ihre 1990 erschienene Erzählung "Was bleibt" beschreibt den Alltag einer ostdeutschen Schriftstellerin, die von der Stasi observiert wurde. Kritiker sprachen Wolf die Glaubwürdigkeit ab, was in der Folge zu einem erbitterten Literaturstreit führte.

Programmhinweis:
Zum Tod von Christa Wolf befragen wir aber 14.07 Uhr im "Radiofeuilleton" von Deutschlandradio Kultur den Schriftsteller Ingo Schulze. Und um 16.07 Uhr wiederholen wir in dieser Sendung ein Interview mit Christa Wolf, das sie 2010 anlässlich des Erscheinens von "Stadt der Engel" gegeben hat. Auch der "Büchermarkt" im Deutschlandfunk ehrt ab 16.10 Uhr die Schriftstellerin.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:45 Uhr

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