Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Das kostbare, das bedrohliche Nass

Der Dokumentarfilm "Über Wasser" kommt ins Kino

Klimawandel, Globalisierung und Verarmung thematisiert der österreichische Filmemacher Udo Maurer in seinem aufrüttelnden Dokumentarfilm "Über Wasser". In drei Geschichten, die im überfluteten Bangladesch, in der Steppe Kasachstans und in den Slums von Nairobi spielen, erzählt er von der existentiellen Bedeutung dieses Elements. Der Film kommt heute ins Kino.

Der 1960 geborene international erfolgreiche Dokumentarfilmer Udo Maurer war lange für das Fernsehen in Entwicklungsländern unterwegs. In der Form von Überschwemmungen und extremen Dürren stieß er immer wieder auf existentielle Wasserprobleme, die er in seinem Film mit beeindruckenden Bildern festgehalten hat, die den Blick für den Klimawandel schärfen.

Von Wasser-Nomaden und nutzlos gewordenen Booten

Vor seiner Kamera erzählen Menschen aus Kibera, dem größten Slum Kenias, erschütternde Geschichten, wie der Kampf um sauberes Trinkwasser manchmal über Leben und Tod entscheidet. Er zeigt Bauern in Bangladesch, die zu Wasser-Nomaden geworden sind, weil Überschwemmungen inzwischen zu ihrem Alltag gehören. In der Steppe von Kasachstan finden sich nach dem Austrocknen des Aralsees Fischerdörfer plötzlich in der Wüste wieder.

"Ich wollte die Leute selbst erzählen lassen, ich wollte Bilder ihres Lebens zeigen, aber ich wollte mich nicht darüber setzen, um ihr Leben zu erklären. Und dadurch habe ich ihnen, glaube ich, einen großen Respekt entgegengebracht", sagt Udo Maurer im "Radiofeuilleton" von Deutschlandradio Kultur über seinen ersten Kino-Dokumentarfilm. (MP3-Audio)

Kampagne an deutschen Schulen

Mit dem bundesweiten Kinostart von "Über Wasser" ist eine Kampagne an deutschen Schulen verbunden, die unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel steht. Er sagte über den Film: »Ich bin überzeugt, dass dieser Film nicht nur das Verständnis vieler Menschen in Deutschland für ein so fundamental wichtiges Thema vergrößert, sondern auch die persönliche Haltung zu natürlichen Ressourcen nachhaltig verändert. Dem Film gelingt es, sowohl emotional zu faszinieren als auch rationale Aufklärungsarbeit zu leisten.«

Der Dokumentarfilm wurde von der "Klima-Allianz", einem Bündnis aus über 90 Umwelt- und Klimaschutzorganisationen, unterstützt.



Mehr bei deutschlandradio.de

 

Externe Links:

Dokumentarfilm "Über Wasser"

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:30 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Die neue Platte XL

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Der jüdische EruvWas die Schnur an Manhattans Straßenlaternen bedeutet

Straße in Manhattan, durch die Luft gespannt und an einer Laterne befestigt ist ein dünner Nylonfaden. (Kai Clement)

Der Eruv spannt sich in einem Teil Manhattans von Laternenmast zu Laternenmast. Der Nylonfaden ist fast unsichtbar und erleichtert doch das Leben vieler orthodoxer Juden, die hier leben. Korrespondent Kai Clement war bei der wöchentlichen Kontrolle dabei.

Die Krim nach der AnnexionLeben mit Sanktionen

Ein Bogen wird an der Brücke über die Meerenge von Kertsch errichtet. Die Brücke soll einmal 19 Kilometer lang werden und Russland mit der Halbinsel Krim verbinden. (imago / Sergei Malgavko / TASS)

Das Leben auf der Krim dreieinhalb Jahre nach der russischen Annexion: Güter müssen aufgrund der Sanktionen per Flugzeug oder Fähre aus Russland angeliefert werden, was sie teuer macht. Die Tourismussaison war ein Flop. Doch die meisten Menschen sind guter Dinge. Gegen Kritiker wird allerdings mit aller Härte vorgegangen.

Pro Quote Bühne "Das Publikum hat ein Recht auf Qualität und Vielfalt"

Die Schauspieler Marcel Kohler und Lorna Ishema bei einer Fotoprobe zum Theaterstück "Unterwerfung" 2016 im Deutschen Theater in Berlin (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Theater werden zu 80 Prozent von Männern geleitet. Nur bei den Souffleusen, also im Niedriglohnbereich, ist das Verhältnis umgekehrt. Angelika Zacek vom Verein Pro Quote Bühne fordert die Häuser auf, in der nächsten Spielzeit 50 Prozent Regisseurinnen zu engagieren.

Per Molander: "Die Anatomie der Ungleichheit"So entsteht Armut - und setzt sich fort

Vordergrund: Buchcover von Per Molanders "Die Anatomie der Ungleichheit". Hintergrund: Ein Mann kniet auf einem belebten Bürgersteig und bettelt. (Westend Verlag, dpa picture alliance/ Markus C. Hurek)

Je ungleicher eine Gesellschaft ist, desto ineffizienter ist sie auch. Diese These kann der Mathematiker Per Molander in "Die Anatomie der Ungleichheit" eindrucksvoll belegen. Und hat auch Vorschläge, wie sich der Mangel reduzieren lässt.

Sexismus-Debatte"Wir reden über Sexismus ja schon seit 50 Jahren"

Ein Smartphone mit dem Hashtag "#MeToo" (dpa-Zentralbild)

Kompliment oder sexistische Bemerkung? Der Fall der Staatssekretärin Sawsan Chebli hat eine erneute Sexismus-Debatte in Gang gesetzt. Die Soziologin Sabine Hark sagte im Dlf, noch immer werde nur Männlichkeit mit Kompetenz konnotiert - Weiblichkeit jedoch nicht. Auf diese Zuschreibungen habe auch die Sprache Einfluss.

Kunstauszeichnung in BerlinAgnieszka Polska bekommt Preis der Nationalgalerie

(© Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin / Jan Windszus / Courtesy Zak Branicka Galerie, Berlin and OVERDUIN & CO., LA)

Der Preis der Nationalgalerie 2017 geht an die in Berlin lebende polnische Künstlerin Agnieszka Polska. Unser Kunstkritiker Carsten Probst begrüßt die Entscheidung: Polska habe als einzige der Nominierten einen völlig eigenständigen künstlerischen Stil hervorgebracht.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

US-Benefizkonzert  Fünf Ex-Präsidenten treten für Hurrikan-Opfer auf | mehr

Kulturnachrichten

Nina Hoss erhält Braunschweiger Filmpreis | mehr

 

| mehr