Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Der Countdown läuft

Morgen wird der neue Bundespräsident gewählt

Christian Wulff mit seiner Frau Bettina und Bundeskanzlerin Angela Merkel (AP)
Christian Wulff mit seiner Frau Bettina und Bundeskanzlerin Angela Merkel (AP)

Bei der Wahl des Bundespräsidenten rechnet Unions-Fraktionschef Volker Kauder mit einem sicheren Sieg für den Kandidaten der Koalition, Christian Wulff. Im ZDF wies der CDU-Politiker Vorwürfe eines zu starken Drucks auf die Wahlmänner und -frauen von Union und FDP zurück. Jeder wähle nach seinem Gewissen, niemand sei an Weisungen gebunden, betonte Kauder.

Nach den Worten von FDP-Generalsekretär Christian Lindner gibt es in seiner Partei zwar Sympathien für den rot-grünen Bewerber Joachim Gauck. Er sei aber zuversichtlich, dass Wulff fast alle Stimmen der FDP-Wahlmänner erhalten werde, sagte Lindner im Deutschlandfunk.

Wörtlich sagte Christian Lindner im Deutschlandfunk zur Bundespräsidentenwahl:

"Unsere Wahlmänner stehen also. Einzelne wenige - ich gehe von vier aus - haben Sympathien für Herrn Gauck, der ja ohne Zweifel auch ein sehr respektabler Kandidat ist, aber der Kandidat der Koalition und der Kandidat der FDP ist Christian Wulff, und das auch aus Überzeugung."

In Berlin treffen die Parteien heute letzte Vorbereitungen für die morgige Wahl in der Bundesversammlung.

Hamm-Brücher: Volk soll entscheiden

Die ehemalige FDP-Politikerin Hildegard Hamm-Brücher hat sich für eine Direktwahl des Bundespräsidenten ausgesprochen. Sie sei nach verschiedenen schlechten Erfahrungen mit der Bundesversammlung dafür, "endlich ernsthaft über die Frage der Volkswahl unseres Staatsoberhauptes" zu sprechen, sagte die Politikerin, die 1994 für die FDP für das Amt kandidiert hatte.

Wulff gegen Gauck

Combo aus Christian Wulff und Joachim Gauck (AP)Combo aus Christian Wulff und Joachim Gauck (AP)Für die Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP tritt der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff an. Kandidat von SPD und Grünen ist der ehemalige Leiter der Stasiunterlagenbehörde, Joachim Gauck. Das Gremium setzt sich aus den 622 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Vertretern aus den Ländern zusammen. Auf die Koalition aus Unionsparteien und FDP entfallen 644 Sitze. Das sind 21 Stimmen mehr als die in den ersten beiden Wahlgängen erforderliche absolute Mehrheit. In der dritten Abstimmung reicht die einfache Mehrheit.
Die Wahl des neuen Bundespräsidenten - Ablauf und Hintergründe

"Ein Bundespräsident kann nicht Reformmotor einer Nation sein"

"Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland kennt keinen Macherpräsidenten", sagt Klaus Schrotthofer. Horst Köhlers Amtsverständnis und aktive Einmischung müsse vom Nachfolger schnell geändert werden.

Wer beerbt Horst Köhler als Bundespräsident? Berichte, Interviews, Analysen
Bundespräsidentenwahl
Portal zur Bundespräsidentenwahl 2010


Programmtipp:

Dienstag, den 29. Juni 2010, 18.40 Uhr
In der Sendung Hintergrund geht es heute Abend zum das Thema
Die Kür des Präsidenten: Merkel zwischen Freund und Parteifreund

Mittwoch, den 30. Juni 2010, 14:10 Uhr
Sondersendung zur Bundesversammlung

Mittwoch, den 30. Juni 2010, 19.15 Uhr
Die Mehrheit hat entschieden - Deutschland und der neue Bundespräsident
In der Live-Sendung Zur Diskussion spricht Deutschlandfunk-Chefredakteur Stephan Detjen mit dem Verleger Jakob Augstein, dem CDU-Politiker Rainer Eppelmann, mit Wolfgang Nowak, Geschäftsführer der Alfred-Herrhausen-Gesellschaft und "taz"-Chefredakteurin Ines Pohl.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:37 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 20:05 Uhr Hörspiel

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 19:05 Uhr Oper

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 19:00 Uhr Club der Republik

Aus unseren drei Programmen

Der jüdische EruvWas die Schnur an Manhattans Straßenlaternen bedeutet

Straße in Manhattan, durch die Luft gespannt und an einer Laterne befestigt ist ein dünner Nylonfaden. (Kai Clement)

Der Eruv spannt sich in einem Teil Manhattans von Laternenmast zu Laternenmast. Der Nylonfaden ist fast unsichtbar und erleichtert doch das Leben vieler orthodoxer Juden, die hier leben. Korrespondent Kai Clement war bei der wöchentlichen Kontrolle dabei.

Die Krim nach der AnnexionLeben mit Sanktionen

Ein Bogen wird an der Brücke über die Meerenge von Kertsch errichtet. Die Brücke soll einmal 19 Kilometer lang werden und Russland mit der Halbinsel Krim verbinden. (imago / Sergei Malgavko / TASS)

Das Leben auf der Krim dreieinhalb Jahre nach der russischen Annexion: Güter müssen aufgrund der Sanktionen per Flugzeug oder Fähre aus Russland angeliefert werden, was sie teuer macht. Die Tourismussaison war ein Flop. Doch die meisten Menschen sind guter Dinge. Gegen Kritiker wird allerdings mit aller Härte vorgegangen.

Pro Quote Bühne "Das Publikum hat ein Recht auf Qualität und Vielfalt"

Die Schauspieler Marcel Kohler und Lorna Ishema bei einer Fotoprobe zum Theaterstück "Unterwerfung" 2016 im Deutschen Theater in Berlin (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)

Theater werden zu 80 Prozent von Männern geleitet. Nur bei den Souffleusen, also im Niedriglohnbereich, ist das Verhältnis umgekehrt. Angelika Zacek vom Verein Pro Quote Bühne fordert die Häuser auf, in der nächsten Spielzeit 50 Prozent Regisseurinnen zu engagieren.

Per Molander: "Die Anatomie der Ungleichheit"So entsteht Armut - und setzt sich fort

Vordergrund: Buchcover von Per Molanders "Die Anatomie der Ungleichheit". Hintergrund: Ein Mann kniet auf einem belebten Bürgersteig und bettelt. (Westend Verlag, dpa picture alliance/ Markus C. Hurek)

Je ungleicher eine Gesellschaft ist, desto ineffizienter ist sie auch. Diese These kann der Mathematiker Per Molander in "Die Anatomie der Ungleichheit" eindrucksvoll belegen. Und hat auch Vorschläge, wie sich der Mangel reduzieren lässt.

Sexismus-Debatte"Wir reden über Sexismus ja schon seit 50 Jahren"

Ein Smartphone mit dem Hashtag "#MeToo" (dpa-Zentralbild)

Kompliment oder sexistische Bemerkung? Der Fall der Staatssekretärin Sawsan Chebli hat eine erneute Sexismus-Debatte in Gang gesetzt. Die Soziologin Sabine Hark sagte im Dlf, noch immer werde nur Männlichkeit mit Kompetenz konnotiert - Weiblichkeit jedoch nicht. Auf diese Zuschreibungen habe auch die Sprache Einfluss.

Kunstauszeichnung in BerlinAgnieszka Polska bekommt Preis der Nationalgalerie

(© Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin / Jan Windszus / Courtesy Zak Branicka Galerie, Berlin and OVERDUIN & CO., LA)

Der Preis der Nationalgalerie 2017 geht an die in Berlin lebende polnische Künstlerin Agnieszka Polska. Unser Kunstkritiker Carsten Probst begrüßt die Entscheidung: Polska habe als einzige der Nominierten einen völlig eigenständigen künstlerischen Stil hervorgebracht.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Katalonien  Hunderttausende protestieren gegen Entscheidung aus Madrid | mehr

Kulturnachrichten

Nina Hoss erhält Braunschweiger Filmpreis | mehr

 

| mehr