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Countdown für Annans Friedensplan

Bis zuletzt liefern sich Syriens Regime und die Opposition Gefechte

Homs unter Beschuss durch Einheiten der Syrischen Armee (dapd /Anonymous)
Homs unter Beschuss durch Einheiten der Syrischen Armee (dapd /Anonymous)

Heute um 6 Uhr Ortszeit sollen Armee und Rebellen in Syrien die Waffen niederlegen. Die Waffenruhe wäre Teil von Kofi Annans Sechs-Punkte-Plan und der erste Schritt zu Friedensverhandlungen - wenn sie kommt.

Gestern hatte die syrische Regierung Kofi Annan schriftlich bestätigt, sie werde sich an ihre Zusage halten, den Friedensplan zu erfüllen: Pünktlich zur vereinbarten Uhrzeit würde die Armee ihre Beschüsse einstellen. Sie bliebe allerdings einsatzbereit, um eventuelle Angriffe durch Rebellen abzuwehren, teilte Syriens Verteidigungsministerium mit. Von Seiten der Opposition gab es bislang keine Aussage, ob die Waffenruhe eingehalten wird.

Bis zuletzt hatten sich syrische Armee und Aufständische bekämpft. Die syrische Armee war nach Berichten von Bewohnern mit Panzern ins Zentrum der Stadt Hama vorgedrungen. Die Stadt Rastan stand unter Artilleriefeuer. Mindestens zwölf Tote wurden allein gestern gemeldet - die Informationen konnten wegen der eingeschränkten Pressearbeit in Syrien jedoch nicht bestätigt werden.

Die sechs Punkte von Kofi Annans Plan

Der Sechs-Punkte-Plan des gemeinsamen Gesandten von UN und Arabischer Liga, dem die beteiligten Parteien zugestimmt hatten, sieht folgende Schritte vor:

* Das syrische Regime beendet die Kämpfe und verzichtet auf den Einsatz schwerer Waffen in bevölkerten Gebieten

* Die Regierung arbeitet mit Annan zusammen, um unter Aufsicht der Vereinten Nationen jegliche Gewalt im Land zu beenden und auf die legitimen Anliegen des syrischen Volks einzugehen

* In einer täglich zweistündigen "humanitäre Pause" sollen Hilfsmittel in die betroffenen Gebiete gebracht und Verletzte evakuiert werden

* Die syrische Regierung soll schneller und mehr willkürlich festgenommene Personen freilassen und Informationen über die Orte veröffentlichen, an denen sie festgehalten werden

* Journalisten sollen sich im ganzen Land frei bewegen können

* die syrische Regierung respektiert "die Vereinigungsfreiheit und das Recht, friedlich zu demonstrieren"

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:50 Uhr

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