Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Daimler-Chef verlangt Regierungshilfe bei Einführung von Elektro-Autos

Kaufanreize und Preisnachlässe beim Parken gefordert

Eine Million Elektroautos - wie hier den Smart E-drive - soll es nach dem Willen der Bundesregierung 2020 in Deutschland geben (AP)
Eine Million Elektroautos - wie hier den Smart E-drive - soll es nach dem Willen der Bundesregierung 2020 in Deutschland geben (AP)

2020 sollen auf deutschen Straßen eine Million strombetriebene Fahrzeuge rollen - so lautet das Ziel der Bundesregierung. Das wird nicht klappen, warnt der Chef des Automobilkonzerns Daimler, Dieter Zetsche, und fordert weitere Fördermaßnahmen. Doch Merkels Minister lehnen das ab.

Blieben die Rahmenbedingungen so wie heute, würde die Million bis 2020 wahrscheinlich nicht erreicht, sagte Zetsche im ZDF-Fernsehen. Realistisch sei eher die Hälfte, "vielleicht so 600.000 Fahrzeuge". Dringend müssten bessere Bedingungen geschaffen werden. Das Netz von Elektrotankstellen müsse dichter werden, wer mit Strom fährt, solle weniger Parkgebühren zahlen. Auch über staatliche Kaufanreize müsse gesprochen werden.

Regierung lehnt staatliche Förderung ab

Doch die Bundesregierung reagiert bislang abweisend - einhellig lehnen Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und sein Kabinettskollege, Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Fördermaßnahmen durch den Staat ab. Rösler sagte der "Rheinischen Post": Markt und Wettbewerb sind die besten Treiber für Innovationen. Kaufprämien oder eine staatliche Förderung der Ladeinfrastruktur kommen deshalb nicht in Betracht".

In Berlin findet heute ein Spitzentreffen mit Bundeskanzlerin Merkel und Vertretern der Automobilbranche zum Thema statt.

Weitere Informationen auf Deutschlandradio.de:

Das Ziel deutlich verfehlt - Auf Deutschlands Straßen rollen weniger E-Autos als geplant

Elektroautos sollen alltagstauglicher werden - Bundesregierung stellt Ergebnisse zur Elektromobilität vor

Sound of silence - E-Autos sind leiser als Autos mit Verbrennungsmotor - doch sie können leicht überhört werden

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:59 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 13:00 Uhr Nachrichten

Deutschlandradio Kultur

MP3 | Ogg

seit 13:00 Uhr Nachrichten

DRadio Wissen

MP3 | Ogg

seit 10:00 Uhr Grünstreifen

Aus unseren drei Programmen

US-Präsident"Hysterische Reaktionen auf Trump sind fehl am Platz"

Friedrich Merz (CDU), Vorsitzender der Atlantikbrücke (dpa / picture-alliance / Revierfoto)

Kurz vor der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Donald Trump hat der Vorsitzende der "Atlantik-Brücke", Friedrich Merz, zu mehr Gelassenheit aufgerufen. Trump habe sich schließlich nicht ins Amt geputscht, sagte der CDU-Politiker im DLF.

Politische RhetorikGlatt gelogen wirkt verdammt ehrlich

Der neue Präsident der USA: Donald Trump. (Imago / Zuma Press)

Eine vulgäre Sprache voller Verdrehungen und Lügen – wer das für ein neues Stilmittel der politischen Auseinandersetzung hält, sollte in die jüngere europäische Vergangenheit blicken. Die Philosophin Dunja Melčić erklärt, warum Lügen so wirkungsvoll sind.

PROTESTAKTIONEN ZUR AMTSEINFÜHRUNGMit Joints, Liebe und Musik gegen Trump

Es ist DER Tag für Donald Trump: Ab 12 Uhr Ortszeit wird er in Washington auf den Stufen des Kapitols als neuer, 45. Präsident der USA vereidigt. Ein guter Tag für ihn – für viele andere aber nicht. Gestern Abend gab es schon ein paar Proteste in New York. Heute gehen die Leute dann in Washington auf die Straße oder starten andere Protestaktionen.

Lage in Syrien"Es fehlt fast alles für ein normales Leben"

DRK-Generalsekretär Christian Reuter (imago / Jens Jeske)

Knapp sechs Jahre nach Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs bleibt die humanitäre Lage im Land prekär. Der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, Christian Reuter, sagte im DLF, in ganz Syrien fehle es an elementaren Dingen - auch dort, wo nicht gekämpft werde.

Prozess in Bad Godesberg Wie in einem Brennglas der Gesellschaft

Jugendliche stehen am 20.05.2016 in Bonn (Nordrhein-Westfalen) am Bahnstation des Stadtbezirkes Bad Godesberg. In dem Bonner Stadtteil an einem Rondell in Bahnhofsnähe wurde ein 17-Jähriger auf der Straße totgeprügelt. (dpa/picture alliance/Maja Hitij)

Der Schock war groß, als nach einer Prügelattacke der 17-jährige Niklas in Bad Godesberg starb. Heute beginnt der Prozess gegen zwei Verdächtige. Der örtliche Pfarrer Wolfgang Picken berichtet, wie Bevölkerung und Politik einen konstruktiven Weg gefunden haben, mit den Folgen der Tat umzugehen.

75 Jahre Wannsee-KonferenzDie Vorbereitung des Massenmords

Das Haus der Wannsee-Konferenz (imago/McPHOTO )

Vor 75 Jahren wurde in einer Villa am Wannsee über die Vernichtung der Juden beraten. Knapp zwei Stunden dauerte die Besprechung. Ziel der Wannsee-Konferenz war es, einen Plan zur Deportation und Vernichtung der Juden aus westeuropäischen Ländern festzulegen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

US-Präsidentschaft  Trump am Abend in Washington vereidigt | mehr

Kulturnachrichten

Unesco: Zerstörungen in Aleppo  | mehr

Wissensnachrichten

Erwachsen werden  Volles Risiko mit 13 bis 15 | mehr