Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Countdown zu Olympischen Sommerspielen

302 Wettbewerbe in 26 Sportarten

Die olympischen Ringe schmücken Londons Wahrzeichen, die Tower Bridge (picture alliance / dpa / Kyodo)
Die olympischen Ringe schmücken Londons Wahrzeichen, die Tower Bridge (picture alliance / dpa / Kyodo)

Noch zwei Wochen, dann beginnen die 30. Olympischen Sommerspiele. Gastgeber London hat zur Eröffnungsfeier am 27. Juli Spektakuläres vor. Doch eine Sensation gab es schon: Erstmals in der olympischen Geschichte schicken alle Nationen auch Frauen an den Start.

Großbritannien will sich von Beginn der Olympischen Sommerspiele an als "Insel der Wunder" zeigen. Die Eröffnungsfeier im Londoner Olympiastadion wird mit der größten Glocke Europas eingeläutet. Sie misst zwei mal drei Meter, ist 23 Tonnen schwer und lässt damit das Wahrzeichen Big Ben blass aussehen. Unter der Olympiaglocke zeigt sich Athleten und Zuschauern zuerst ein Großbritannien im Postkartenmotiv: Mitten im Stadion werden Hühner scharren und Schafe blöken.

Das surreale Wiesenland mit einer echten Wiesen- und Heckenlandschaft muss dann aber Platz machen für mehr Dramatik: Eine Nachbildung der Themse soll sich mitten durch die Szenerie ergießen, an den Ufern folgen dann modernere Requisiten wie Fabriken oder Stadthäuser. 10.000 Komparsen, alles Freiwillige, spielen Dorfkinder, Cricketspieler und Großstädter. Oscar-Regisseur Danny Boyle inszeniert das Spektakel. Mit dabei sind auch Daniel Craig als Geheimagent James Bond und Paul McCartney.

Knappe Wahl für London

Das Olympische Stadion in London (picture alliance / dpa / Kyodo)Das Olympische Stadion in London (picture alliance / dpa / Kyodo)London ist die erste Stadt, die zum dritten Mal Gastgeber der Sommerspiele sein darf. Sie erhielt bei der Wahl des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) knapp vor Paris den Zuschlag. Madrid, Moskau und New York waren zuvor ausgeschieden. Für Deutschland ging Leipzig an den Start, schaffte jedoch nicht die Hürde in den Kreis der offiziellen Kandidaten.

Die Briten haben mehr als 11 Milliarden Euro in die Spiele gesteckt. Neben einer halben Million Zuschauer werden rund 10.000 Athleten und 7.000 Funktionäre aus 204 Nationen erwartet. Am Montag werden die ersten 1000 Sportler aus insgesamt 55 Ländern in das olympische Dorf einziehen. Das Organisationskomitee will laut britischen Zeitungsberichten 150.000 Kondome verteilen lassen.

Frauen-Power in London

Olympisches Feuer tourt durch Griechenland - ohne Kürzung der Ausgaben (picture alliance / dpa / Orestis Panagiotou)Das olympisches Feuer wurde im griechischen Olympia entzündet (picture alliance / dpa / Orestis Panagiotou)Was vor einigen Jahren noch als undenkbar galt, soll Normalität werden. Nach der Zusage Saudi-Arabiens, zwei Athletinnen zu den London-Spielen zu schicken, werden erstmals in der Olympia-Geschichte alle Teams auch Frauen am Start haben. Viele Länder wollen, dass eine Frau ihre Mannschaft beim Einzug in das Olympiastadion anführt. Bei den Russen trägt French-Open-Gewinnerin Maria Scharapowa erstmals die Fahne bei einer Eröffnungsfeier.

Bei den Spielen 1984 in Los Angeles lag der Frauen-Anteil bei 23 Prozent, 24 Jahre später in Peking waren es 43 Prozent. In London sollen es 45 Prozent sein. Durch das Olympia-Debüt des Frauen-Boxens gibt es auch keine Disziplin mehr ohne weibliche Teilnehmer.

Änderungen bei Wettkämpfen

Die Athleten treten bei 302 Wettbewerben in 26 Sportarten an. Zwei Tage vor dem offiziellen Beginn starten bereits die Vorrunden für das olympische Fußballturnier. Neben dem Olympiastadio, wo Eröffnungs- und Abschlussfeier sowie Leichtathletik stattfinden, sind im Wettkampfplan 20 weitere Sportstätten vorgesehen.

Gegenüber den Spielen in Peking hat das IOC folgende Änderungen vorgenommen:

  • Softball und Baseball komplett gestrichen

  • Kanu: Männer-Wettbewerbe über 200 m statt 500 m; Neu: Frauen Kajak-Einer 200 m; Gestrichen: Männer Canadier-Zweier 500 m

  • Segeln: Neu: Frauen Match Race Elliott 6 m, Gestrichen: offene Klasse Tornado und Frauen Yngling

  • Radsport: Neu: Männer und Frauen Omnium, Frauen Teamsport, Teamverfolgung; Gestrichen Männer und Frauen Einerverfolgung und Punktefahren sowie Männer Madison

  • Fechten: Neu: Frauen Mannschaften Degen und Männer Florett; Gestrichen: Frauen Mannschaften Säbel und Männer Degen

  • Boxen: Neu: Frauen Fliegen- (bis 51 kg), Leicht- (bis 60), Mittelgewicht (bis 75); Gestrichen: Männer Federgewicht

  • Tennis: Neu: Mixed (zuletzt 1924 bei Olympischen Sommerspielen in Paris)

Italienisches Expertenteam wagt erste Prognosen

Deutschland liegt im Ewigen Medaillenspiegel auf dem dritten Rang hinter den USA und Russland. Die deutschen Olympioniken holten seit Athen 1896 bislang 400 Mal Gold, 413 Mal Silber und 448 Mal Bronze. Großbritannien und Frankreich folgen auf den Plätzen vier und fünf.

China wieder vor den USA, Deutschland Fünfter wie 2008 in Peking: Das ist die London-Prognose eines italienischen Expertenteams. Sie beruht auf den Ergebnissen der letzten Weltmeisterschaften in den 302 olympischen Disziplinen. Das deutsche Team gewinnt demnach einmal Gold mehr (17 statt 16) und deutlich mehr Medaillen als zuletzt (56 statt 41).

Deutschland gewinnt sein Gold laut Prognose in den Sportarten Kanu, Leichtathletik und Radsport (je 3), Reiten, Rudern, Schießen (je 2), Badminton und Segeln. 2008 in Peking hatte es deutsche Siege gegeben im Reiten, Kanu (je 3), Fechten, Schwimmen (je 2), Gewichtheben, Hockey, Judo, Modernen Fünfkampf, Radsport und Triathlon (je 1).

Alle Beiträge rund um die Olympischen Sommerspiele finden Sie auf unseren Portal London 2012.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:55 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 16:10 Uhr Büchermarkt

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 15:30 Uhr Tonart

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

Doppelpass-Beschluss der CDU"Man kann den Menschen eine Entscheidung abverlangen"

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, spricht am 14.10.2016 in Paderborn (Nordrhein-Westfalen) auf dem Deutschlandtag der Jungen Union. (dpa / picture alliance / Guido Kirchner)

Vor der Bundestagswahl würde das nichts mehr. Aber in der kommenden Legislaturperiode müsse die CDU den Doppelpass-Beschluss des Essener Parteitages umsetzen, fordert der Chef der Jungen Union. Dann solle es die doppelte Staatsbürgerschaft nur noch in absoluten Ausnahmefällen geben, sagte Paul Ziemiak.

Erhard Eppler SPD-Urgestein und Vordenker wird 90

Der frühere Bundesminister Erhard Eppler (SPD) nimmt am 15.05.2015 in Stuttgart (Baden-Württemberg) an der Verleihung des Theodor-Heuss-Preises 2015 teil. (picture alliance / dpa / Daniel Naupold)

Der SPD-Politiker Erhard Eppler wird am Freitag 90 Jahre alt. Wir gratulieren - und sprachen mit dem früheren Entwicklungsminister über Ideale in der Politik, deren Umsetzung und was Kanzlerin Merkel diesbezüglich lernen musste.

DATENRISIKOVorsicht beim WLAN der Bahn

Die Deutsche Bahn will ab dem 1. Januar kostenloses WLAN für alle einführen. Also jetzt auch in den Waggons der Zweiten Klasse. Derzeit werden die rund 250 ICEs mit der entsprechenden Technik ausgestattet. Doch schon vor dem Jahreswechsel können sich viele Bahnkunden in das Netz einbuchen. Denn das System wird schon in zahlreichen Zügen getestet.

Mordfall in Freiburg"Solche Taten werden durch Flüchtlingspolitik nicht wahrscheinlicher"

Blumen und Trauerschmuck hängen am 05.12.2016 in Freiburg (Baden-Württemberg) an einem Baum an der Dreisam. Ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling wird verdächtigt, dort eine 19 Jahre alte Studentin umgebracht zu haben.  (dpa / picture-alliance / Patrick Seeger)

Nach dem Mord an einer Studentin in Freiburg habe sich seine Einstellung zur Flüchtlingspolitik nicht verändert, sagte der Student Tobias Crone im DLF. Er ist Sprecher des Wohnheims, in dem auch das Opfer lebte. Diskussionen im politischen Gemeinwesen hätten schon immer jenseits von Fakten funktioniert. Deswegen glaube er nicht, dass es ein neues postfaktisches Zeitalter gebe.

Merkel beim HandwerkZDH-Präsident: Fachkräftemangel "ganzheitlich angehen"

Der Präsident des Zentralverbandes Deutsches Handwerk, Hans Peter Wollseifer, spricht bei einer Pressekonferenz. (pa/dpa/Pedersen)

Die Auftragsbücher sind voll, die Geschäfte laufen gut - und doch sieht beim Handwerk nicht alles rosig aus. Es fehlen Fachkräfte, es mangelt an Nachwuchs, sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks im DLF. Die Politik müsse jetzt handeln, damit es der Branche auch künftig noch gut gehe.

Regisseur Andreas DresenFilmbildung soll Schulfach werden

Regisseur Andreas Dresen hält lachend ein Megafon vor das Gesicht. (Foto: Peter Hartwig)

Kinder müssen lernen, wie man Filme "liest", sagt der Regisseur Andreas Dresen. Nur so verstünden sie, wie Filme funktionieren und ob diese sie manipulieren wollen. Deshalb sollten Film und Filmgeschichte in der Schule gelehrt werden.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Lufthansa-Tarifstreit  Piloten kehren an Verhandlungstisch zurück | mehr

Kulturnachrichten

Kunstwerke aus Millionen von Legosteinen in Rom  | mehr

Wissensnachrichten

Deutsches Kulturerbe  Ostfriesische Teekultur, Skat und Hebammen gehören dazu | mehr